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Liebenwalde Wolf läuft des Nachts durch die Stadt
Lokales Oberhavel Liebenwalde Wolf läuft des Nachts durch die Stadt
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01:15 02.08.2018
An der Hammerallee (B 167)/Ecke Bahnhofstraße in Liebenwalde wurde von mehreren Leuten ein Wolf gesehen. Quelle: Bert Wittke
Liebenwalde

Es klingt wie ein Märchen, ist aber bittere Realität: In Liebenwalde läuft des Nachts ein Wolf mitten durch die Stadt. Das Tier wurde am vergangenen Freitag in der Hammerallee gesichtet. Es soll, so berichten Augenzeugen, ein Stück in die Bahnhofstraße gelaufen sein, dann kehrt gemacht haben und über die B 167 in Richtung Sportplatz verschwunden sein.

Langjähriger Jäger: Ja, das war ein Wolf

Einer, der den Wolf in Liebenwalde mit eigenen Augen gesehen hat, ist Steve Hoffmann. Der Mann ist seit 20 Jahren Jäger und versichert: „Ja, das war tatsächlich ein Wolf.“ Einer Anwohnerin ist es sogar gelungen, das Tier in einem Handyvideo festzuhalten.

Eine große Gefahr für Leute mit Hunden

Ein Wolf mitten in der Stadt, das hält nicht nur Steve Hoffmann für sehr bedenklich. „Mir sind dieses Jahr schon so viele Wolfssichtungen gemeldet worden“, sagt der Liebenwalder und fügt hinzu: „Ich frage mich, wo die alle herkommen?“ Man merkt Steve Hoffmann an, dass ihn solche nächtlichen Spaziergänge von Raubtieren ziemlich ärgern. „Nicht auszudenken, wenn zu dieser Zeit jemand mit seinem Hund unterwegs gewesen wäre.“ Steve Hoffmann ist überzeugt, dass der Wolf sofort auf den Hund losgegangen wäre. Denn Hunde sehe der Wolf für sich als absoluten Konkurrenten an. Das hätte der Vorfall vom April dieses Jahres gezeigt, als eine Jack-Russell-Hündin im Zehdenicker Stadtwald von einem Wolf angefallen wurde (MAZ berichtete).

Scheu vor dem Menschen nimmt ab

Dass der Wolf, dem eigentlich nachgesagt wird, dass er die Begegnung mit dem Menschen scheut, inzwischen bis in die Stadt vordringt, wundert Steve Hoffmann nicht. Warum sollte das Tier Angst haben? Es dürfe ja schließlich nicht gejagt werden. „Damit mich niemand missversteht“, sagt der Waidmann, „ich bin für einen gesunden Wolfsbestand .“ Die Meldung von Wolfsattacken auf Schafe, Rinder und andere Tiere überall in Brandenburg, aber auch in anderen Bundesländern, lasse jedoch den Schluss zu, dass eine annehmbare Zahl von Wölfen bereits überschritten ist. Er rechne damit, so Steve Hoffmann, dass auch bald Pferde angegriffen werden. Aber dann ... Die Lobby, die diese Tiere hierzulande haben, scheine ihm größer zu sein als die der Landwirte.

Wolf war nicht umsonst bereits im Mittelalter der Böse

„Der Wolf wird in den mittelalterlichen Märchen nicht umsonst als böse hingestellt“, ist sich der Liebenwalder sicher. Oder glaube vielleicht jemand, dass der Wolf irgendwann Gras und Knospen frisst, wenn der Wildbestand in den Wäldern so drastisch reduziert ist, dass die Rudel nicht mehr genug Nahrung finden. Und dass sich die Wölfe weiter rasant vermehren werden, wenn sie weiterhin nicht gejagt werden dürfen, sei ja wohl klar. Schließlich hätten Wölfe eine ähnliche Populationsrate wie Schwarzwild. Nur dass Letzteres gejagt werden dürfe, wenn es sich zu sehr vermehrt beziehungsweise zu große Schäden in der Natur anrichtet.

Von Bert Wittke

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