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Liebenwalde Ein Findling und ein Relief an der Feuerwehr
Lokales Oberhavel Liebenwalde Ein Findling und ein Relief an der Feuerwehr
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20:09 13.09.2018
Wollte der Feuerwehr ein Geschenk machen: Guido Jacobs. Das Flachrelief ist es geworden.
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Neuholland

Das Neuholländer Feuerwehrdepot hat pünktlich zum 60. Geburtstag eine erhebliche Aufwertung erfahren. Den Eingangsbereich zieren seit einer Woche zwei ganz spezielle Geschenke, die neben der Eingangstür einen idealen Platz gefunden haben: ein Findling mit eingearbeitetem Schriftzug und Feuerwehrwappen sowie ein Flachrelief, auf  dem ein in Aktion befindlicher Feuerwehrmann abgebildet ist.

„Ich wollte der Feuerwehr ein Geschenk machen“, sagt Guido Jacobs. Er ist selbst seit seinem 18. Lebensjahr offiziell Feuerwehrmitglied (war aber schon vorher dabei) und schied aus beruflichen Gründen aus dem Aktivendienst aus. „Im Eingangsbereich hing ein olles Pappschild. Mir gefiel das nicht“, sagt der Neuholländer. „Deshalb dachte ich mir, dass ich irgendwas mache, was besser aussieht.“ Die Wahl fiel auf ein Flachrelief aus Eichenholz. „Dabei hatte ich keine Ahnung davon“, erinnert er sich. Aber er wusste mit Lothar Köhn einen künstlerischen Alleskönner an seiner Seite, der ihm unter die Arme greifen würde. „Ich holte mir Tipps von ihm, aber Hand angelegt hat er nicht, ich habe das alles allein gemacht“, so der 54-Jährige, der sich beim Rahmen für die Farbe Rot entschied und sich damit über den Vorschlag Braun hinwegsetzte. Fünf Wochenenden investierte er, bis alles fertig war. Wichtig sei dabei gewesen, dass man die Ruhe behält. Der Kraftfahrer bewies bei der Fertigung handwerkliches Geschick.

Lothar Köhn hinter dem von ihm gestalteten Findling. Quelle: Stefan Blumberg

Jener Lothar Köhn ist der zweite Neuholländer, der sich für die Feuerwehr ein ganz besonderes Geschenk einfallen ließ. Ortsvorsteher Bodo Klein hatte ihn vor Monaten angespitzt, anlässlich des 60. Geburtstages der Feuerwehr „irgendetwas Künstlerisches anzufertigen“. Er entschied sich für den Findling. „Den haben wir aus Zehdenick geholt. Hier in der Gegend gibt es ja ziemlich viele Steine. Ich vermute mal, dass sie durch die Endmoräne aus Norwegen hierhergekommen sind“, so der Künstler. Die Vorstellungen, wie sein Werk aussehen würde, hatte er im Kopf. „Man muss dann immer einen Kompromiss zwischen der Idee und dem Material machen“, findet er. Der Findling – er wiegt etwa anderthalb Tonnen – wurde aus Zehdenick nach Neuholland transportiert. Dort bearbeitete Lothar Köhn das gute Stück; insbesondere mit einer Diamantscheibe. Der Schriftzug „FFW Neuholland, gegründet 1958“ sowie das Emblem prangen gut sichtbar auf der Vorderseite. Der Fuß musste in mühevoller Arbeit hergerichtet werden. Den oberen Teil des Steins hat er geschliffen und poliert. „Vor dem Einsatz sollten die Feuerwehrleute einmal über den Stein streichen, bevor sie ausrücken. Das bringt ihnen Glück“, sagt der 75-Jährige mit einem Lächeln im Gesicht. Das hat auch René Borowski, der Feuerwehrchef von Neuholland. „Ich freue mich so sehr, wenn ich die Arbeiten sehe. Sie sind ein echter Gewinn.“

Von Stefan Blumberg

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