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Liebenwalde Feuer und Flamme für alte Löschtechnik
Lokales Oberhavel Liebenwalde Feuer und Flamme für alte Löschtechnik
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15:17 13.09.2018
Museumsleiter Bernd Wüstenberg (72) weiß jede Menge über die Exponate zu erzählen. Auf diesem Drehleiterfahrzeug hat er einst während seiner Zeit bei der Berliner Feuerwehr gelernt. Quelle: Bert Wittke
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Liebenwalde

In der Berliner Straße 50 in Liebenwalde steht eine große unscheinbare Halle. Auf den ersten Blick hat der graue und fensterlose Bau nicht viel Einladendes. Wozu hinter die Kulissen schauen? Wer so denkt, verpasst es womöglich, mit einer wahren Flut von Kostbarkeiten Bekanntschaft zu machen. Verbergen sich doch im Inneren des Gebäudes sehenswerte Schätze aus vielen Jahren Feuerwehrgeschichte.

Museum öffnete 2012

Am 18. August 2012 wurde an der Berliner Straße 50 ein Feuerwehrmuseum eröffnet. An jenem Tag feierte die Freiwillige Feuerwehr Liebenwalde ihr 130-jähriges Bestehen. Seither werden in der Ackerbürgerstadt Zeitzeugen des Brandschutzes gesammelt, um sie für die Nachwelt zu erhalten und interessierten Leuten zeigen zu können. Oberster Hüter der Schätze ist Bernd Wüstenberg. Der heute 72-Jährige ist am 11. September 1962 Mitglied der Liebenwalder Feuerwehr geworden und war von 1976 bis 1992 deren Wehrleiter, bevor er zur Berliner Feuerwehr wechselte.

Das Liebenwalder Feuerwehrmuseum befindet sich in der Berliner Straße 50. Quelle: Bert Wittke

Seit 2011 ist Bernd Wüstenberg Museumsleiter. Wen er durch den Eingang in die Ausstellungshalle geleitet, sieht unweigerlich rot. Auf einer Fläche von rund 600 Quadratmetern reiht sich Exponat an Exponat, darunter zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge, Schlauchwagen und andere Spezialanhänger. Zu den auffälligsten Ausstellungsstücken gehört unter anderem ein Garant 30 K. Der Liebenwalder Feuerwehr wurde das fabrikneue DDR-Löschfahrzeug 1957 zum 75-jährigen Bestehen der Wehr übergeben. Dazu gehört ein Schlauchtransportanhänger mit einer 500 Meter langen B-Schlauchleitung. In der Mitte der Museumshalle steht eine alte Handdruckspitze, Baujahr 1884. Mit einem besonders stolzen Gesichtsausdruck weist Bernd Wüstenberg auf ein Drehleiterfahrzeug vom Typ W 50, das 1986 gebaut wurde. „Die Drehleiter ist voll hydraulisch“, erklärt der Feuerwehrexperte. Von der Sorte seien in der DDR nur 21 Stück gebaut worden. Drei wurden exportiert, 18 blieben im eigenen Land. Und eine davon steht im Feuerwehrmuseum in Liebenwalde. Natürlich kennt der Museumsleiter die Geschichte dieses feuerroten Mobils. Es gehörte einst der Berufsfeuerwehr Königs Wusterhausen, bevor es nach Treuenbrietzen ging. Dort wurde es im Dezember 2012 außer Dienst gestellt. Seit Januar 2013 ziert es das Feuerwehrmuseum in Liebenwalde.

Geöffnet ist von Anfang April bis Ende September

Bernd Wüstenberg, und mit ihm 18 weitere Museumsmitstreiter aus Liebenwalde, Neuholland, Hammer, Liebenthal, Kreuzbruch und Zehdenick könnten stundenlang Geschichten über all die Ausstellungsstücke erzählen.

Das Museum ist von Anfang April bis Ende September, montags bis sonnabends von 11 bis 15 Uhr geöffnet. Ab dem kommenden Jahr wollen die Mitstreiter des örtlichen Feuerwehrvereins in den Museumsbetrieb mit einsteigen. Dann soll die Ausstellung auch an den Sonntagen zugänglich sein.

Von Bert Wittke

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