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Liebenwalde Sorgen bei Buddys Tierhilfe in Liebenwalde
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00:20 13.02.2019
Olaf Dreßler von Buddys Tierhilfe aus Liebenwalde mit seinen Huskys, die zuvor nicht artgerecht gehalten wurden oder die Halter überfordert waren. Quelle: Ulrike Gawande
Liebenwalde

Eigentlich könnte bei Olaf Dreßler alles so schön sein: Er lebt auf einem grünen Grundstück mit einem kleinen Häuschchen am Rande von Liebenwalde. Dort, wo der Ort schon fast zu Ende ist und man einen weiten Blick über die Felder hat. Vor fünf Jahren zog der Rentner, der früher einmal selbstständig war, von Oranienburg nach Liebenwalde. Will man ihn besuchen, empfängt einen fröhliches Hundegebell.

Acht Huskys leben bei dem 52-Jährigen

Acht Huskys leben derzeit mit dem 52-Jährigen auf dem Grundstück zusammen. Haben die Hunde den Gast ausgiebig begrüßt, verkrümeln sie sich wieder auf dem Gartengrundstück. Ruhe kehrt ein. Doch diese ist für den ehemaligen Berliner in Gefahr, denn im Dezember bekam er eine Abmahnung von der Stadt Liebenwalde. Die stellvertretende Bürgermeisterin Martina Schnur erklärt den Vorgang: „Das Grundstück ist ein Erholungsgrundstück zur privaten Nutzung“, so Schnur. Es gebe einen Pachtvertrag, der auch nicht gestatte, das Grundstück als Hauptwohnsitz zu nutzen und ganzjährig dort zu leben. „Das Grundstück hat eine Grundfläche von 300 Quadratmetern, wenn man die Baulichkeit noch abzieht, ist das zu wenig Fläche für acht Hunde“, erklärt die Fachfrau. So entspreche eine solch intensive Hundehaltung nicht mehr dem Charakter eines Erholungsgrundstückes.

Zeit bis zum 15. Februar

Bis zum 15. Februar habe Dreßler Zeit, sich zu dem Umstand bei der Stadt zu äußern, erläutert die stellvertretende Bürgermeisterin. Sogar ein Gesprächsangebot habe es zum 10. Januar gegeben, was Olaf Dreßler jedoch nicht wahrgenommen habe. Der jedoch schildert die Situation anders. Sagt, dass er um einen Gesprächstermin mit dem Bürgermeister gebeten, aber keine Antwort erhalten habe. Nun habe er eine Anwältin zur Wahrung seiner Rechte eingeschaltet, die sich aber noch nicht bei ihm gemeldet habe, was sie erreichen konnte.

Eigentlich als Vereinshunde eingetragen

Denn eigentlich waren die acht Huskys als Vereinshunde des im März 2018 gegründeten Vereins „Buddys Tierhilfe“ angemeldet worden. Doch weil Buddys Tierhilfe nur aus zwei Personen – Dreßler selbst und Sabine Kalkmann – besteht, die sich um Homepage, Telefonate und Papierkram, kümmert, ist es kein eingetragener Verein.

Hunde aus nicht artgerechter Haltung

Buddys Tierhilfe kümmert sich um Huskys von Hundehaltern, die mit den Tieren nicht zurecht kamen oder die nicht artgerecht gehalten wurden. „Wir haben keine Zucht, wir sind ein Verein und vermitteln Tiere in ein neues Zuhause.“ Doch derzeit ist die Homepage und die Facebookseite des Hundeliebhabers offline geschaltet. Zudem hat Dreßler alle Hunde wieder statt auf den Verein auf sich privat angemeldet. Dachte er doch, damit die Anforderungen der städtischen Abmahnung genüge zu tun. „Das sind meine Hunde.“ Er denkt, dass eine private Haltung der Tiere dann kein Problem mehr auf dem Grundstück sei. Doch das sieht die Stadt anders.

Anzahl der Hunde reduzieren

„Er muss die Anzahl der Hunde reduzieren“, betont Martina Schnur. „So eine große Anzahl von Hunden entspricht nicht mehr dem Charakter eines Erholungsgrundstücks.“ Auch das Veterinäramt hat sich bereits bei Olaf Dreßler gemeldet, will eine Begehung des Geländes machen. Melde Dreßler sich bis zum 15. Februar nicht zu einem Gespräch, werde man über eine Auflösung des Pachtvertrages nachdenken, so die Martina Schnur.

Dreßler möchte den Pachtvertrag ändern

Doch Dreßler hofft nach der Ummeldung der Hunde erst einmal auf Ruhe. „Die Hunde sind still und stören doch keinen hier.“ Er verweist auf eine benachbarte Landwirtschaft und eine Autoverwertung. „Es kommen sogar Leute aus Österreich der Hunde wegen nach Liebenwalde.“ Er würde am liebsten das Grundstück kaufen, verrät er, oder den Pachtvertrag ändern lassen, so dass die Hundehaltung gestattet sei. Nach einem anderen Grundstück habe er sich noch nicht umgesehen, sagt Dreßler. „Man fängt immer wieder von vorne an. Und wer zieht schon gerne andauernd um?“ Viel lieber würde er sich mit den Huskys beschäftigen. „Es sind faszinierende Tiere.“ Der 52-Jährige ist viel mit den Hunden draußen, führt die Tiere am Fahrrad aus und besitzt sogar einen Trainingsschlitten, der statt Kufen jedoch Räder hat. Denn Huskys brauchen viel Bewegung, sind sehr aktiv.

Von Ulrike Gawande

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