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Liebenwalde Umbau der Liebenwalder Oberschule
Lokales Oberhavel Liebenwalde Umbau der Liebenwalder Oberschule
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02:15 01.12.2018
Dieser Giebel soll als Referenzgiebel für die schlichte Architektur und die typische Fensteranordnung aufgearbeitet werden. Im Nordflügel wird im Innenbereich der für die Barrierefreiheit nötige Aufzug eingebaut. Quelle: Ulrike Gawande
Liebenwalde

Hardy Henke hat als Bauamtsleiter von Liebenwalde ein ehrgeiziges Ziel: Bis nächstes Schuljahr sollen die Umbau- und Sanierungsarbeiten in der ehemaligen OberschuleWerner Seelenbinder“ abgeschlossen sein. Dann sollen die derzeit 181 Schüler der Grundschule „Am Weinberg“ in das denkmalgeschützte Gebäude umziehen, das bis 2006 für den Schulbetrieb genutzt wurde, und das dann Schule für gemeinsames Lernen sein wird.

Bis 2019 soll die einstige „Werner Seelenbinder“-Oberschule für die Grundschule „Am Weinberg“ barrierefrei umgebaut und saniert werden.

Oberstes Gebot ist deshalb bei den Baumaßnahmen in den fünf Gebäudeteilen – Schulhaus, zwei Verbindungsbauten, Aula und Sporthalle – die Herstellung der Barrierefreiheit. „Es wird ein Bildungskomplex entstehen“, so der Baumamtsleiter, der erst seit Juli 2017 im Amt ist. Denn die jetzige Grundschule, ein Funktionsbau aus dem Jahre 1995, liegt nebenan und soll zukünftig den Zentralhort und den Jugendclub beherbergen. Auf der anderen Seite der Zehdenicker Straße befindet sich zudem die Kita „Mühlenseekids“, die bis dato schon die Oberschulaula als Bewegungsraum genutzt hat. So schaffe man Synergieeffekte und baue nach dem Motto der kurzen Wege, so Henke.

Grundschule und Ex-Oberschule liegen direkt nebeneinander. Quelle: Ulrike Gawande

Nötig wurde die Reaktivierung der Oberschule als Bildungsstandort, weil Kitaplätze in der Stadt fehlten. Um schnell Abhilfe zu schaffen , zogen die Hortkinder im Februar mit einer zeitlich befristeten Genehmigung für eine Doppelnutzung aus der Kita in die Grundschule um. In der Kita wurden so 40 Plätze frei.

Das frühere Computerkabinett der Oberschule. Quelle: Ulrike Gawande

„Es ist eine vernünftige Entscheidung, die auch die Stadtverordneten mitgetragen haben. Die Schule ist ortsbildprägend“, so Henke. 6,68 Millionen Euro sind für den Umbau vorgesehen. Hinzu kommen 630 000 Euro für die Ausstattung – Henke: „Wir stellen zukunftsorientiert den aktuellen Stand der Technik her.“ – und 400 000 Euro für die Außenanlagen. Fördermittel gibt es in Höhe von 3,3 Millionen Euro.

Bis vor kurzem nutzte noch der Jugendclub einen Teil der Oberschule in Liebenwalde Quelle: Ulrike Gawande

Aber die Sanierung sei auch eine Herausforderung, so der Bauamtschef, denn das zwischen 1957 und 1959 gebaute Schulgebäude steht unter Denkmalschutz. Nur noch zwei weitere Schulen, eine in Sachsen, die andere in Mecklenburg, stehen stellvertretend für diese Bauzeitepoche. „Es ist ein DDR-zeitlicher Zweckbau“, so Henke. Daher erfolgen Umbau und Sanierung in enger Absprache mit dem Amt für Denkmalschutz. Vieles werde aber dadurch komplizierter und teurer.

Auch die Sporthalle wird grundhaft saniert. Quelle: Ulrike Gawande

Mitte September wurde mit den Arbeiten begonnen – im Oktober 2017 wurde der Beschluss zum Umbau getroffen. „Das ist ein stattliches Tempo“, ist Henke doch etwas stolz. Aktuell seien die Bauhauptgewerke zugange. Viele Firmen kommen aus der Region. Während außen das Dach neu gedeckt wird, arbeiten sich innen die Handwerker von oben nach unten. Entkernen, nehmen Durchbrüche vor, verbreitern Türöffnungen und bereiten alles vor, damit Heizung, Sanitär und Elektro komplett erneuert werden können. „Am Dach wird solange gearbeitet wie es die Witterung zulässt, ansonsten sind es schöne Ausbaugewerke – auch im Winter.“

Auch die Säulen und das Treppenhaus stehen unter Denkmalschutz. Quelle: Ulrike Gawande

Gestern fand zudem eine Besprechung mit dem Denkmalamt statt, bei dem das Farbkonzept, die Gestaltung der Fußböden und die Beleuchtung abgestimmt wurden. „Hell und freundlich soll die Schule werden. Wir wollen keine graue Maus“, betont Henke. Denn auch im Innenbereich der Ex-Oberschule steht einiges unter Denkmalschutz, wie der Eingangsbereich, die Böden und Säulen im Treppenhaus und mehrere Wandmosaike, die mit Filz vor den Arbeiten geschützt werden. 14 Klassenräume mit Gruppen- und Therapieräumen sollen entstehen, zudem ein Musik- und ein Naturwissenschaftsraum. Lehrer- , Direktoren- und Schulsozialarbeiterzimmer sowie das Sekretariat kommen ins Erdgeschoss, direkt neben den Fahrstuhl, der über eine Rampe vom Hofeingang erreichbar ist. Ruheecken ergänzen die Idee des gemeinsamen Lernens. Und auch die Aula und Sporthalle werden grundhaft durchsaniert.

Von Ulrike Gawande

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