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Liebenwalde Wo die Vögel zwitschern und der Specht hämmert
Lokales Oberhavel Liebenwalde Wo die Vögel zwitschern und der Specht hämmert
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00:25 24.08.2018
Traumhafte Aussicht auf den Langen Trödel. Quelle: FOTOS: privat, KUGLER
Liebenwalde

Wollen Sie Idylle? Die können Sie haben! Schnappen Sie sich ein Paddelboot, ein paar Paddel dazu – und ab nach Liebenwalde auf den Langen Trödel. Wer es nicht weiß: Der Lange Trödel ist die Verbindung des Finowkanals zwischen Liebenwalde und Zerpenschleuse, eine Wasserverbindung. Aber nicht irgendeine, sondern eine mit Geschichte und vor allem eine fürs Auge, eine für das Wohlbefinden des Gemütes. Der Abschnitt ist etwa zehn Kilometer lang und ein langgezogenes Kleinod. Die Strecke führt durchweg durch unbewohntes Gebiet. Die nächsten Straßen sind weit, weit weg. Die Bäume am Ufer sind zu beiden Seiten (gefühlt) so gewachsen, wie es die Natur mit ihnen vorgesehen hat. Und wenn ein Baum wegen eines Sturms mal in Schieflage geraten ist – na und? Es ist fast wie ein verwunschenes Fleckchen Erde. Vor einigen Jahren hatte man an einigen Stellen noch Schwierigkeiten, sich vorwärts zu kämpfen, weil der Lange Trödel verkrautet war, weil Seerosen Teile des Kanals bedeckten, weil Äste im Wasser lagen oder auch ganze Bäume ins Wasser geplumpst waren. Lärm? Fehlanzeige! Dafür dringen wohltuende Klänge in die Ohren derjenigen, die über die Wasseroberfläche gleiten. Das Gezwitscher von Vögeln, das Geklopfe des Spechtes oder der Schrei eines Fasans. Fischreiher gehen auf Beutezug, die Spuren der Biber an den Bäumen sind nicht zu übersehen. Und ab und zu durchbricht ein Fisch die Wasseroberfläche. Dieser Charme hat sich auch in den Jahren nach der Renaturierung kaum verändert. Zwar ist der Abschnitt seit 2016 wieder für den Bootsverkehr zugänglich, aber die Idylle ist weitestgehend so geblieben.

Wer übrigens kein Paddelboot hat, kann sich das am Hafen in Liebenwalde für einen schmalen Taler ausleihen, es ins Wasser setzen und losfahren und Natur pur genießen. Schade ist nur, dass bei der Rückkehr zum Hafen gerade jetzt in der warmen Jahreszeit das Hafenbistro nicht durchgängig geöffnet hat und man sich seine Stärkung woanders her holen muss.

Von Stefan Blumberg

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