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Oberhavel Linden-Schule mit neuer Leiterin
Lokales Oberhavel Linden-Schule mit neuer Leiterin
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02:15 11.03.2017
Maria Tiller ist neue Schulleiterin in Oranienburg.
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Oranienburg

Es ist kein Sammelbecken für Schüler, die keiner will. „Wir verstehen uns als Kompetenzzentrum für Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf““, sagt Maria Tiller. Anfang des Jahres hat sie den Posten als Schulleiterin der Oranienburger Linden-Schule übernommen. Zuvor war sie sieben Jahre lang Klassenlehrerin an der Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen“. „Mich hat es gereizt, Schule zu gestalten und zu entwickeln“, so die 35-jährige Berlinerin. Das Neuruppiner Schulamt und Kollegen hätten ihr zu diesem Schritt geraten. „Es ist eine große Aufgabe und mir wurde zugetraut, sie zu erfüllen.“

115 Schüler werden aktuell in elf Klassen unterrichtet. Sie kommen aus ganz Oberhavel. Die Linden-Schule verbleibt als einzige Förderschule mit dem Schwerpunkt „Lernen“ im Kreis. Die Schule an den Havelauen in Hennigsdorf läuft bald aus, neue Schüler werden schon in Oranienburg eingeschult. Doch was ist mit dem Inklusionsgedanken? „Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt ’Lernen’ gehen entweder auf eine Förderschule oder bleiben auf ihrer Schule“, so Maria Tiller. Das geschieht nach Wunsch der Eltern. Ein Sonderpädagoge spricht jedoch eine Empfehlung aus. „Wir sehen uns als Alternative zum Inklusionsstatus und nicht als Exklusion zur Inklusion“, so Maria Tiller. „Wir wollen die Schüler in die Gesellschaft integrieren, sie ausbildungsfähig machen.“

Die Linden-Schule. Quelle: Robert Roeske

Das funktioniert – anders als in einer regulären Schule – besonders durch individuelle Begleitung und Betreuung. Klassengröße: bis zu 16 Schüler. „Eltern sagen, dass ihre Kinder entspannter sind, weil sie sich bei uns als gleichwertige Mitglieder in ihren Klassengemeinschaften erleben.“ Nur Lehrerausfall macht sich bei bis zu 16 Pädagogen schnell bemerkbar. Seiteneinsteiger springen ein. „Die letzten Monate waren angespannt, seit Februar läuft es wieder gut.“

Doch die Räumlichkeiten des Backsteingebäudes in der Bernauer Straße könnten bald nicht mehr ausreichen, sollte die Schülerzahl steigen. „Wir könnten mehr Platz brauchen, um Schüler noch individueller betreuen und Eltern beraten zu können.“ Auch ein Pausenraum für regnerische Tage wäre wünschenswert.

Die Schule könnte um das Kreisgebäude (links) erweitert werden. Quelle: Robert Roeske

Lange hieß es, die Schüler würde erweitert um das Gebäude direkt nebenan, der Nebenstelle des Finanzamtes in der Bernauer Straße 57/59. Irina Schmidt, Pressesprecherin der Kreisverwaltung, bestätigt, dass der Kreis den Standort übernimmt. „In Abhängigkeit der Fertigstellung soll dies zu Beginn des Jahres 2018 geschehen.“ Pläne der zukünftigen Nutzung befänden sich gegenwärtig „intern in der Abstimmung“. Auch deshalb werden die „Container“ auf dem Schulhof weiter genutzt. Das Modul beherbergt Räume für die Sozialpädagogin der Linden-Schule, die Volkshochschule und die Musikschule. „Auf absehbare Zeit werden die Container in der Lindenschule weiter als Klassenräume genutzt werden“, so Irina Schmidt.

Erste Änderungen stehen abseits der neuen Schulleiterin schon an: Noch in diesem Jahr soll mit der umfassenden Umgestaltung des Außenbereiches der Schule begonnen werden. Das Spielfeld wird saniert, neue Spielgeräte gekauft, die Fahrradstellplätze erweitert.

Von Marco Winkler

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