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Oberhavel Lindenschule: sechs Räume fehlen
Lokales Oberhavel Lindenschule: sechs Räume fehlen
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15:35 21.02.2018
Ist die Lindenschule in Oranienburg zu klein? Diskutiert wird eine Erweiterung auf das Nachbarhaus – der ehemaligen Poliklinik. Quelle: Enrico Kugler
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Oranienburg

Der Platz in der Lindenschule Oranienburg wird auf Dauer nicht ausreichen. „Die Schülerzahlen steigen“, sagte der kommissarische Bildungsdezernent des Landkreises Oberhavel, Matthias Kahl, am Montagabend. Im aktuellen Schuljahr sind es 116 Mädchen und Jungen, die die Förderschule im Zentrum von Oranienburg besuchen – Höchstwert seit sechs Jahren. Laut einer Einschätzung des Brandenburger Bildungsministeriums würden sechs Räume fehlen: je zwei Gruppen- und Lehrmittelräume sowie je einen Therapie-, Ton-/Keramikraum. „Wir wollen langfristig das nebenan liegende Gebäude des Finanzamtes dafür mitnutzen“, so Matthias Kahl. Das sei allerdings noch nicht freigezogen. Die Raumsituation und die Statik sei nicht unbedingt für die Schulnutzung geeignet. „Deshalb denken wir durchaus über einen Neubau an der Stelle nach“, sagte der Dezernent. In den Gedankenspielen der Verwaltung spiele auch eine Containernutzung eine Rolle. Problematisch: der Boden auf dem Gelände ist kontaminiert, das hätten drei Proben ergeben. Tiefbauarbeiten für 183 000 Euro müssten durchgeführt werden, um die Situation zu ändern.

„An der Schule ist nichts einladend“

„Wird es nicht mal Zeit, über einen kompletten Neubau für diese Schule nachzudenken“, fragte Dieter Birkholz, Leiter der Schule an den Havelauen Hennigsdorf (Allgemeine Förderschule mit Förderschwerpunkt Lernen). „Oberhavel hat eine gute Bildungslandschaft, allerdings für die Kinder von Förderschulen nicht. Die Lindenschule Oranienburg mit den Schwerpunkten Lernen und Verhalten ist nicht geeignet, um die Schüler an dem Standort angemessen zu fördern. Die Außenanlagen müssen verbessert werden, die Räume brauchen mehr Farbe, es fehlen insgesamt sechs Räume. An der Schule ist nichts einladend. Dabei wurde vor Jahren gesagt, dass in Oranienburg investiert werden soll. Lassen Sie uns für ordentliche Bedingungen in der Lindenschule kämpfen“, spornte er die Mitglieder des Ausschusses an.

„Wir tun was, aber wir brauchen Zeit.“

Ins gleiche Horn stieß Lehrerin Elke Baer (Linke), Mitglied des Bildungsausschusses: „Warum wird dieser Schulstandort aufrechterhalten? Wir haben im Kreis Superbeispiele, wo Kinder und Jugendliche sehr gut untergebracht werden. Hier hingegen ist nichts toll. Es fehlen sechs Räume, die Außenanlagen sind schlecht.“ Sie wunderte sich darüber, dass bei dem Thema kein Vertreter der Schule anwesend gewesen sei. Matthias Kahl stellte klar, dass andere Schulen nicht besser behandelt würden und der Entwicklungsprozess bei anderen Häusern ähnlich war. „Wir tun was, aber wir brauchen Zeit.“

Erhöhung der Kapazität an vier Gymnasien empfohlen

Der Landkreis Oberhavel hat vor, an den Gymnasien mehr Plätze zu schaffen, um dem Bedarf gerecht zu werden. Sollte das so kommen, ist die Kapazität höher als der Bedarf. Danach würden die Zahlen so aussehen. Planungsraum 1: (Bollhagen Velten, Puschkin Hennigsdorf): 196 Kapazität/175 Bedarf; im Planungsraum 2 (die Oranienburger Gymnasien Louise-Henriette, Runge, Mosaik): 251/196; im Planungsraum 3 (Curie Hohen Neuendorf, Glienicke): 224/267; Planungsraum 4 (Strittmatter Gransee): 108/100. Danach sollen an diesen Schulen für das Schuljahr 2018/19 für 7. Klassen diese Anzahl von Zügen gebildet werden: Puschkin-Gymnasium 4 (bisher 3), Louise-Henriette-Gymnasium Oranienburg 5 (bisher 4), Maie-Curie-Gymnasium Hohen Neuendorf 5 (bisher 4), Strittmattergymnasium Gransee (4 (bisher 3). Bei den anderen Gymnasien soll sich nichts ändern.


Ende Februar, Anfang März sollen vom Schulamt die aktuellen Zahlen mit den entsprechenden Wünschen der Schüler vorliegen. Danach  könne  ein  genaueres Bild  gezeichnet  werden. Die Lage im Nordkreis entspannt sich damit beträchtlich. Der Kreisschulbeirat stimmt der Erhöhung der Zügigkeiten an den vier Standorten zu. Er gibt jedoch zu bedenken, dass die Belegungskapazitäten der Schulen ausgereizt sind.

Von Stefan Blumberg

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