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Oberhavel Linke: Bürgermeister-Wahlkampf „schmutzig“
Lokales Oberhavel Linke: Bürgermeister-Wahlkampf „schmutzig“
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16:38 01.12.2015
Steffen Apelt. Quelle: Helge Treichel
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Hohen Neuendorf

„Das war kein fairer Wahlkampf, sondern ein schmutziger, zu dem sich Steffen Apelt im letzten Moment noch entschloss.“ Angelika Stobinski von den Linken in Hohen Neuendorf widerspricht der Aussage des gerade in der Stichwahl am Sonntag neu gewählten Bürgermeisters Steffen Apelt (CDU), wonach der Wahlkampf „gut und fair“ gewesen sei. Auf Flugblättern, die die CDU mit Unterstützung von SPD, Freien Demokraten und Grünen an die Haushalte von Hohen Neuendorf verteilen ließ, heißt es: „Wir wollen einen neuen Bürgermeister, weil die Bürger nicht mehr belogen werden sollen, weil acht Jahre Vetternwirtschaft genug sind, weil nicht weiter intrigiert, sondern integriert werden soll.“ Wer „den Geist der AfD und Pegida-Bewegung bediene“, ohne etwas zur Haltung zur Aufnahme von Flüchtlingen zu sagen, begebe sich auf die Ebene der Verleumdungen, erklärt Stobinski.

Noch-Amtsinhaber Klaus-Dieter Hartung  Linke). Quelle: Ulrike Gawande

Wegen dieses Flugblattes hat Noch-Amtsinhaber Klaus-Dieter Hartung (Linke) seinem Nachfolger Steffen Apelt nicht zum Wahlsieg gratuliert. Hartung: „Herr Apelt soll sich öffentlich für seine Diffamierungen entschuldigen, dann rede ich wieder mit ihm.“ Bis zum 29. Februar 2016 übt Klaus-Dieter Hartung sein Amt aus und übergibt am 1. März an Apelt. Es gehe ihm nicht schlecht, gab sich Hartung gestern entspannt. „Der Wahlsieger ist mein Enkel Oskar. Ab 1. März hole ich ihn einmal in der Woche aus dem Kindergarten ab.“ Er freue sich, bald mehr Zeit für die Familie zu haben, sagt Hartung. Beruflich sei er ab März arbeitssuchend. Der 59-jährige Diplomingenieur für Bauwesen hofft, dass auch ein älterer Ingenier gesucht werde. Zur Ruhe wolle er sich nicht setzen, „ohne Arbeit fehlt mir was“.

Steffen Apelt tritt zur Amtsübergabe am 1. März im Rathaus Hohen Neuendorf an. Seine Firma für Energiehandel mit 15 Mitarbeitern wird seine Tochter (30) übernehmen. Nach der knapp mit 51,5 Prozent der Stimmen gewonnenen Stichwahl am Sonntag hatte er bis kurz vor Mitternacht mit Parteimitgliedern und Unterstützern gefeiert. Dass Bürgermeister Hartung ihm nicht zum Wahlsieg gratuliert hat, findet er „schade“.

Von Marion Bergsdorf

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