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Oranienburg Listen unter Verschluss

Bis zum 20. Juli können sich noch Kandidaten um das Oranienburger Bürgermeisteramt bewerben. Bei Christina Paetke laufen die Fäden zusammen: Im Bürgeramt können die Unterstützungsunterschriften für die parteilosen Kandidaten geleistet werden.

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Die stellvertretende Wahlleiterin Christina Paetke.

Oranienburg. Der Bürgermeisterstuhl von Oranienburg bleibt heiß umkämpft. Bisher gibt es acht Bewerber. Bis zum 20. Juli kann sich jeder um die Nachfolge von Hans-Joachim Laesicke (SPD) bewerben. Während die großen Parteien die Unterlagen für ihre Kandidaten bei der Wahlleitung einreichen, so die CDU für Kerstin Kausche, die SPD für Jennifer Collin, die Grünen für Heiner Klemp, die Linke für Enrico Rossius und die AfD für Jan Radke, sind die parteilosen Einzelbewerber auf Unterstützerunterschriften angewiesen, um am 24. September antreten zu können. Das sind Alexander Laesicke, Kevin Blüthgen und Friedmann Humburg. Jeder von ihnen benötigt 72 Unterschriften, das sind doppelt so viele wie es Stadtverordnete in Oranienburg gibt. Das schreibt das Wahlgesetz so vor, so die stellvertretende Wahlleiterin der Stadt und Chefin des Bürgeramtes, Christina Paetke.

Die Unterschriftenlisten liegen im Bürgeramt aus. Für jeden Bewerber eine. „Wer unterschreiben möchte, muss sich ausweisen, wir prüfen dann im Wählerverzeichnis, ob er wahlberechtigt ist, dann kann er unterschreiben.“ Die Unterschrift werde sofort abgeglichen und gegengezeichnet, „um zu verhindern, dass jemand zweimal unterschreibt“. In diesem Fall wären beide Unterschriften ungültig. Es gibt eine Liste pro Bewerber, alle befinden sich unter Verschluss. Einsehen darf sie niemand, „auch die Bewerber selbst nicht“. Beim Unterschreiben dürfe niemand in den Listen blättern, „anfangs konnte man die Unterzeichner auf der Seite, auf der man unterschreibt, noch lesen, jetzt ist alles abgedeckt“, erklärt Christina Paetke. Eine Folge der öffentlichen Debatte, dass Laesicke Senior seinen Sohn Alexander mit einer Unterschrift unterstützt (MAZ berichtete).

Per 18. April hatten für Kevin Blüthgen 42, für Friedemann Humburg 34 und für Alexander Laesicke 52 Oranienburger unterschrieben. Neue Zahlen gibt Wahlleiterin Sylvia Holm Mitte Mai bekannt. So viel steht aber fest: „Allen dreien fehlt nur das letzte Viertel an den erforderlichen 72 Unterschriften“, so Christina Paetke.

Wer bei der Entscheidung am 24. September oder einer Stichwahl am 15. Oktober hautnah dabei sein möchte: es fehlen noch Wahlhelfer. Anmeldung unter: blohm@oranienburg.de

Von Heike Bergt

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