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So lief der „bombige“ Freitag in Oranienburg

Vier Bomben an einem Tag So lief der „bombige“ Freitag in Oranienburg

Vier Fliegerbomben mit chemischem Langzeitzünder wurden am Freitag in Oranienburg entschärft. Die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes waren von morgens bis kurz nach Mitternacht vor Ort. Die MAZ berichtete live aus dem Sperrkreis. Hier können Sie den Tag noch einmal in Tickerform nachlesen.

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Sie haben es geschafft: Die Sprengmeister Heino Borchert, André Vogel und André Müller (v. l.) sind erschöpft, aber glücklich.

Quelle: Robert Roeske

Oranienburg. Gleich vier 250-Kilogramm-Bomben wurden am Freitag am Havelufer 24 im Oranienburger Ortsteil Lehnitz vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg (KMBD) entschärft. Die MAZ war live vor Ort und berichtete von den Entschärfungen ( hier drücken, um Ihre Tickeransicht zu aktualisieren):

+++ 3.11 Uhr: Der Letzte knipst das Licht aus... +++

Das war es dann auch von meiner Seite. Was für ein Tag für Oranienburg – vier Bomben an einem Tag. Mein größter Respekt geht an die Sprengmeister, die mehr als 16 Stunden im Einsatz waren, und dabei stets hochkonzentriert sein mussten. Ein großer Dank auch an alle Streckenposten, die den Sperrkreis abgesichert haben, an die Anwohner der Stadt, die so manchen Streckenposten mit Essen und Trinken versorgt haben, sowie an die vielen freiwilligen Helfer in den Notunterkünften, die stundenlang all jene Mitbürger betreut haben, die aufgrund der Entschärfungen aus dem Sperrkreis evakuiert werden mussten. Und auch vor diesen Menschen, die bis Mitternacht warten mussten, um wieder in ihr Haus oder ihre Wohnung zu kommen, ziehe ich meinen Hut. Sicherlich auch eine extreme Situation...

Kurzum: Oranienburg ist aus meiner Sicht heute ein Tag mit vielen Helden!

Zum Schluss noch ein Dank an meine Kollegin Andrea Kathert und unseren Fotografen Robert Roeske, die bis zum letzten Sirenenton von den Entschärfungen live berichtet haben. Nach mehr als 17 Stunden Tickerarbeit verabschiedet sich an dieser Stelle Odin Tietsche aus der Redaktion. Ich wünsche allen Oranienburgern eine geruhsame Nacht :-)

+++ 2.56 Uhr: Technische Probleme legen Ticker lahm +++

Offenbar gab es in unserem Technikzentrum einige Störungen, die den Ticker zeitweise lahmgelegt haben. Wir bitten diesen nächtlichen Ausfall zu entschuldigen. Jetzt müsste aber alles wieder gehen.

+++ 0.45 Uhr: Sprengung war nie ausgeschlossen +++

Sprengmeister André Müller hatte sich kurzfristig entschieden, zunächst die einzeln liegenden Bomben zu entschärfen. Die Erklärung war einfach. „Bei einer Sprengung hätten wir damit das Gefahrenpotenzial verringert.“ Die Kampfmittelexperten hatten vor Ort zwei Teams gebildet. Sieben Feuerwerker waren im Einsatz. Sie konnten parallel arbeiten und damit Zeit sparen. Alle Zünder wurden herausgeschnitten.

Die Sprengmeister im Gespräch mit dem Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (links)

Die Sprengmeister im Gespräch mit dem Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (links).

Quelle: Robert Roeske

+++ 0.40 Uhr: Die ersten Lehnitzer kehren in ihre Häuser zurück +++

Die ersten Lehnitzer fahren wieder in ihr Wohngebiet. Eine Familie, die direkt an der Ecke Havelkorso/Forstring wohnt, jubelt mit den Nachbarn zusammen. Es herrscht große Erleichterung, dass alles überstanden ist und ihre Häuser unbeschadet blieben. Die Mitarbeiter des Oranienburger Bauhofes beeilten sich, die Absperrungen von den Straßen zu räumen.

Die Anwohner freuen sich darüber, dass sie wieder zurück in ihr Haus können

Die Anwohner freuen sich darüber, dass sie wieder zurück in ihr Haus können.

Quelle: Robert Roeske

+++ 0.30 Uhr: Einsatzleiter André Müller tritt vor die Kameras +++

Einsatzleiter André Müller tritt vor die Kameras. Vier Blindgänger auf einmal und alle mit chemischem Langzeitzünder, „das dürfte einmalig sein in Deutschland“, sagt Müller. Die Besonderheit sei gewesen, dass drei der vier Bomben waagerecht gelegen hätten. „Deshalb hat es heute auch so lange gedauert. Es war sehr kompliziert.“ Da die Bomben in sechs bis acht Metern Tiefe lagen, „war es schwierig, die Anlage überhaupt zu stabilisieren.“

Einsatzleiter André Müller äußert sich zu den Entschärfungen

Einsatzleiter André Müller äußert sich zu den Entschärfungen.

Quelle: Robert Roeske

+++ 0.20 Uhr: Die Sprengmeister zeigen die Blindgänger +++

Um 0.20 Uhr liegen die vier entschärften Blindgänger zum Verladen vor dem Lkw im Havelkorso. Die drei Sprengmeister sehen geschafft, aber zufrieden aus. Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke ist einer der Ersten, der Danke sagt. Er überreicht Blumensträuße an die Männer. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir heute noch so hier stehen können“, räumte Laesicke ein.

Alle vier Bomben wurden am Freitag erfolgreich entschärft

Alle vier Bomben wurden am Freitag erfolgreich entschärft.

Quelle: Robert Roeske

+++ 0.11 Uhr: Die Sirene ertönt, Sperrkreis wird geöffnet +++

Die Sirene ertönt, an den Straßen wird die Sperrung somit aufgehoben. Die Anwohner strömen in Scharen zurück in ihre Wohnungen und Häuser. Wir knipsen noch schnell Bilder von der Bombe vor Ort und sind dann schwuppdiwupp zurück in der Redaktion. Also entweder wartet ihr noch ein paar Minuten auf die ersten Bilder der entschärften Bomben, oder ihr kehrt morgen früh gleich wieder hierher zurück und schaut euch die Sprengkörper dann in aller Ruhe beim Morgenkaffee an. All denen, die schon schlafen gehen wollen, wünsche ich eine gute Nacht – und an alle anderen: bis gleich!

+++ 0.01 Uhr: Probleme bei der Entwarnung? +++

Das Zählen für den Silvester-Countdown entfällt, offenbar gibt es noch Probleme bei der Entwarnung. Auch Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke stand bis vor wenigen Sekunden noch am Sperrkreis – er darf nun aber hinein, die Anwohner müssen noch warten. Ist wohl der Promi-Bonus ;-)

+++ 23.53 Uhr: Sirene soll in wenigen Momenten ertönen +++

In wenigen Augenblicken soll die Sirene zur offiziellen Entwarnung ertönen. Das hat irgendwie fast schon was von Silvester, wenn ihr mich fragt. Von mir aus können wir dann auch gleich gemeinsam runterzählen...4...3...2...1...

+++ 23.46 Uhr: Anwohner stehen schon am Sperrkreis +++

Die Nachricht der Entschärfung hat sich wie ein Lauffeuer verbreitet, die ersten Anwohner stehen schon am Sperrkreis und wollen zurück nach Hause. Noch lässt die Sirene aber auf sich warten.

+++ 23.41 Uhr: Sperrkreis noch für etwa 20 Minuten dicht +++

Laut Aussagen von den Verantwortlichen vor Ort wird der Sperrkreis aus Sicherheitsgründen noch etwa 20 Minuten geschlossen sein, anschließend ertönt die allseits bekannte Sirene. Erst dann dürfen die Anwohner den Sperrkreis wieder betreten...

+++ 23.39 Uhr: Die letzte Bombe ist entschärft +++

DA IST DAS DING!!! Es ist vollbracht, die vierte Bombe wurde soeben erfolgreich entschärft. Wie aus dem Sperrkreis zu erfahren war, ist vor wenigen Sekunden auch der letzte Sprengkörper unschädlich gemacht worden. Oranienburg darf also aufatmen...

+++ 23.24 Uhr: Das Licht in der Redaktion geht langsam aus +++

Nicht nur die Sprengmeister, Polizisten und Feuerwehrkameraden da draußen sind noch im Einsatz. Nein, auch hier in der Redaktion wird noch fleißig gearbeitet, auch wenn so langsam das Licht ausgeht. Aber keine Sorge – wir tickern bis zum letzten Sirenenton für euch mit und schließen erst dann unser Büro von außen zu, wenn auch die vierte Bombe entschärft wurde. Egal wie lange es auch noch dauern mag...

+++ 22.59 Uhr: Feuerwehr in Alarmbereitschaft +++

Die Feuerwehrmänner und -frauen aus sämtlichen Wachen in und um Oranienburg sind noch immer in Alarmbereitschaft. Zwar fallen dem ein oder anderen Kameraden nach so einem anstrengenden und langen Tag so langsam die Augen zu, wie Stadtbrandmeister Friedmund Duwe sagt. Doch alle sind zuversichtlich, dass der erlösende Anruf zeitnah kommt und die Oranienburger bald schon wieder nach Hause können.

+++ 22.44 Uhr: Oranienburg zittert mit den Sprengmeistern +++

Noch immer keine Entwarnung aus dem Sperrkreis. Dafür geht es auf den sozialen Netzwerken immer „lauter“ zu. Grundtenor auf Facebook: „Die Sprengmeister sind unsere persönlichen Helden – und wir zittern bis zum Schluss mit ihnen mit“.

Dem schließe ich mich von hier aus an. Für mich gehören diese Männer und Frauen, die heute von morgens bis abends da draußen ihr Leben riskiert haben und noch immer riskieren, um unsere Sicherheit zu gewährleisten, definitiv zu den Helden dieser Stadt. Drücken wir also noch mal alle gemeinsam unsere Daumen, damit auch bei der vierten Entschärfung alles glatt läuft – und hoffen wir auf ein gutes Ende dieses Tages...

+++ 22.21 Uhr: Zuversicht in der Notunterkunft +++

In der Germendorfer Mehrzweckhalle warten zur Stunde 60 Personen auf die erlösende Sirene, darunter auch ein Kind. Einige der Anwesenden sind schon seit heute morgen um 8 Uhr in dem Gebäude. Kein Wunder also, dass die Betroffenen schnellstmöglich wieder nach Hause wollen. Trotz der schwierigen Situation herrscht vor Ort aber die Meinung, dass es „bislang gut gelaufen“ sei, so einer der Anwesenden. Es herrscht zudem große Zuversicht, dass die Sirene bald ertönt.

Aus dem Sperrkreis gibt es bislang aber noch keine Neuigkeiten. Die Entwarnung lässt also noch auf sich warten...

+++ 21.53 Uhr: Gespenstische Stille in der Stadt +++

In der Innenstadt und den Randgebieten ist es mittlerweile gespenstisch still geworden. Kaum ein Auto ist noch auf den Straßen der Kreisstadt unterwegs. Alle warten gebannt auf die erlösende Sirene – doch noch gibt es keine Entwarnung aus dem Sperrkreis. Es deutet aber offenbar alles daraufhin, das es nicht mehr allzu lange dauert, so heißt es zumindest aus dem Sperrkreis. Sobald es Neuigkeiten gibt, erfahrt Ihr es hier sofort bei uns.

+++ 21.21 Uhr: Einschätzungen aus dem Sperrkreis +++

Wie soeben aus dem Sperrkreis durchgesickert ist, gehen die Experten derzeit noch etwa von einer Stunde aus, bis die vierte Bombe entschärft ist. Allerdings immer vorausgesetzt, es treten keine Komplikationen auf. Oder wie die Lottofee in der ARD sagen würde: „Diese Angaben sind wie immer ohne Gewähr“.

+++ 21.13 Uhr: Anwohner versorgen Streckenposten +++

Nicht nur die Sprengmeister haben einen anstrengenden Job, sondern auch die Streckenposten, die Polizeibeamten und Feuerwehrkameraden, die den Sperrkreis absichern. Wie wir gerade erfahren, haben einige Anwohner die Helfer am Sperrkreis im Laufe des Tages offenbar mit heißen Getränken und kleinen Snacks versorgt.

Wir von der MAZ sagen an dieser Stelle: Vielen Dank, liebe Oranienburger! Ein Zeichen dafür, dass wir als Bürger dieser Stadt unsere Helfer nicht alleine lassen...und ich war selten so stolz darauf, ein Oranienburger zu sein :-)

+++ 20.49 Uhr: Vierte Entschärfung läuft +++

Wie soeben zu erfahren war, ist die vierte Entschärfung in vollem Gange. Die Experten vor Ort gehen davon aus, dass die Bewohner noch vor Mitternacht in ihre Häuser zurückkehren können. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass es bei der Entschärfung der vierten Bombe zu keinen Komplikationen kommt.

+++ 20.37 Uhr: Grund für Reihenfolge der Entschärfungen +++

Obwohl laut Einsatzplanung ursprünglich zunächst die beiden Doppelbomben entschärft werden sollten (siehe Eintrag um 15.29 Uhr), hatten die Sprengmeister vom KMBD heute Mittag ja zunächst mit den einzeln liegenden Bomben begonnen. Nun scheint auch der Grund dafür bekannt zu sein:

So wollten die Experten, laut Informationen aus dem Sperrkreis, offenbar verhindern, dass eine mögliche Explosion der Doppelbomben auch die beiden einzelnen Sprengkörper zur Detonation bringt. Offenbar eine gute Entscheidung – wie man an den drei bereits entschärften Bomben sehen kann. Wir wünschen indes von hier aus weiterhin ein ruhiges Händchen bei der Entschärfung von Bombe Nummer 4!

+++ 19.50 Uhr: Dritte Bombe erfolgreich entschärft +++

Es ist fast geschafft – die dritte Bombe wurde soeben entschärft. Es handelt sich dabei um die obere der beiden verbliebenen Bomben, bei der letztlich mit einem Wasserschneidegerät Stück für Stück der Zünder entschärft wurde. Damit sind jetzt drei von vier Bomben unschädlich gemacht.

Damit ist aber auch klar: Eine Doppelentschärfung wie 19.03 Uhr noch vermutet ist vom Tisch, die verbliebenen Bomben wurden nacheinander anvisiert. Viel mehr wird es jetzt sogar noch etwas komplizierter, denn nun müssen die Experten vom KMBD die untere Bombe entschärfen. Wie lange dies dauern wird, ist noch unklar.

+++ 19.03 Uhr: Entschärfung der letzten Bomben parallel? +++

Es ist still geworden in der Stadt. Noch gibt es kein Zeichen von den Sprengmeistern, keine Entwarnung. Ist vielleicht etwas dazwischen gekommen? Gibt es vielleicht Komplikationen? Aus dem Sperrkreis sickert das Gerücht durch, dass die Bomben vielleicht sogar im Doppelpack entschärft werden und erst dann eine finale Entwarnung kommt, um die Oranienburger nicht noch länger auf die Folter zu spannen. Bestätigt ist diese Information jedoch noch nicht. Wir bleiben dran und melden uns, sobald es neue Infos gibt.

+++ 18.29 Uhr: Keine Besuche an den Bombenlöchern +++

Der KMBD hat sich dieses Mal übrigens auserbeten, dass nach den Entschärfungen keine Anwohner zu den Bombenlöchern kommen, um eventuell Fotos zu machen. Die drei Löcher liegen nämlich so eng zusammen und sind so tief (jeweils bis zu 9 Meter), dass die Experten schlichtweg Sorge haben, jemand könnte in die Löcher stürzen. Also, liebe Anwohner: Bitte nicht nach der Entwarnung zum Entschärfungsort pilgern! Wenn Sie Bilder von den Löchern und den entschärften Bomben sehen möchten – wir zeigen sie Ihnen, sobald wir welche haben...

+++ 18.24 Uhr: Feuerwehr steht in den Startlöchern +++

„Wir warten alle auf den Startschuss“, sagt Stadtbrandmeister Friedmund Duwe und bestätigt damit, dass auch er und seine Kameraden darauf warten, dass die Sprengmeister Entwarnung geben.

Doch selbst wenn die beiden nächsten Bomben zeitnah entschärft werden sollten, so hat die Feuerwehr auch anschließend noch alle Hände voll zu tun. So wird beispielsweise vor Ort ein Zelt aufgestellt, in dem sich Sprengmeister, Bürgermeister und Einsatzstab zur Besprechung treffen.

+++ 18.09 Uhr: Die Stadt wartet auf die dritte Entschärfung +++

Seit knapp zwei Stunden sitzen die Sprengmeister nun schon an der dritten Entschärfung. Es wird merklich kühler in der Kreisstadt, das Thermometer zeigt 3 Grad an. Auch für die Experten vom KMBD ein extremer Härtetest für Körper und Geist. Derweil ist überall in der Stadt das Warten auf die dritte Entschärfung spürbar. Nervös wird hier aber noch niemand, dafür sind die Bürger der Kreisstadt einfach schon zu bomben-erfahren. Sobald es etwas Neues gibt, tickern wir es gleich an euch weiter...

+++ 17.27 Uhr: Verkehrschaos löst sich langsam auf +++

Nachdem viele Pendler mittlerweile von der Arbeit nach Hause gekommen sind, wird es auf den Straßen der Kreisstadt nun wieder etwas leerer. Zwar kommt es an einigen Kreuzungen und Hauptstraßen noch zu Beeinträchtigungen, das große Verkehrschaos vom Nachmittag herrscht jedoch nicht mehr.

So langsam fließt der Verkehr in der Innenstadt wieder

So langsam fließt der Verkehr in der Innenstadt wieder.

Quelle: Robert Roeske

+++ 17.01 Uhr: Dritte Entschärfung läuft auf Hochtouren +++

Alles läuft bislang nach Plan. Zwei von vier Bomben wurden bereits entschärft. Und wie aus dem Sperrkreis durchgesickert ist, arbeiten die fleißigen Sprengmeister gerade mit Hochdruck an der Entschärfung von Bombe Nr.3. Wir drücken die Daumen, dass es weiterhin so ruhig und gut läuft wie bisher und die Experten vor Ort alles im Griff haben.

+++ 16.29 Uhr: Zeitplan verkürzt sich offenbar +++

Die Beratungen scheinen gefruchtet zu haben. Offiziell gehen die Sprengmeister davon aus, dass die Entschärfungen nicht mehr bis tief in die Nacht hinein, sondern nur noch wenige Stunden andauern. Dies hängt natürlich auch davon ab, wie der letzte Bomben-Doppelpack bewältigt werden kann. Die Sprengmeister sind aber offenbar zuversichtlich.

Die Sperrungen könnten bereits in wenigen Stunden aufgehoben werden

Die Sperrungen könnten bereits in wenigen Stunden aufgehoben werden.

Quelle: Robert Roeske

+++ 16.21 Uhr: Zweite Bombe erfolgreich entschärft +++

Und da ist das Ding – zumindest das zweite Ding des Tages: Auch mit der zweiten einzeln liegenden Bombe hatten die Sprengmeister offenbar wenig Probleme. Der echte Härtetest steht den Experten des KMBD aber noch bevor, denn die zwei letzten Bomben liegen direkt übereinander. Und die Dunkelheit hat ebenfalls bereits eingesetzt, auch wenn die Sprengmeister derzeit bereits im Scheinwerferlicht der extra angeschalteten Halogen-Leuchter stehen.

Momentan wird darüber beraten, wie der Zeitplan für die nächsten Stunden aussieht. Und wann die Anwohner eventuell wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren können.

+++ 16.13 Uhr: Arbeiten an der zweiten Bombe dauern an +++

Die Arbeiten an der zweiten Bombe dauern weiter an. Einen genauen Zeitplan, wann mit der nächsten Entschärfung zu rechnen ist, gibt es bislang nicht. Die Sprengmeister arbeiten jedoch mit Hochdruck an der Unschädlichmachung der verbliebenen drei Blindgänger. Die Anwohner müssen sich also weiter gedulden.

+++ 16.00 Uhr: Notfalls Übernachtungen in der Turnhalle +++

In der Anlaufstelle in Germendorf berät sich das Rescue-Team gerade, wie notfalls die Betreuung in der Turnhalle in der Jean-Clermont-Schule in Sachsenhausen organisiert wird. Sollte die Germendorfer Halle mit Platz für mindestens 200 Leute nicht ausreichen, ist vorgesorgt, auch in Sachsenhausen Menschen unterzubringen. Noch ist die Lage in Germendorf ganz entspannt. Aber so langsam kommen die Leute von der Arbeit zurück.

Familie Wetzke aus Lehnitz mit Enkelsohn Jason beim Kartenspiel in der Germendorfer Mehrzweckhalle

Familie Wetzke aus Lehnitz mit Enkelsohn Jason beim Kartenspiel in der Germendorfer Mehrzweckhalle. Sollten die Entschärfungen bis in die Nacht hinein andauern, könnte die Turnhalle in Sachsenhausen für Übernachtungen geöffnet werden.

Quelle: Robert Roeske

+++ 15.29 Uhr: Verwirrung um erste Entschärfung +++

Wie soeben aus dem Sperrkreis durchgesickert ist, gehörte die erste Bombe offenbar nicht zu dem Bomben-Doppelpack, der als erstes entschärft werden sollte. Zur Info: Zwei der vier Bomben liegen einzeln, zwei direkt übereinander. Mit diesen beiden sollte laut Planung eigentlich begonnen werden, doch wie nun bekannt wurde, haben die Sprengmeister zunächst eine der einzeln liegenden Bomben entschärft. Zu den Gründen gibt es noch keine Infos. Aber vertrauen wir an dieser Stelle einfach mal den Experten...

+++ 15.11 Uhr: Verkehrschaos in der Innenstadt +++

Während die Sprengmeister mit der Entschärfung der zweiten Bombe beschäftigt sind, müssen sich Autofahrer auf einen längeren Heimweg einstellen. Denn durch den Feierabendverkehr können sich die Fahrzeuge in der Innenstadt fast nur noch im Schneckentempo fortbewegen. Geduld ist also gefragt – sowohl auf der Straße als auch bei den Anwohnern der evakuierten Häuser und Wohnungen.

+++ 14.47 Uhr: Erste Bombe erfolgreich entschärft +++

Wie die Stadt soeben vermeldet hat, wurde die erste Bombe erfolgreich entschärft. Die Sprengmeister widmen sich umgehend der zweiten Entschärfung.

+++ 14.40 Uhr: Sprengmeister haben sich noch nicht gemeldet +++

Die Feuerwehr von Oranienburg wird zu einem Einsatz gerufen. Der hat aber offenbar nichts mit der Bombenentschärfung zu tun. Viel mehr handelt es sich um einen Verkehrsunfall mit einer verletzten Person. Ansonsten wartet Stadtbrandmeister Friedmund Duwe mit seinen Leuten genauso wie alle anderen auf eine Nachricht von den Sprengmeistern. In der Feuerwache in der Julius-Leber-Straße sitzt der Einsatzstab.

+++ 13.45 Uhr: Ein Feuerwehrwagen fährt in den Sperrkreis +++

Offenbar tut sich etwas im Sperrkreis. Von der Berliner Straße über die Robert-Koch-Straße fährt ein Mannschaftswagen der Feuerwehr in den Sperrkreis. Was er zu tun hat, ist noch unklar. In der Mittelstraße in Oranienburg erklingen indes Rufe, die erste Bombe sei entschärft. Das kann Ordnungsamtsleiterin Silvia Holm aus der Oranienburger Stadtverwaltung leider nicht bestätigen. Die Sprengmeister sind weiter bei der Arbeit.

Nicht nur auf die Straßen ringsum Lehnitz wurden gesperrt, auch der Kanal wurde abgeriegelt

Nicht nur auf die Straßen ringsum Lehnitz wurden gesperrt, auch der Kanal wurde abgeriegelt.

Quelle: Robert Roeske

+++ 13.11 Uhr: Verkehr in der Kreisstadt weiterhin stockend +++

Es ist keine Überraschung, aber der Verkehr in der Kreisstadt stockt nach wie vor. Während die Sprengmeister noch immer mit der Entschärfung der ersten Bombe beschäftigt sind, brauchen Autofahrer in Oranienburg weiterhin viel Geduld, um von A nach B zu kommen. Daher die Empfehlung: wer nicht unbedingt mit dem Auto in die Innenstadt muss, sollte heute lieber auf das Fahrrad umsteigen. Zumindest so lange, wie die Entschärfungen noch andauern.

+++ 12.39 Uhr: Die erste Entschärfung läuft... +++

Die Arbeiten an der ersten von vier Bombenentschärfungen laufen auf Hochtouren. Noch gibt es keine Entwarnung – und auch kein Zeichen vom KMBD, wann mit der erfolgreichen Entschärfung der ersten Bombe zu rechnen ist. Wir von der MAZ drücken jedenfalls die Daumen, dass es zu keinen Komplikationen kommt und die Sprengmeister (mal wieder) ein ruhiges Händchen beweisen.

+++ 11.42 Uhr: Bürgerservice-Telefon durchgängig erreichbar +++

Das Bürgerservice-Telefon der Stadt ist bis zum Abschluss der Bombenentschärfung unter (03301) 600 900 erreichbar.

+++ 11.01 Uhr: Bahnverkehr stark eingeschränkt +++

Die S-Bahn (S 1) verkehrt nun nur noch zwischen Wannsee und Birkenwerder. Zwischen Birkenwerder und Oranienburg gibt es Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen, die Haltestelle befindet sich vor dem Runge-Gymnasium in der Willy-Brandt-Straße. Der Bahnhof Borgsdorf wird nur von einem separaten Bus von Birkenwerder aus angefahren. Wer von Oranienburg nach Borgsdorf fahren möchte, muss über Birkenwerder fahren – und umgekehrt. Die Regionalbahnen (RE5, RB12 und RB20) zwischen Oranienburg und Berlin sind ebenfalls betroffen. Die Haltestelle für die Busse des Regionalersatzverkehrs befindet sich in der Stralsunder Straße.

+++ 10.18 Uhr: Rückkehr für die Anwohner zeitlich unklar +++

Sollte die Entschärfung am späten Nachmittag noch andauern, wird in der Jean-Clermont-Schule in Sachsenhausen die Turnhalle geöffnet, damit auch dort Menschen aus dem Sperrkreis ein Dach über dem Kopf haben. Wann der technische Einsatzleiter des KMBD, André Müller, Entwarnung geben kann, ist aufgrund der Vielzahl der Entschärfungen schwer einzuschätzen. Wahrscheinlich ist, dass die Anwohner erst am späten Abend oder in der Nacht in ihre Häuser zurückgehen dürfen.

+++ 9.14 Uhr: Betreuung in Germendorf bis Mitternacht +++

In der Hauptanlaufstelle, der Mehrzweckhalle in Germendorf, haben sich etwa 20 Menschen, vor allem ältere, eingefunden. Das International Rescue Team, das die Evakuierten betreut, ist mit einer mobilen Hilfsstelle angerückt, damit Kranke auch liegen können. Das Team ist auf eine Betreuung bis Mitternacht eingestellt.

In der Anlaufstelle in Germendorf bereitet sich das Betreuungsteam gerade auf noch mehr Menschen vor

In der Anlaufstelle in Germendorf bereitet sich das Betreuungsteam gerade auf noch mehr Menschen vor.

Quelle: Robert Roeske

+++ 8.57 Uhr: Einsichtige Autofahrer an den Absperrungen +++

Auch an den Straßensperrungen läuft momentan alles entspannt. An einer Hauptzufahrtsstraße, der Berliner Straße, stehen Kollegen der Polizei aus der Prignitz. Die meisten der Autofahrer seien sehr einsichtig, sagten die Beamten. Allerdings wissen auch viele nicht Bescheid über die Bombenentschärfungen.

An der Berliner Straße muss die Polizei den Autofahrern den Weg weisen

An der Berliner Straße muss die Polizei den Autofahrern den Weg weisen.

Quelle: Robert Roeske

+++ 8.33 Uhr: Schlüsseldienst hilft bei Evakuierung +++

Die Anwohner mussten den Sperrkreis mit einem Radius von 1000 Metern um die Fundstelle am Morgen bis 8.30 Uhr verlassen. Die Evakuierung sei relativ ruhig verlaufen, so Zamecki. Nur zweimal musste der Schlüsseldienst hinzugezogen werden, um Personen aus ihren Häusern zu holen. Etwa 200 Kräfte, darunter 90 Feuerwehrleute, waren zur Kontrolle des Sperrkreises im Einsatz.

+++ 8.13 Uhr: Große Herausforderung für Sprengmeister +++

Bei der Lagebesprechung heute morgen war klar, „dies wird eine große Herausforderung für die Sprengmeister“, so die Stadtsprecherin Susanne Zamecki. Nicht nur die Zahl der Blindgänger macht die Entschärfung problematisch, sondern vor allem die Lage der Bomben sei kritisch. Acht Mitarbeiter des KMBD sind vor Ort, darunter die Sprengmeister André Müller und Heino Borchert.

Von Odin Tietsche und Andrea Kathert

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