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Oberhavel Loch im Wald künstlich angelegt
Lokales Oberhavel Loch im Wald künstlich angelegt
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07:52 28.06.2017
Das Loch im Liebenberger Bruch. Quelle: Stefan Blumberg
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Liebenberg

„Rätsel um großes Loch im Wald bei Liebenberg“ lautete vor vier Wochen eine Schlagzeile in der MAZ. Es gab mehr oder weniger Mutmaßungen, worum es sich bei dem etwa 40 mal 40 Meter großen Loch mit abgeschrägten Kanten zwischen Liebenberg und Neuholland handeln könnte. Die Favoriten: eine künstlich angelegte Tiertränke oder Toteislöcher.

Jetzt meldete sich Thomas Hauptmann aus Liebenberg zu Wort, der ein Büro für archäologische Baugrunduntersuchungen betreibt: „Das ist ein künstlich angelegter Teich. Das ’Liebenberger Bruch’, in dem es sich befindet, ist ein Waldgebiet auf der Niederterrasse beziehungsweise einer Talsandfläche der Havel. Das sind ausgedehnte Schwemmsandablagerungen, die seit der letzten Eiszeit von abschmelzenden Gletscherwässern, aber auch später vom Wasser abgelagert wurden. Die erwähnten Toteislöcher gibt es zwar in Liebenberg in großer Zahl, aber nie in der Niederung, sondern nur auf höher gelegenen Moränenflächen. Sie entstanden durch abgeschmolzene (Tot-)Eisblöcke im Geschiebe und bilden heute kleine Vertiefungen an der Oberfläche.“

Flurstück enthält Bezeichnung „Tiergarten“

Welche Funktion der fragliche Teich einmal hatte, sei noch nicht geklärt. Auf den Karten des späten 19. Jahrhunderts sei dort ein rundlicher Teich zu vermuten. Für das Flurstück gebe es auch die Bezeichnung „Tiergarten“. Hier gab es also anscheinend einmal ein Wildgatter. Heute ist der Teich ziemlich rechteckig und auch daher klar als künstlich zu erkennen. „Ob es eine Viehtränke oder ein Fischteich war, kann man nicht mehr sagen. Leider gibt es zu den Aktivitäten der Liebenberger Gutsherren keine Archivalien – sie sind im Mai 1945 mit dem Gutsarchiv verbrannt. Gut denkbar, dass der Teich schon im 17./18. Jahrhundert bei der Trockenlegung des Haveltales angelegt wurde“, so Thomas Hauptmann. Wolf Jobst zu Hertefeld erwarb Mitte des 17. Jahrhunderts mit dem Gut Liebenberg auch einen großen Teil des Liebenberger Bruches. Er kolonisierte diesen so erfolgreich mit holländischen und niederrheinischen Siedlern, dass der preußische König ihm die Siedlung „Neu-Holland“ im Jahre 1704 wieder abkaufte. Nur einen der über 50 Einzelhöfe konnten die Liebenberger behalten – das heutige Vorwerk Hertefeld, unweit des Bruchwaldes mit dem fraglichen Teich.

Von Stefan Blumberg

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