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Oberhavel Löcherstopfen war gestern
Lokales Oberhavel Löcherstopfen war gestern
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02:18 21.12.2015
Die André-Pican-Straße muss jeden Tag 12 000 Fahrzeuge verkraften. Quelle: Robert Roeske
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Oranienburg

Die Zeiten, wo Straßenarbeiter mit einer Schaufel voller Asphalt die Schlaglöcher stopften, sind zumindest in Oranienburg vorbei. Die Erfahrung habe gezeigt, „ es bringt nichts Klein in Klein zu arbeiten und Löcher zu stopfen“, sagt Baustadtrat Frank Oltersdorf. Die Straßenunterhaltung müsse großflächig betrieben werden. Und so sind in diesem Jahr die Fahrbahnen kompletter Straßen neu asphaltiert worden. Die Bykstraße und die Robert-Koch-Straße wurden durchgängig abgefräst und bekamen einen neuen Belag. Dort, wo die alte Decke nicht abgefräst werden musste, kam wie in der Erich-Mühsam-Straße eine Kaltschicht obendrauf. Die Fahrbahn hält dann trotzdem viel länger, der Unterbau ist geschützt und die Maßnahmen sind effektiver. Anlieger müssen für die Instandhaltung nichts bezahlen.

Die Fahrbahn der Robert-Koch-Straße wurde in diesem Jahr nicht ausgebessert, sondern in einem Zug saniert. Dieses Verfahren hat sich bewährt. Quelle: Robert Roeske

Bei seinem Jahresrückblick kann der Baustadtrat einen Haken machen hinter den Kreisverkehr in der Sachsenhausener Straße, die Martin-Luther-Straße sowie hinter die ersten Bauabschnitte der Mittelstraße, der Jenaer Straße, der Hildburghausener Straße und hinter etliche andere Bauvorhaben. Durch neue Straßenlaternen und neue Leuchten wie in Lehnitz kann die Stadt ordentlich sparen, um das Geld anderweitig einzusetzen.

Das Baugeschehen in Oranienburg in diesem Jahr

Der Ausbau der Martin-Luther-Straße (601 000 Euro) und der Sachsenhausener Straße mit Kreisverkehr (1,5 Millionen Euro) sind die größten Investitionen, die 2015 abgeschlossen wurden. Fertig sind auch die ersten Bauabschnitte der Mittelstraße, der Hildburghausener und der Jenaer Straße.

Für die Straßenunterhaltung (Gehwege, Straßendecken, Schadstellen, unbefestigte Wege) wurden rund eine Millionen Euro ausgegeben. Größere Projekte waren die Erich-Mühsam-Straße, die Robert-Koch-Straße, die Walther-Bothe-Straße.

Für die Straßenbeleuchtung sind 163 neue Lichtpunkte (z. B. Friedrich-Wolf-Straße, Gartenweg, Uferweg)gesetzt worden, das sind 6,7 Kilometer neu beleuchtete Straßen. Von 2011 bis 2014 ist der Energiebedarf im Stadtgebiet pro Lichtpunkt von 342 kWh auf 286 kWh gesenkt worden. Etwa ein Drittel der Straßenlampen sind inzwischen LED-Leuchten.

163 Bäume wurden auf dem städtischen Friedhof und an mehreren Straßen gepflanzt (z. B. 62 Hainbuchen Lutherstraße, zehn Linden Mannheimer Straße).

Auf dem Bötzower Platz wurden Spielgeräte erneuert und neue Spielkombinationen aufgebaut.

Im nächsten Jahr richtet sich das Augenmerk bei der Straßenunterhaltung zunächst auf die André-Pican-Straße. 12 000 Fahrzeuge, die täglich dort langfahren, haben seit den 1990er-Jahren dafür gesorgt, dass der Asphalt viele Risse bekommen hat. Die Deckschicht muss runter, die 1400 Meter lange Straße bekommt neuen Asphalt. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst ist jetzt durch, so dass im Frühjahr die Fahrbahnsanierung erfolgen kann. Mindestens eine Woche, so plant Tiefbauamtsleiter Stephan Bernard, wird die gesamte Picanstraße voll gesperrt sein. Es ist die größte Unterhaltungsmaßnahme im nächsten Jahr.

Auch die Friedrichsthaler können sich 2016 auf eine Fahrbahnsanierung einstellen. Die Friedrichsthaler Chaussee erhält von Oranienburg aus vom zweiten Bahnübergang bis zum Ortseingang Friedrichsthal eine neue Deckschicht.

Vom Bahnübergang bis zum Ortseingang Friedrichtshal wird im nächsten Jahr die Fahrbahn erneuert. Quelle: Robert Roeske

Und nach dem Umzug zur 800-Jahr-Feier starten auch die Arbeiten an der Lehnitzstraße. „Dort bauen wir als Stadt unter der Baulast des Landes“, sagt Oltersdorf. EBO und Stadtwerke werden richtig investieren müssen. Die Maßnahme läuft über zwei Jahre.Von der Krebststraße bis zur Kreuzung Saarlandstraße ist die Lehnitzstraße dann vollkommen neu.

Zwischen Krebststraße und Kreuzung Saarlandstraße ist die Lehnitzstraße in einem schlechten Zustand. In der zweiten Hälfte des nächsten Jahres könnte der Ausbau beginnen. Die Stadt übernimmt die Regie für den Baulastträger, das ist das Land Brandenburg. Quelle: Robert Roeske

Von Andrea Kathert

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