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Oberhavel Löschzwerge versenken die Kartusche
Lokales Oberhavel Löschzwerge versenken die Kartusche
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19:31 08.10.2015
Die Löschzwerge halfen dem Bürgermeister, die Kartusche, die im Boden versenkt wurde, ordentlich zu verschließen. Quelle: Foto: Andrea Kathert
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Germendorf

„Das ist die erste richtige Grundsteinlegung für die Germendorfer Feuerwehr“, strahlte am Donnerstagnachmittag Löschzugführer Cornel Gratz. Bis jetzt hätten die Feuerwehrleute immer nur in Provisorien arbeiten müssen, immer wieder war um- und angebaut worden. Jetzt entsteht am Dorfanger ein neues Haus, das neben den Feuerwehrleuten auch der Dorfjugend und anderen Germendorfern ein Domizil werden soll. Bei solch einem Anlass störte die Feuerwehrleute auch nicht der Dauerregen. „Uns kann nichts umhauen“, lachte Gratz. „So was haben wir doch nur einmal im Leben.“

Vom gleichen Schlag sind schon die kleinen Löschzwerge. Voller Begeisterung gingen sie Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke zur Hand, der die Kartusche für die Grundsteinlegung befüllte.

Nun ist der erste Schritt für das neue Feuerwehrgebäude in Germendorf getan. Der Grundstein ist im Sand versenkt. Jetzt können die Bauleute richtig loslegen. Müssen sie auch, denn im August 2016 soll die Einweihung gefeiert werden.

Es hatte neun Wochen länger gedauert, bis die Bauleute endlich zum Zuge kamen. Denn bis jetzt hatten ihnen die Archäologen den Rang abgelaufen. Deshalb sahen die Gäste am Donnerstag auch ein geteiltes Baufeld. Während auf der einen Seite die Fundamente des Neubaus langsam auszumachen sind, legten auf der anderen Seite Archäologin Andrea Weishaupt mit ihren Kollegen noch immer historische Funde frei. „Hier wird Geschichte neu bestimmt“, sagte der Bürgermeister. Unter den Gästen war auch der Germendorfer Armin Lutz. Er hatte ein Relikt der früheren Geschichte mitgebracht, ein Schwarz-Weiß-Foto, das zeigte, wie auf dem heutigen Baufeld noch der Fahnenappell der Jungpioniere stattfand.

So wertvoll die archäologischen Funde auch sind, der Stadt Oranienburg kommen sie trotzdem teuer zu stehen. Bisher sind die geplanten Kosten schon um 300 000 Euro gestiegen. Etwa 2,4 Millionen Euro werde der Bau nun kosten, meinte der Bürgermeister. „Ende August wollen wir den Neubau einweihen“, so Laesicke. Heidrun Gassan wünscht sich, dass ihr Chef recht behält und hofft, dass bis zum Winter der Rohbau mit Dach und Fenstern steht, „damit wir mit dem Innenausbau weitermachen können.“ Ganz so weit dachte am Donnerstag im Regen noch keiner. Die Feuerwehrleute hatten vorgesorgt und die Festzelte auf dem Dorfanger aufgebaut. Sie luden zu Kaffee und Kuchen, zu Bouletten und Bratwürsten vom Grill ein.

Bald können 48 Aktive, 37 in der Jugendfeuerwehr und 65 Kinder im Minilöschzug ihre Arbeit unter besseren Bedingungen leisten. Das eingeschossige Gebäude gliedert sich in drei Bereiche. Der Fahrzeughalle sind die Umkleiden, die Sanitärbereiche, der Alarmzugang, die Werkstatt und ein Lager zugeordnet. Im zweiten Bereich befinden sich die Schulungsräume für die Feuerwehr, ein Büro und eine Küche. Zum Schulungsbereich gehören im Norden und Westen je eine Übungsfläche. Der dritte Bereich ist der Jugendclub mit Klubraum, Büro und einer überdachten Terrasse.

Ein paar Daten zum Neubau

Die Baugenehmigung für den Neubau, der von der Feuerwehr und dem Jugendclub genutzt werden soll, wurde am 1. Juni 2015 erteilt.

Die archäologischen Grabungen auf dem Baufeld begannen am 30. Juli und dauerten bis jetzt an. Durch die Funde ist es zu einer zeitlichen und kostenmäßigen Verschiebung gekommen.

Bis zum Winter soll der Rohbau stehen. Momentan wird mit einer Investitionssumme von 2,4 Millionen Euro gerechnet. Im August 2016 soll der Bau eingeweiht werden.

Von Andrea Kathert

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