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Löwenberger Land Dem Feuerteufel weiter auf den Pelz rücken
Lokales Oberhavel Löwenberger Land Dem Feuerteufel weiter auf den Pelz rücken
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00:33 19.05.2018
Der Feuerteufel hinterlässt seine Spuren. Quelle: Julian Stähle
Löwenberg

Die Gemeinde Löwenberger Land wird weiterhin 5000 Euro für Hinweise ausloben, die zur Ergreifung des in der Region wütenenden Feuerteufels führen. Darüber herrschte am Dienstagabend bei der Gemeindevertretersitzung Einigkeit. Bürgermeister Bernd-Christian Schneck hatte zuvor bei den Abgeordneten dafür geworben. „Die Brandserie bewegt mich sehr. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr werden übermäßig strapaziert, insbesondere an solch einem Wochenende wie vor anderthalb Wochen. Aber auch in den ganzen Monaten zuvor“, sagte er. „Wir gehen weiterhin von Brandstiftung aus.“ Deshalb der erneute Vorstoß, 5000 Euro bereitzustellen.

Erste Aktion lief Ende 2017 aus

Diesen Anreiz hatte die Gemeinde im Verbund mit der Stadt Liebenwalde bereits im vergangenen gegeben. Damals waren 10 000 Euro zusammengekommen, jede Kommune gab 5000 Euro. Die Aktion lief aber zum Jahresende 2017 aus. Bernd-Christian Schneck: „Das sind befristete Maßnahmen.“

Inzwischen gab es zu dem Thema bereits einen Austausch zwischen dem Liebenwalder Bürgermeister Jörn Lehmann und Bernd-Christian Schneck. „Ich bin ganz klar dafür, dass wir auch wieder 5000 Euro bereitstellen“, sagt das Liebenwalder Stadtoberhaupt. Besprochen werde dies aber erst in der übernächsten Woche im Hauptausschuss. „Ich werde mich dafür stark machen.“

„Wir sollten den Landkreis mit ins Boot holen“

Der Teschendorfer Ortsvorsteher Michael Grüber würde den Kreis der Geldgeber sogar noch erweitern wollen. „Wir sollten den Landkreis mit ins Boot holen, denn der ist auch unmittelbar betroffen“, sagte er. Wenn von dort noch einmal 10 000 Euro kämen, ergebe das eine ansprechende Summe. „Ich würde beim Landkreis einen entsprechenden Antrag stellen.“

Beate Stuht, Geschäftsführerin der Agrar GmbH Grüneberg, kann sich gut vorstellen, „dass sich auch die Unternehmen beteiligen“. Die Agrar GmbH selbst habe auch schon Schaden durch das Feuer erlitten. „Uns geht es zwar nicht gut, aber wir wollen den Täter auch fassen.“ Sie regte zudem an, dass eventuell die Versicherungen gefragt werden, ob sie die Sache ebenfalls unterstützen würden. Die würden auch wollen, dass die Brandserie ein Ende findet.

Viele Kameraden im Einsatz

Nachdem die Aktivität des Feuerteufels im Winter einige Zeit ausgeblieben war, meldete er sich im Frühjahr zurück. Trauriger Höhepunkt war das Wochenende vom 4. bis 6. Mai. Allein fünf Brandherde wurden an jenem Sonntagvormittag im Wald bei Neuendorf entdeckt (Schaden: rund 15 000 Euro). Ein Hubschrauber der Bundespolizei half den Einsatzkräften beim Aufspüren der Unglücksorte und kontrollierte das Waldgebiet aus der Luft. Die freiwilligen Feuerwehren aus Teschendorf, Nassenheide, Falkenthal, Kremmen, Beetz/Sommerfeld, Staffelde/Groß-Ziethen, Sachsenhausen, Germendorf und Liebenwalde sowie die Löschzüge 1 und 2 der Stadt Oranienburg kamen bei den Löscharbeiten zum Einsatz. Bereits am Tag zuvor brannte es auf Neuholländer Territorium.

Der Liebenwalder Bürgermeister Jörn Lehmann: „Für die Kameraden sind die Einsätze bei den Bränden eine Dauerbelastung. Wir können mit dem ausgelobten Geld zumindest einen Anreiz schaffen, um denjenigen oder diejenige aufzuspüren, die uns den Ärger bereiten.“

Von Stefan Blumberg

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