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Löwenberger Land Der Handschlag gilt nach wie vor
Lokales Oberhavel Löwenberger Land Der Handschlag gilt nach wie vor
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07:15 14.10.2018
Mandy Böhme (rechts) hat eine Interessentin für eines der drei Pferde, die sie am Sonnabend in Gutengermendorf dabei hatte. Quelle: Uwe Halling
Gutengermendorf

Dieter Schmidt und seine Frau zogen vergnügt von dannen – sie drei Kartons „Grabower Küsse“ in den Händen, er eine Tüte mit drei Kartons. „Ich brauchte für meine Papageienzucht mal frisches Blut“, sagte der Groß Ziethener. Er fuhr zielgerichtet nach Gutengermendorf, um genau drei Papageien zu kaufen – und hatte Erfolg. Genau das ist Ziel des Pferde- und Hobbymarktes: kaufen und verkaufen, handeln, feilschen, zuschlagen. „Ja, das passiert hier wirklich noch so“, sagt Marktleiter Ralf Brinkmann. „Der Handschlag zählt noch.“ Ganz traditionell.

Handeln, kaufen, verkaufen – das ist das Motto des Tages.

Das sieht auch Mandy Böhme aus Wustermark so, die Landwirtschaft im Nebengewerbe betreibt. Sie war am Sonnabend zum ersten Mal in Gutengermendorf, kennt ein ähnliches Markttreiben eher aus Havelberg. „Ich wollte hierher. Durch meinen Bandscheibenvorfall muss ich meinen Tierbestand reduzieren. Ich habe acht Pferde, Ziegen und Schafe. Ich bin eher ein kleiner Händler. Verkaufe, habe aber auch schon gekauft. Mir macht das ganz großen Spaß.“ Sie erinnert sich an ihren ersten Handel. Da ging es um ein Pferd, welches in die Schlachterei sollte. Der Verkäufer wollte 5000 Euro haben, sie bot 2000 Euro. „Ich war gerade fertig mit meiner Ausbildung. Wir haben drei Wochen gehandelt. Am Ende habe ich meinen Preis durchsetzen können. Das war eine Freude.“ Am Sonnabend hatte sie bis zum Nachmittag ein Kätzchen verkauft. Ihr Gewerbe wird sie zum Jahresende aufgeben – aus gesundheitlichen Gründen, aber auch aus finanziellen: „Die Futterpreise kann man gar nicht mehr bezahlen, gerade nach diesem Hitzesommer.“

Mehr und mehr etablieren möchte sich die „Alte Schmiede Gutengermendorf“. In dem Gemäuer der einstigen Werkstatt, von der noch einige Werkzeuge oder die Esse Zeugnis ablegen, wurde „Gutes aus Gutengermendorf“ angeboten. „Wir haben vieles von dem hier, was in Gutengermendorf hergestellt wird: Liköre, Marmeladen, Wurst, Honig oder Keramik“, sagt Mitbetreiber Christian Kawalla. Künftig könnten es auch Produkte aus der Region sein. Die Anbieter legen wert auf Nachhaltigkeit. So werden zum Beispiel keine Plastikbecher ausgegeben. Zum vierten Mal wurde das Tor der Alten Schmiede anlässlich des Pferdemarktes geöffnet. Es besteht die Idee, die Schmiede künftig wieder mit Leben zu füllen.

Der Ansturm auf Gutengermendorf war am Sonnabend ungebrochen und womöglich rekordverdächtig. Das hervorragende Wetter spielte dabei keine unwesentlich Rolle. Die Blechlawinen schlängelten sich durch den Ort, konnten auf einem der vier Parkplätze sowie mitten im Ort abgestellt werden. Die Organisatoren des Heimatvereins meisterten die Aufgabe, tausenden Gästen und etwa 250 Händlern ein guter Gastgeber zu sein. Ralf Brinkmann: „Wir machen das ja jetzt auch schon 18 Jahre.“

Von Stefan Blumberg

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