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Löwenberger Land Ein Koloss für stabilen Wasserdruck
Lokales Oberhavel Löwenberger Land Ein Koloss für stabilen Wasserdruck
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14:52 26.09.2018
Dieser Koloss wurde extra für das Grüneberger Wasserwerk angefertigt. Am Mittwoch kam er an seinem Zielort an und wurde an den vorgesehenen Standort gesetzt. Quelle: Stefan Blumberg
Grüneberg

Zwei Nächte lang rollte die Fracht von Wiehl aus dem Oberbergischen nach Grüneberg ins Löwenberger Land. Weil der Trinkwasserbehälter samt Druckerhöhungsstation über 15 Meter lang ist, durfte der Lkw nur nachts über die Autobahnen fahren. Am frühen Mittwochmorgen stand das überdimensionale „Rohr“ nach 600 Kilometern Fahrt vorm Wasserwerk Grüneberg. Ein zweites Teilstück (drei Meter lang), welches an die große Konstruktion montiert wird, kam im Laufe des Tages. Mit schwerer Technik wurde der acht Tonnen schwere Behälter von der Ladefläche gehoben, behutsam auf den von der Firma Hoch-Tief-Kulturbau Wusterhausen vorbereiteten Platz hinter das Wasserwerksgebäude gesetzt. In den nächsten Wochen wird das Wasserwerk – so der offizielle Sprachgebrauch – erweitert. Oder: Aus alt mach neu.

Bert Bolsewig, Technischer Leiter beim KVE. . Quelle: Stefan Blumberg

Ziel ist, die in die Jahre gekommene Technik auszutauschen und auf einen zeitgemäßen Standard zu bringen. „Es geht darum, die Einwohner der Region stabil mit Wasser zu versorgen“, sagt Beate Dittmann, kaufmännische Leiterin des Kommunalen Ver- und Entsorgungsbetriebes (KVE) des Löwenberger Landes.

Die beiden neuen Behälter sind jeweils acht Meter lang und haben einen Durchmesser von drei Metern. Sie fassen jeweils 50 Kubikmeter Wasser. Zwischen den Behältern befindet sich die Kammer mit drei Pumpen. Die Kunststoffbehälter und die Kammer sind nach der endgültigen Montage „ein Stück“, sehen aus wie ein langes Rohr (etwa 20 Meter lang), das zu einem Drittel in den Erdboden gelassen wird.

Der Behälter schwebt ein. Quelle: Stefan Blumberg

„Die neue Technik sorgt dafür, dass wir Nassenheide, Teschendorf, Grüneberg, Falkenthal und Neuendorf noch besser mit Wasser versorgen können. Auch Liebenberg“, sagt Diethard Stoyke von Ingenieurbüro Börjes in Oranienburg, das den Umbau geplant hat. Liebenberg war bislang ein Problemkind, da der Ort etwas höher liegt und deshalb in Spitzenzeiten das Wasser nicht mit dem gewünschten Druck (4 bis 4,5 bar) ankam. „Aber jetzt haben wir eine große Versorgungssicherheit“, so Diethard Stoyke. Für einen größeren Bedarf an Wasser (Zuzug, Gewerbeansiedlung) sei das Wasserwerk gewappnet, auch eine Erweiterung wäre möglich.

In den nächsten Wochen wird die neue Technik so weit vorbereitet, dass sie ins Netz integriert werden kann. Die Firma MBA-Anlagenbau wird diese Arbeiten übernehmen. „Für die Zeit der Umrüstung werden wir eine provisorische Wasserversorgung haben. Der Verbraucher wird davon nichts mitbekommen", sagt Bauleiter Mario Mohnke. Zu den Änderungen gehört auch die Erneuerung des Innenlebens des Wasserwerkes. So werden die alten Stahlleitungen durch Edelstahlleitungen ersetzt. „Vor Weihnachten soll das Wasser durch die neuen Leitungen und Behälter fließen“, sagt Diethard Stoyke.

Expertenrunde. Quelle: Stefan Blumberg

Der KVE lässt sich das alles etwa 455 000 Euro kosten und hofft, dass die Behälter mindestens 50, wenn nicht sogar 100 Jahre halten. In der Summe enthalten sind auch Kosten für die Gestaltung der Fläche um die neuen Behälter herum. Auflage ist, dass auf 1005 Quadratmetern als Ausgleich autochthone (heimische) Gräser wachsen sollen. Das Intensiv-Grasland sei in Extensiv-Grünland umzuwandeln.

Im Bereich des Kommunalen Ver- und Entsorgungsbetriebes sind die großen (Erst-)Investitionen bereits seit 2016 durch. „Jetzt geht es nur noch um Optimierung, Sanierung und Erweiterung“, so Beate Dittmann.

Von Stefan Blumberg

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