Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Löwenberger Land Fest steht: Der Wolf war es nicht
Lokales Oberhavel Löwenberger Land Fest steht: Der Wolf war es nicht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:35 01.06.2018
Das auf einer Rinderweide in Teschendorf gefundene Kalb. Quelle: privat
Teschendorf/Potsdam

Landwirt Manfred Schock, der in der vergangenen Woche eines seiner Zuchtmastkälber tot und angefressen auf der Weide fand, wird wohl keine Entschädigung für Wolfsrisse bekommen. Nach einer veterinärpathologischen Untersuchung steht fest, dass der Wolf nicht den Tod des Tieres verursacht hat. Darüber informierte Pressereferent Thomas Frey vom Landesamt für Umwelt (LfU) auf MAZ-Nachfrage.

Da durch den Rissgutachter vor Ort die Todesursache nicht eindeutig ermittelt werden konnte, waren die Reste des neugeborenen Kalbes dem Landeslabor Berlin-Brandenburg übergeben worden, so Frey. Das Untersuchungsergebnis sei in dieser Woche vorgelegt worden.

„Die Gutachter konnten an den eingesandten Tierkörperteilen keine intravitalen, also während des Lebens zustande gekommen, Verletzungen nachweisen“, sagt der Pressesprecher. Die inneren Organe der Brust-, Bauch- und Beckenhöhle seien nicht mehr vorhanden gewesen. Sie waren laut Gutachten nach dem Tod des Kalbes aufgefressen worden. „Tötungsverletzungen im Kopf- oder Halsbereich, welche bei einem Riss zu erwarten wären, waren nicht vorhanden“, sagte Thomas Frey. Das Muster entspreche dem Verhalten kleiner Vögel wie zum Beispiel Krähen. „Der Verdacht, der Wolf sei der Verursacher, hat sich somit nicht bestätigt“, fasst der Pressesprecher das Ergebnis zusammen. Die geäußerten Zweifel einiger MAZ-Leser haben sich somit als richtig erwiesen.

Damwildriss auf Gelände der Kiesgrube in Teschendorf/Neuendorf. Quelle: privat

Anders als Nutztiere, würden gerissene Wildtiere vom Landesumweltamt nicht weiter untersucht, informierte Thomas Frey: „Hier muss es bei der Einschätzung bleiben, zu welcher der Wolfsbeauftragter bei der Inaugenscheinnahme gekommen ist.“ Im Fall der auf dem Gelände der Kiesgrube in Teschendorf gefundenen Damhirschkuh kam der Wolfsbeauftragte Robert Franck aus Rheinsberg zu dem Ergebnis, dass dieser Riss „auf den ersten Blick wolfstypisch“ aussehe. Hier war der typische Kehlbiss zu sehen. Dieser Kadaver, der sich in einem Nebenbereich des Betriebsgeländes befand, wurde übrigens dem weiteren Kreislauf der Natur überlassen.

Von Helge Treichel

Erneut brannte es Montagabend bei Nassenheide: Diesmal standen rund 200 Quadratmeter Waldboden am Ortstausgang nahe der B96 in Flammen.

29.05.2018

Gleich zwei Mal krachte es am Freitag auf der B96 bei Löwenberg im Baustellenbereich, als aufgrund fehlenden Sicherheitsabstand zwei Pkw-Fahrer nicht mehr rechtzeitig abbremsen konnten und auffuhren.

28.05.2018

Im Nebenbereich eines Kieswerkes in Teschendorf wurde am Donnerstag von Mitarbeitern der Sand- und Kies Union der Kadaver einer gerissenen Damhirschkuh gefunden. Ein Kehlbiss lässt auf einen Wolf als Jäger schließen. In der Gemeinde Löwenberger Land nimmt man den Vorfall ernst.

28.05.2018