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Löwenberger Land Über den Wolf ins Gespräch kommen
Lokales Oberhavel Löwenberger Land Über den Wolf ins Gespräch kommen
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19:13 07.03.2019
Am Wolf und dessen Rückkehr in die Wälder der Mark erhitzen sich die Gemüter vieler Menschen. Quelle: Peter Geisler
Häsen

Unnötigen Schaden und Rufschädigung vermeiden, bevor sie entstehen – das passt zu einigen Themen der heutigen Zeit. Aktuell in Brandenburg auch zum Wolf, dem Raubtier, dass nach vielen Jahrzehnten der durch Menschen verursachten Abwesenheit wieder heimisch geworden ist.

Etliche Risse im Löwenberger Land

Der Landkreis Oberhavel macht da keine Ausnahme. Vor allem im Löwenberger Land kam es in der jüngeren Vergangenheit zum Fund von Rissen, die dem Wolf zugeschrieben wurden. Und „immer häufiger treffen diese Nachrichten über den ’bösen Wolf’ auf Unwissenheit und Effekthascherei“, so die Erfahrung von Rainer Richter. Er lebt im Löwenberger Land zwischen den Ortsteilen Häsen und Klevesche Häuser. Zusammen mit Matthias Stadecke aus Bersdorf, Peter Mancke vom Tierpark Kunsterspring und einigen anderen hatte er die Thematik Wolf schon länger verfolgt.

Von der Resonanz überrascht

Vor einem halben Jahr wurde die Interessengemeinschaft (IG) Wolf gegründet. Die lud am vergangenen Mittwochabend in den Häsener Kornspeicher zum Austausch. „Von der Resonanz waren wir echt überrascht“, so Richter danach. Rund 50 Leute, Betroffene und solche, die einfach Interesse am größten heimischen Raubtier haben, waren gekommen. Vertreter der Viehhalter, der Agrar-Landwirte und der Jägerschaft waren unter den Besuchern. Und natürlich stellte sich schnell heraus, dass jeder von ihnen auf andere Art und Weise mit dem Wolf umgeht und auch umgehen muss. So ist ein Schafhalter eher mit den Folgen der Wiederansiedlung konfrontiert als ein Landwirt, der Mais und Weizen anbaut. Es sei aber auch gar nicht darum gegangen, an diesem Abend Lösungen herauszuarbeiten. „Wir wollten, dass die Menschen ins Gespräch kommen und eine Plattform schaffen, auf der Vorurteile ausgemerzt werden können“, so Richter.

Bedenken konnten abgebaut werden

Und das, so sein Fazit, sei gelungen. Nach dem eigentlichen Teil, bei dem es stellenweise auch „hoch her und ziemlich laut“ zu- ging, wurde es in den anschließenden Diskussionen wesentlich ruhiger und sachlicher. Besonders freute die Initiatoren der Interessengemeinschaft, dass speziell die Besucher, die sich etwa um ihre Enkel sorgten, den Abend deutlich entspannter verlassen haben. „Da haben wir wirklich Bedenken abbauen können“, so Richter.

Weiteres Treffen mit dem Wolfsbeauftragten

Ein weiteres Treffen zum Thema Wolf soll es am ersten Mittwoch im Juni geben, wieder im Kornspeicher in Häsen. Dazu sollen auch Wolfsbeauftragte oder Mitarbeiter vom Lupus-Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland eingeladen werden.

Wer Interesse an einem Austausch um und über den Wolf hat, kann sich an Rainer Richter unter 033084/50 06 86 wenden.

Von Björn Bethe

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