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Löwenberger Land Junge Dame mit flottem Schnitt
Lokales Oberhavel Löwenberger Land Junge Dame mit flottem Schnitt
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00:34 20.05.2018
Michelle Radke ist Azubi des Monats Mai 2018; Ralph Bührig von der Handwerkskammer und ihre Chefin Ina Ludwig gratulieren. Quelle: Stefan Blumberg
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Löwenberg

Die ersten „Kunden“ waren Barbies, denen sie die Haare schnitt und sie in Form brachte. Das ist schon einige Zeit her. Seit zwei Jahren frisiert Michelle Radke „richtigen Kunden“ die Haare. Und zwar hervorragend. So gut, dass die 18-Jährige am Donnerstag von der Handwerkskammer Potsdam zur „Azubi des Monats Mai 2018“ ausgezeichnet wurde. Mit einem strahlenden Lächeln nahm sie die Ehrung von Ralph Bührig, dem Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Potsdam, entgegen.

Innerhalb von zwei Tagen war Ausbildungsvertrag unterschrieben

Ihre Chefin Ina Ludwig vom Löwenberger Salon „IL-Friseure“ schlug ihre Auszubildende vor, weil sie so begeistert von der jungen Dame im zweiten Lehrjahr ist. Talentiert, aufmerksam, freundlich, sympathisch sind nur einige Beschreibungen von Ina Ludwig. Es passte offenbar von Anfang an. Vor zwei Jahren tauchte Michelle Radke im Salon auf, die Bewerbungsmappe unterm Arm und mit dem Willen, eine Ausbildung zu beginnen. Es war ihre erste Bewerbung, zwei Tage später wurde der Ausbildungsvertrag unterschrieben. „Ich bin sehr froh, hier lernen zu dürfen. Es ist ein tolles Team, mir macht die Arbeit Spaß“, sagt die junge Dame.

Jetzt, nach zwei Jahren, hat sie längst einen Namen. Es gebe Kunden, die nur von ihr die Haare gemacht haben wollen, so ihre Chefin. Das hat mit perfekten Schnitten und womöglich auch mit der Kopfmassage zu tun, die im Preis (ab 15 Euro) inbegriffen ist. „Die mache ich sehr gern“, so Michelle Radke. „Da hat sie eine außergewöhnliche Gabe“, zollt ihr die Chefin – sie ist zudem Obermeisterin im Kreis Oberhavel – Respekt. Das könne man nicht lernen, das hat man oder hat man nicht. Bei ihr erhalten die Kunden eine Auszeit. „Sie ist eine Macherin, sie saugt das Wissen auf, sie bringt Leidenschaft für den Beruf mit, sie ist eine der besten Azubinen, die ich je hatte“, schwärmt die Saloninhaberin über Michelle Radke, der Männerfrisuren und Haare färben besonders liegen.

Warten auf die Gesellenprüfung

Für Michelle Radke sei es einfacher, nach den Wünschen der Kunden zu arbeiten als selbst Frisuren zu kreieren. „Da weiß man nicht, ob es den Kunden dann gefällt.“ Wenn die Herausforderungen größer werden, scheut sie sich nicht, ihre Chefin zu fragen, wie sie was machen muss. „Aber ganz oft trifft sie die richtigen Entscheidungen“, so die Salon-Inhaberin.

Michelle Radke kommt aus Linde. Den Weg zur Arbeit  legt sie mit dem Rad zurück. Zu Hause sind noch drei kleinere Geschwister. Und wenn sie nicht mit Schere, Kamm oder Haarfarbe hantiert, dann ist sie oft auf dem Pferdehof in Linde zu finden. Aus dem Grund wollte sie beruflich ursprünglich „irgendwas mit Tieren“ machen. Aber davon nahm sie Abstand. So entschied sie sich für die handwerkliche Ausbildung – und hat es bis heute nicht bereut. „Wenn ich im nächsten Jahr die Ausbildung beendet habe, würde ich gern hier bleiben, wenn ich darf.“ Diesen Wunsch wird ihr Ina Ludwig liebendgern erfüllen. Am Donnerstag versprach sie: „Ich warte schon auf dich!“

Von Stefan Blumberg

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