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Löwenberger Land RB 12: Schienenersatzverkehr verlängert
Lokales Oberhavel Löwenberger Land RB 12: Schienenersatzverkehr verlängert
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01:16 13.08.2018
Die Bauarbeiten zwischen Oranienburg und Nassenheide sind immer noch im Gange. Quelle: FOTOS: Robert Roeske
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Löwenberg/Oranienburg

Die Nutzer der Regionalbahn 12 müssen sich offensichtlich länger als geplant auf Unannehmlichkeiten einstellen. Auf dem Bahnabschnitt zwischen Oranienburg und Löwenberg solle weiterhin Schienenersatzverkehr bestehen. Eine offizielle Bestätigung der Deutschen Bahn gab es auf Nachfrage der Märkischen Allgemeinen am Freitag noch nicht. Allerdings erteilten Mitarbeiter der Niederbarnimer Eisenbahn, die die Strecke bedient, Auskünfte, wonach sich die Baumaßnahme voraussichtlich bis zum 20. Oktober 2018 verlängert. Ursprünglich sollte der Abschnitt zwischen Oranienburg und Löwenberg Ende August wieder gänzlich befahrbar sein.

Nur zwei Züge am Tag

Seit dem 22. Mai 2017 ist der Bahnverkehr wegen der Bauarbeiten an den Gleisen im Bereich Nassenheide eingeschränkt. Seitdem ist der Zugverkehr zwischen Löwenberg (Mark) und Oranienburg für die RB 12 weitgehend unterbrochen. Lediglich zwei Zugpaare fahren am Tag – je ein Zug je Richtung früh und abends. Zwischen Löwenberg (Mark) und Oranienburg pendeln Busse von verschiedenen Unternehmen im Ersatzverkehr.

Fahrgäste, die aus dem Norden Brandenburgs nach Berlin und zurück wollen, müssen seit einem guten Jahr in den sauren Apfel beißen und mit längeren Fahrzeiten leben. Der Regionalexpress (mit Halt in Löwenberg/Mark) fährt weitestgehend normal, die Regionalbahn hingegen nicht. Davon betroffen sind insbesondere die Bahnfahrer, die in Grüneberg,  Nassenheide und Sachsenhausen zusteigen wollen. Sie müssen alle mit dem Schienenersatzverkehr fahren,  um einen Anschluss in Oranienburg zu bekommen oder nach Hause zu fahren.

„Ich bin froh, wenn es zu Ende ist“

Tony Sieg aus Grüneberg ist einer, der auf die Bahn (und seit einem Jahr auf den Bus des Schienenersatzverkehrs) angewiesen ist. „Ich bin froh, wenn es zu Ende ist. Bei mir ist es so, dass ich extra meine Schichten verschieben muss, damit ich pünktlich auf der Arbeit bin. Deshalb mache ich immer Spätdienst. Frühmorgens käme ich vier Minuten zu spät, also müsste ich noch eine Stunde früher fahren“, beklagt der junge Mann, der gerade eine Ausbildung zum Kaufmann absolviert. Und der Weg zurück nach Hause sei auch beschwerlich, weil er von Berlin-Tegel etwa zwei Stunden braucht anstatt eine gute Stunde. „Ich mache drei Kreuze, wenn das alles vorbei ist.“

Im Rahmen der Bauarbeiten an der gesamten Strecke Berlin-Rostock werden der Ober- und Unterbau für die Gleise sowie zahlreiche Brücken, Durchlässe und die Oberleitung erneuert. Die 25 bestehenden, teilweise historischen Stellwerke entlang der Strecke werden durch 19 moderne Elektronische Stellwerke ersetzt. Außerdem erhalten 15 Bahnhöfe und Verkehrsstationen ein modernes Erscheinungsbild und werden barrierefrei gestaltet, darunter Löwenberg (Mark).

Die Arbeiten werden seit 2005 abschnittsweise durchgeführt und werden voraussichtlich 2027 abgeschlossen.

Von Stefan Blumberg

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