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Löwenberger Land Schlammschlacht beim Stoppelrennen
Lokales Oberhavel Löwenberger Land Schlammschlacht beim Stoppelrennen
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01:16 12.09.2018
Zum 25. Stoppelrennen in Teschendorf warten die Schrauber mit bis zu 300 PS auf. Quelle: Uwe Halling
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Teschendorf

Schon von Weitem sind die aufheulenden Motoren zu hören. Schritt für Schritt bahnen sich die Massen ihren Weg vom übervollen Parkplatz an Teschendorfs Ortsausgang zum 25. Stoppelrennen des Motorsportvereins Teschendorf.

Der abgesperrte Zuschauerbereich gleicht einem Festivalgelände: Rockige Rennfahrerfans tanzen und feiern jenseits des idyllischen Teschendorfs. Das Rennen bedient alle Klischees einer PS-starken Veranstaltung – im positiven Sinne.

Nur Vereinsmitglieder dürfen fahren

Die adrenalisierten Männer warten schon hinter der Startlinie. Aus Sicherheitsgründen ist das Publikum von der Rennbahn durch eine LKW-Reifenmauer abgetrennt.

Und dann geht´s los. Horst Krüger – „Man nennt mich den Starter“ – hisst die schwarz-weiße Flagge und die erste Viererriege tritt ins Gaspedal. Die Reifen bohren sich durch den Sand. Die Zuschauer jubeln.

30 Fahrzeuge gehen ins Rennen. „Für viel mehr reicht der Platz auch nicht aus“, sagt Harald Viet, der Vereinsvorsitzende.

30 Wagen starten in Dreier-und Viererriegen, um sich mit ihren Mitfahrern zu duellieren. Sehen Sie hier die actionreichsten Momente des Wochenendes.

Schrauber André Storch aus Sachsenhausen

Einer, der sich den raren Platz im Verein – und damit die Teilnahme bei den Stoppelrennen – schon lange gesichert hat, ist André Storch aus Sachsenhausen. Seit acht Jahren tunt er schrottreife Wagen für ein vermeintlich letztes glorreiches Rennen auf dem Stoppelfeld.

In diesem Jahr hat er zwei seiner treuesten Begleiter dabei: Den zwei-Liter-Turbo-Passat und einen Audi 100, beide mit Allradantrieb. Das heißt: Kein Durchdrehen der Räder beim Start.

Dem gekonnt getunten Passat entlockt Storch nun knapp 300 PS, mit denen er das Rennen dominiert. „Schneller fahren, darum gehts. Ich fahre, um zu gewinnen, auch wenn es keine Siegerehrung gibt“, sagt der ambitionierte 48-Jährige.

VW Bus für Kinder

Ohne Rücksicht auf Verluste fährt Storch aber nur ohne Mitfahrer. Für die Kinderrunden, die jedes Jahr in den Rennpausen angeboten werden, hat er einem VW T4-Bus das Dach abgesägt.

„So können die Kinder während der Fahrt die Aussicht genießen und ihren Familien winken, da freuen sie sich.“

Männer im Monokini

Auch für die Damen gibt es ein Highlight: Die beiden Vereinsmitglieder Chris Nehls und Florian Meyer liefern sich in Monokinis eine ausdauernde Schlammschlacht, um Spenden zu sammeln. „Ich hab noch nie so viele Damen gleichzeitig ihre Handys zücken sehen“, witzelt Harald Viet.

Stimmungsvoller Ausklang

Nach den Rennen verwandelt sich das „Festivalgelände“ in einen Open-Air-Club. Die Motorsportler tauschen sich aber lieber in einer ruhigeren Ecke über ihre Schraubererfahrungen aus.

Dabei bedankt sich Harald Viet bei dem Bauern, der die Rennen ermöglicht: „Toralf Mieth stellt uns seit 25 Jahren sein Stoppelfeld zur Verfügung.“

Von Josefine Kühnel

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