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Löwenberger Land Trotz ähnlicher Ziele herrscht keine Einigkeit
Lokales Oberhavel Löwenberger Land Trotz ähnlicher Ziele herrscht keine Einigkeit
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17:20 07.11.2018
Der Saal des Gästehauses in Neuendorf war am Dienstagabend zum Forum der Wählergruppe Neuendorfer Runde gut gefüllt. Quelle: Enrico Kugler
Neuendorf

In Neuendorf wird am Sonntag ein neuer Ortsbeirat gewählt. Im Vorfeld haben sich dafür zwei Wählergruppen gebildet – die Neuendorfer Runde und die Wählergruppe Forst, Feuerwehr und Natur. Erstere hatte am Dienstagabend in das örtliche Gästehaus gebeten, damit sich die Kandidaten dort noch einmal vorstellen und mit Einwohnern – rund 80 waren erschienen – ins Gespräch kommen können. Eingeladen waren auch die Kandidaten der anderen Wählergruppe. Gekommen waren Werner Schulz und Reinhard Krüger.

Peter Hofmann, Gudrun Pfister, Bernd Schreiber und Udo Schulz, die allesamt für die Wählergruppe Neuendorfer Runde ins Rennen gehen, hatten vereint im Präsidium Platz genommen und erläuterten zunächst, wie sie zu Kandidaten für die Ortsbeiratswahl geworden waren. Wie es hieß, war per Postwurfsendung zur Bildung der Wählergruppe Neuendorfer Runde eingeladen worden. Dort hätten dann die genannten vier Kandidaten in geheimer Wahl die meisten Stimmen erhalten.

Gegen Windräder und Deponie für Bauschutt

Während der Vorstellungsrunde und auch im Verlauf der Diskussion wurde schnell deutlich, was sich die Neuendorfer Runde mit Blick auf die Ortsbeiratswahl auf die Fahnen geschrieben hat. Mehr als einmal wurde betont, dass man sowohl Windräder im Neuendorfer Wald verhindern wolle als auch die Errichtung einer Deponie für Bauschutt in einer ehemaligen örtlichen Kiesgrube. Die Neuendorfer Runde ist zudem gegen eine neue B-96-Trasse am nord-östlichen Ortrand. Diese Ziele decken sich zweifelsohne mit denen der Bürgerinitiative „Neuendorfer Wald“ und sind, wie zu hören war, mit dem identisch, wofür auch die Wählergruppe Forst, Feuerwehr eintritt. Etliche Neuendorfer fragen sich deshalb, warum es dennoch zwei Wählergruppen gibt, die getrennt voneinander zur Wahl antreten.

Die teilweise recht emotional geführte Diskussion am Dienstagabend machte deutlich, dass beide Wählergruppen offensichtlich andere Vorstellungen haben, wie ihre Ziele verwirklicht werden können. Während die Neuendorfer Runde verstärkt darauf setzt, ihre Vorstellungen und Ziele für den Ort mit Briefen und Stellungnahmen an Landes- und Bundespolitiker deutlich zu machen und zu unterstreichen, setzt die Wählergruppe Forst, Feuerwehr und Natur diesbezüglich mehr auf die Tätigkeit der Gemeindeverwaltung des Löwenberger Landes.

Kein Ziehen an einem Strang

Zudem legte die Debatte im Gästehaus offen, dass auch zwischenmenschliche Befindlichkeiten der Kandidaten untereinander belastet sind und das Ziehen an einem Strang verhindern. Das betrifft zum Beispiel Peter Hofmann und Werner Schulz. Beide waren Mitglieder des vorerst letzten Neuendorfer Ortsbeirates, der aufhörte zu existieren, als Werner Schulz kund tat, wegen unüberbrückbarer Differenzen mit Peter Hofmann vom Posten des Ortsvorstehers zurückzutreten. Peter Hofmann seinerseits bedauerte es am Dienstagabend, wie er sagte, Werner Schulz nicht mehr ernst nehmen zu können.

Eine Mehrheit der Neuendorfer, das bewies kräftiger Applaus aus den Zuhörerreihen, wünscht sich wieder einen Ortsbeirat, damit die Meinung der Einwohner zu den Entwicklungsperspektiven des rund 250-Seelen-Ortes wieder Stimme und Gesicht bekommt. Im Mittelpunkt der Arbeit dieses Gremiums sollten dann jedoch Sachfragen und keine persönlichen Differenzen oder gar Diffamierungen stehen.

Von Bert Wittke

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