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Oberhavel Louise-Förderpreis verliehen
Lokales Oberhavel Louise-Förderpreis verliehen
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03:25 19.06.2016
Die Moderatoren des Galaabends Robert Tiesler (links) und Daniel Langhoff mit der Preisträgerin 2016 Marie Uhlmann (Mitte). Quelle: Foto: Gawande
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Oranienburg

„Wie soll man sich nach einer Preisverleihung schon fühlen? Ausgezeichnet.“ Mit diesen Worten des Kabarettisten Dieter Hildebrandt schloss Marie Uhlmann, die am Mittwochabend mit der „Louise“, dem Louise-Henriette Förderpreis geehrt worden ist, ihre kleine Dankesrede. Mutter Kerstin Uhlmann standen Tränen in den Augen. „Ich bin stolz.“

Dabei hatte die 18-jährige Marie gar nicht mit der Auszeichnung gerechnet, verrät sie. „ Es sind so viele großartige Leute. Mir wäre es lieber gewesen, der Preis wäre gesplittet worden.“Mit vier Mitschülerinnen des Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasiums (LHG) war sie für den mit 200 Euro dotierten Preis des Fördervereins der Schule nominiert gewesen. Erstmals hatte man in diesem Jahr die seit 1997 geltenden Verleihungsregeln geändert und alle Schüler, nicht wie bisher nur Abiturienten, zur Nominierung für den Preis zugelassen.

Großes Lob für diese Entscheidung des Fördervereins kam von Schulleiterin Gabriele Schiebe: „Der Preis soll Ansporn und Anerkennung sein.“ Jeder, der das Schulleben bereichere, bekäme so eine Chance, erklärte sie in ihrer Rede auf dem Galaabend, der ebenfalls für die Preisverleihung neu ins Leben gerufen worden war.

So dankte Lehrer Achim Dawid Frederike Abraham (12.Klasse) für ihre Mitarbeit am Karlinchen-Projekt der Toleranz AG und für ihren Schulzeitungsbeitrag zum Thema Flüchtlinge, der zeige, dass das LHG tolerant und weltoffen sei.

Die Laudatio für die Zehntklässlerin Polina Isakov wurde von Andre Godomski vorgetragen, der besonders Polinas hilfsbereite Art und ihr Engagement bei schulischen Kultur- und Sportveranstaltungen hervorhob. „Sie hilft gern, auch beim Tag der offenen Tür. 40 Prozent der neuen Siebtklässler gehen wohl auf ihr Konto.“ Gelächter.
Jede der fünf Nominierten bekam einen Blumenstrauß und durfte den launigen Moderatoren Daniel Langhoff und Robert Tiesler, Rede und Antwort stehen. Beide sind ehemalige Abiturienten des LHG und im Förderverein aktiv. Durch musikalische Beiträge, wie ein Frühlingsterzett von Lehrerinnen, einen sehenswerten Schülerfilm zum Thema „Multikulti“ und das kurzweilige Theaterstück „Schultelefonseelsorge“ wurde es ein abwechslungsreicher Abend.

An dem, als einziger Schüler,Tobias Busse eine Lobrede halten durfte. Für Annalena Knoll (12.Klasse), die bescheiden, aber immer engagiert sich für andere einsetze. Ob für Mitschüler, für Flüchtlinge oder in der Kirche, wo sie eine Teamer-Ausbildung absolviert habe. Für Minh Anh Nguyen war Manuela Möhring-Vollmer voll des Lobes. „Sie verzaubert uns mit ihrer Stimme.“ Und mache so die Schule zu einem besonderen Platz. „Ich bin stolz nominiert zu sein und froh Teil der Schule zu sein“, erklärte die Zehntklässlerin.

Die Laudatio für Siegerin Marie Uhlmann hielt Thorsten Dietze, der besonders das Engagement der Abiturientin hervorhob. Egal ob Toleranz AG, Catering bei Veranstaltungen, Abikomitee. Dietze: „Marie bot immer ihre Hilfe an.“

Die Schülerin, die nun in Rostock Medizin studieren will, hat zudem in der Schule den Ruf eines rettenden Engels. Nach einer Projektwoche, bei der die Arbeit des Roten Kreuzes vorgestellt worden war, sei ihr Herz dort hängengeblieben, so Marie. Sogar zur Abschlussfahrt nach London hatte sie ihren Erste-Hilfe-Koffer im Gepäck: „Es passiert immer irgendwas.“ So waren Durchfall und Übelkeit bei ihren Mitschülern kein Problem.

Für das Gymnasium fand die Preisträgerin nur gute Worte: „Ich bin hier gerne zur Schule gegangen. Die Schule ist offen, freundlich und jeder kann besonders sein.“ Der größte Dank aber gebühre ihrer Familie, die stets für sie da sei. Inklusive Fahrdiensten.

Von Ulrike Gawande

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