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Oberhavel Lust auf Farbe
Lokales Oberhavel Lust auf Farbe
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00:19 23.06.2017
Martina Thomä an ihrem Arbeitsplatz im Souterrain ihres Hauses in Velten. Früher drehten hier auf den Tischplatten Modellbahnen ihre Runden. Quelle: Foto: Gawande
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Velten

„Sturmflut am Atlantik“, so heißt ein beeindruckendes Bild von Martina Thomä, gemalt mit Acylfarbe und gestaltet durch Strukturpaste. Als Inspiration für das in Grautönen gehaltene Bild diente der Veltenerin ein schlichtes Zeitungsfoto.

Sie greife gern Dinge auf, um aus ihnen etwas Eigenes zu gestalten, erzählt die studierte Diplompädagogin und ausgebildete Programmiererin. Egal ob aus Zeitungsfotos oder Bildschnipseln eines Kalenders mit Motiven von Paul Cezanne. 2003 entstanden Thomäs ersten Acrylbilder unter dem Motto „Lust auf Farbe“. „Eine Freundin malte mit Acryl, das hat mich so begeistert, dass ich sofort loszog und mir Farben und Leinwand besorgte“, lacht die zierliche 58-Jährige, die seit 1996 in der Ofenstadt lebt. Doch schon während ihrer Jugend, die sie im westfälischen Bad Salzuflen verbrachte, und während ihres Studiums in Münster, spielte Kunst eine große Rolle in ihrem Leben. Damals zeichnete sie jedoch vor allem mit Bleistift und Kohle.

Heute reicht die künstlerische Bandbreite der Mutter zweier erwachsener Söhne von abstrakt bis gegenständlich, je nach Gemütslage, und von Tusche über Drucktechniken, Aquarellfarben bis Öl. Gern vermischt die passionierte Leserin auch Kunstformen und Techniken. Besonders das Malen mit Kreide, gerne in der Kombination mit Tusche, ist zu ihrer Passion geworden. „Mir gefällt an Kreide das haptische Arbeiten und die Vielfalt der Farben.“ Sie gestaltet Stillleben, Landschaften und abstrakte Motive.

Seit 2004 gehört sie zur Malschule von Susanne Pomerance aus Birkenwerder. „Wir sind eine heterogene Gruppe von sechs Künstlern“, so Thomä, die ihre Leidenschaft für die Kunst ungern als Hobby bezeichnet. Es sei mittlerweile deutlich mehr. So kann sie nicht nur auf zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im Landkreis verweisen, sondern sie absolviert zudem als Gasthörerin ein Kunstgeschichtsstudium an der Freien Universität Berlin. In den 60 Stunden des Semesters stehen Museumsbesuche ebenso auf dem Stundenplan wie theoretische Vorlesungen.

Besonders die abstrakte Malerei von August Macke und Paul Klee begeistert Thomä, die seit 1997 außerdem im Ökumenischen Chor Velten singt. Im Chor schätzt sie neben dem künstlerischen Anspruch die Gemeinschaft. Daher stieß der im Januar 2017 gegründete Künstlertreff Velten bei ihr auf offene Ohren. „Das ist eine gute Idee. ich war erstaunt, wie viele Künstler es in Velten gibt.“ So freut sich Thomä auf die erste Gemeinschaftsausstellung des Künstlertreffs, bevor sie vom 12. Juli bis 26. Oktober ihre Einzelausstellung „Abstand“ im Bürgerhaus Velten eröffnen wird.

Von Ulrike Gawande

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