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Oberhavel Luther in Oranienburg
Lokales Oberhavel Luther in Oranienburg
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22:30 27.04.2014
Büste von Martin Luther. Quelle: Fritz-Hermann Köser
Oranienburg

Wieland Förster und Oranienburg, das war nicht unbedingt Liebe auf den ersten Blick. Düster war die Stadt zu DDR-Zeiten, wenn er mit "fünf Westmark und schlechtem Gewissen zum Intershop fuhr", erinnert sich der Künstler. Manchmal dachte ich, ich werde hier noch ausgeraubt, witzelt der ältere Herr.

Der Künstler und Bildhauer sitzt bequem in einem Stuhl und blickt zufrieden in den Raum. Hier, im Oranienburger Amtshauptmannshaus, hat die Stadt ihm zu Ehren ein Zimmer eingerichtet. Im Schloss selber gab es keinen adäquaten Raum, so Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke. Aber zum Glück in dem nach dem Schloss ältesten Haus Oranienburgs. "Ein würdiger Ort für einen weltbekannten Künstler", so der Bürgermeister weiter. Mehrere Skulpturen, darunter eine Büste von Martin Luther, sowie Skizzen, Fotos und Plakate werden hier gezeigt. Interessierte können nach Anmeldung bei der örtlichen Touristen-Info in Begleitung eines Mitarbeiters den Raum besichtigen. Kostenlos. Eine oder eine halbe Stunde Zeit sollte man schon mitbringen, empfiehlt der Bildhauer. Der Raum sei ihm keineswegs zu klein, versichert er. Vielmehr harmoniere er "auf seltsame Weise" mit seinen Werken. Zahlreiche Besucher waren gekommen, immer wieder schütteln der Künstler und seine Frau Angelika Hände.

Beide leben seit langem in Wensickendorf. Einfach war seine Arbeit und sein Leben zu DDR-Zeiten nicht gewesen, erinnert er sich. Das begann schon beim mangelnden Material. "Außer Ton hatten wir fast gar nichts", erinnert er sich. Öfters musste er mangels Angebot die Gipssorte wechseln, was seiner Arbeit ebenfalls abträglich war. Zudem bedeutete seine Arbeit manch einsame Stunde. Dafür gab es eine enge Freundschaft und Kooperation mit einem fast 70-jährigen Schmied.

Hans-Joachim Laesicke hatte den Kontakt zu dem Künstler gesucht, längst verbinden ihn und das Ehepaar Förster eine enge und herzliche Beziehung, so der Bürgermeister. An der Kaffeetafel wurde die Idee zu dem Zimmer geboren. Der Bürgermeister hat sie wunderbar und beherzt in die Tat umgesetzt, so der Künstler.

So hat sich Wieland Förster auch mit Oranienburg längst versöhnt. Eine schöne Stadt sei das geworden, lobt er. Fast südliches Flair habe sie. Förster: "Zumindest, wenn die Sonne scheint."

Von Fritz-Herrmann Köser

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