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Oberhavel MAZ-Stammtisch im „Fairplay“
Lokales Oberhavel MAZ-Stammtisch im „Fairplay“
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00:18 13.08.2017
Es war der erste MAZ-Stammtisch in Hennigsdorf. Quelle: Foto: Enrico Kugler
Hennigsdorf

88 Jahre alt ist ihre Tante, nach dem Tod ihres Mannes ist sie nun allein in ihrer Bielefelder Wohnung. „Ich würde sie gerne nach Hennigsdorf oder ins Umland holen, aber es gibt hier keine freien Wohnungen“, sagt Gundula Bußler. Seit Anfang des Jahres sei sie auf der Suche, doch die Wartelisten seien lang. Das Problem: Bußlers Tante ist noch fit und hat keine Pflegestufe. „Damit hätte sie schnell einen Pflegeheimplatz, so kann man aber nur auf dem freien Wohnungsmarkt suchen“, so die Hennigsdorferin. Ursel Degner (Die Linke) empfahl ihr, doch mal bei der Hennigsdorfer Wohungsbaugesellschaft (HWB) zu fragen, immerhin sei das mittlere der drei Hochhäuser im Zentrum für Senioren gedacht. „Und gehen Sie direkt hin, statt anzurufen“, so Degner. Auch beim „Anlauf13“, einer Informationsstelle der Pur für ältere Menschen, könne sie nachfragen.

Probleme wie dieses besprachen die Hennigsdorfer am Dienstagabend beim MAZ-Stammtisch, der im Lokal „Fairplay“ stattfand. Die Veranstaltung moderierte Redaktionsleiter Sebastian Morgner. Ziel war es, dass die Leser Probleme benennen, die sie in der Stadt plagen.

Und davon gibt es genug. So beklagte Steffen Leber, Koordinator für Kinder- und Jugendprojekte bei der Pur, dass es für seine beiden Kinder keine vernünftigen Spielplätze in der Stadt gebe – bis auf den Waldspielplatz. „Mitunter sind die Spielgeräte noch aus der Zeit, in der ich dort gespielt habe. Die Kinder langweilen sich dort schnell, weil es zu wenig Auswahl gibt.“

Wenn er dagegen nach Spandau fahre, sei gleich der erstbeste Spielplatz super ausgestattet. Außerdem stört sich Leber an der Sauberkeit. „Am Wochenende sehen die Spielplätze ganz schön wüst aus, oft liegen Müll und zertretene Bierflaschen dort herum.“ Der SPD-Stadtverordnete Michael Mertke verwies darauf, dass längst nicht alle Spielplätze in städtischer Hand seien, sondern etliche auch von den Wohnungsgesellschaften HWB und WGH betrieben würden. Zudem habe die Stadt eine konstant hohe Geburtenrate von mehr als 200 Kindern pro Jahr, da habe die Priorität zuletzt eher auf der Schaffung von Kita- und Grundschulplätzen gelegen. Tatsächlich: Rund 14 Millionen Euro hat die Stadt zuletzt in diese Infrastruktur investiert – unter anderem wurden drei Kitas erweitert, ein neuer Hort in Nieder Neuendorf gebaut und eine vierte Grundschule an den Havelauen eröffnet.

Bastian Klebauschke, Vorsitzender des FC 98 Hennigsdorf, wünschte sich indes, dass die Stadt vor allem den Breitensport noch mehr fördert. Vor allem an verfügbaren Trainingszeiten fehle es, weil die Plätze nicht voll ausgenutzt würden. Der „Gemeindeacker“ etwa dürfe nur zehn Stunden in der Woche genutzt werden. „Es gibt dort einen Platzwart. Warum ist nicht mehr möglich?“ Jan Gieseler, linker Stadtverordneter, antwortete, die Verwaltung wolle den Platz damit vor übermäßigem Verschleiß schützen. Er empfahl Klebauschke, der für die CDU im Kreistag sitzt, sich um den kreiseigenen Platz von Stahl Hennigsdorf zu bemühen. „Der kann genutzt werden.“

Beim Thema Stadtbad, das bis 2021 für mindestens 21 Millionen Euro gebaut werden soll, waren sich die Hennigsdorfer einig: Es muss unbedingt her, weil niemand weiß, wielange das alte Bad – ursprünglich ein rund 35 Jahre alter Schwarzbau von zwei Kaufhallen – noch offengehalten werden kann. „Ich brauche allerdings nicht unbedingt Luxus wie eine Baumsauna“, so Ursel Degner. Steffen Leber indes fürchtete, dass die Eintrittspreise steigen könnten. Das glaubt SPD-Mann Michael Mertke nicht. Die Preise würden weiterhin erschwinglich bleiben. „Das ist ja kein kommerzielles Unternehmen.“

Von Marco Paetzel

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