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Mal so richtig bunt gemalt

Mühlenbecker Land Mal so richtig bunt gemalt

Hortkinder aus Schildow ließen sich von Franz Marc inspirieren und stellen im Rathaus in Mühlenbeck aus. So wie der Altmeister malten sie Tiere in ungewöhnlichen Farben und vor allen Dingen knallbunt. bis 11. Juli ist die Ausstellung noch zu sehen.

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Die kleinen Künstler mit ihren Horterzieherinnen und dem Bürgermeister im Rathaussaal.

Quelle: Enrico Kugler

Mühlenbecker Land. Blau war die Lieblingsfarbe des deutschen Malers Franz Marc. Weil sich im vergangenen Jahr sein 100. Todestag jährte, beschäftigten sich die Kinder der Klassen 1a und 2a des Schildower Hortes „Kinderland“ ein Jahr lang mit ihrem Kunstprojekt „Blau“. 22 Kinder machten mit.

Im Mühlenbecker Rathaus ist jetzt eine Ausstellung mit Bildern zu sehen, die die Hortkinder gemalt haben. Es sind knallbunte Darstellungen von Tieren. Inspiriert wurden die Kinder, nachdem sie sich mit den Werken von Franz Marc beschäftigt hatten. Dieser wollte aus der „Beliebigkeit der Farbe herauskommen“ und setzte sie gezielt ein, um auf das Wichtige einzugrenzen. Er entwickelte eine eigene Farbenlehre. Blau war für ihn das männliche, gelb das weibliche, sinnliche, heitere Prinzip, Rot die Materie.

Nach diesem Wissensschub lud Horterzieherin Kerstin Siek die Kinder ein, zu malen. Entstanden sind Bilder, von denen einige dem Bürgermeister Filippo Smaldino-Stattaus besser gefielen als die des Altmeisters Franz Marc. Die Kinder hätten ihrer Fantasie freien Lauf gelassen und nicht nur das gemalt, was sie sehen würden. „Danke für die tollen Bilder“, sagte Smaldino-Stattaus.

„Ich habe selbst eine Katze, sie heißt Minky. Rot ist meine Lieblingsfarbe, darum habe ich sie in Rot und auch Blau gemalt. Denn Blau mag ich auch sehr“, sagte der achtjährige Simon Holtz.

Die meisten Jungen hätten sich vor Beginn des Malens für Blau ausgesprochen, sich doch dann zunehmend getraut, auch andere Farben einzusetzen, erzählt Horterzieherin Kerstin Siek und fügt hinzu: „Wir haben die Kinder ermuntert, unvoreingenommen Farben zu benutzen, einfach das Gefühl sprechen zu lassen, den Himmel grün und den Baum lila zu malen. „Die Natur abzubilden, sei nicht das Ziel des Projektes gewesen: „Dann hätten wir ja Fotos machen können.“

Hortleiterin Simone Gerigk bekennt: „Wir wollten auch mal ins Rathaus und zeigen, dass es nicht nur große Künstler gibt.“ Die Ausstellung sporne andere Kinder an, kreativ zu sein. Die kleinen Künstler, deren Bilder nun im Rathaus zu sehen sind, seien „unheimlich stolz, mit der Ausstellung öffentliche anerkannt“ zu werden.

Auch Annika Schulz (8) hat eine Katze gemalt: „Ich habe zu Hause eine Katze, sie heißt Micky und ist nicht so bunt. Aber es war schön, mal so richtig bunt zu malen.“

Der Bürgermeister beglückwünschte die Kinder zu so viel Fantasie, das sei doch besser, als nur auf dem Handy herumzuklicken.

Das nächste Hort-Kunstprojekt behandelt den Künstler Hundertwasser. „Wir bauen Häuser aus Schachteln“, verriet ein Junge begeistert.

Die Ausstellung „Blau“ im Mühlenbecker Rathaus ist in beiden Gebäudeteilen bis zum 11. Juli zu den Öffnungszeiten der Verwaltung zu sehen.

Von Marion Bergsdorf

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