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Oberhavel Malerei ist maximale Unabhängigkeit
Lokales Oberhavel Malerei ist maximale Unabhängigkeit
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07:10 02.10.2016
Kuratoren (links) und Schirmherr (r.) mit dem Künstler (2.v.r.) Quelle: Foto: Gawande
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Hennigsdorf

Früher sei es völlig normal gewesen, dass Firmen Kultur und Künstler unterstützten, erklärt Thomas Grellner, Geschäftsführer des Hennigsdorfer Softwareunternehmens Sinfonie. Er erinnere sich an seinen ersten Job in einem Zigarettenunternehmen, in dem ein Kulturattaché der Firma jeden Monat eine neue Ausstellung organisierte. Diese Idee habe er immer im Hinterkopf bewegt, verrät der Unternehmer. Warum also nicht auch Kunst für Hennigsdorf? Wenn auch nicht gleich 12 Ausstellungen pro Jahr. Vier wären ideal. „Einige Menschen sind eben künstlerisch begabt, und wir haben die Räume und Flächen, um Kunst zu zeigen.“

Er habe eine Leidenschaft für Kunst, besuche oft Museen und Galerien, so Grellner, greife aber privat selber nur selten zu Leinwand und Pinsel. „Das letzte Bild habe ich vor sieben Jahren begonnen“, schmunzelt der Falkenseer. Stattdessen möchte er mit seiner Frau Petra Grellner-Specht, die für die Organisation der Ausstellungen zuständig ist, den Hennigsdorfern das gesamte Spektrum der Kunst verfügbar machen. Jeden Freitag, und den Rest der Woche auf Anfrage, öffnet die Firma Sinfonie ihre Türen, um Kunstinteressierte aus Hennigsdorf für die ausgestellten Werke zu begeistern. So auch für die Bilder von Schauspieler und Maler Henning Peker, die seit Donnerstag die Firmenwände im Blauen Wunder schmücken.

„Zwischenraum“ ist die Ausstellung betitelt. Der Künstler zur Vernissage selber vor Ort. „Es ist ein Querschnitt meiner Bilder zu sehen“, so der gebürtige Hallenser Peker, der durch zahlreiche Auftritte im Tatort, Vorabendserien und auch Kinofilmen bekannt geworden ist. „Kunst muss mich als Betrachter berühren. Als Maler versuche ich mich auszudrücken.“ Dabei überlasse er dem Betrachter viel Interpretationsspielraum. „Ich rede ungern über den Inhalt meiner Bilder.“ Der 50-Jährige will möglichst wenig Einschränkungen machen und den Kunstinteressierten Raum geben, auch das zu sehen, was „zwischen den Räumen passiert“.

Als Schauspieler kommt er viel herum. Überall lässt er sich inspirieren. Hat aber oft monatelang keine Zeit zu malen. „Kunst ist für mich eine andere Art, Geschichten zu erzählen.“ Schon seit seiner Kindheit habe er gemalt. Seit dem 18.Lebensjahr bevorzugt mit Ölfarben. „In der Lehre habe ich auf allen Holzresten gemalt“, erzählt der gelernte Tischler. Für seine Bilder von Räumen – gern gemütliche Küchen –, Vogelschwärmen, Katzen und Schildkröten, Urlaubsansichten und verlassenen Häusern in Halle, die zu Lebkuchenhäusern werden, bevorzugt er kräftige Farben. „Ich mag auch den Frohsinn der Farben eines Wintermorgens“, gerät der sympathische und zurückhaltende Künstler ins Schwärmen.

Die Malerei sei für einen Schauspieler eben oft die einzige Möglichkeit, sich autonom künstlerisch auszudrücken, bringt es Schirmherr und Maler Rüdiger Giebler in seinem humorvollen Grußwort auf den Punkt. „Malerei ist die maximale Unabhängigkeit.“ Peker gelänge es in seinen Bildern, die Balance von Chaos und Ordnung sowie die Authentizität des Alltags darzustellen. In Hennigsdorf können die Bilder in den Sinfonie-Räumen, Neuendorfstraße 23b, noch bis Januar 2017 besichtigt werden.

Von Ulrike Gawande

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