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Mammutprojekt A 10: Durchgehend sechs Spuren

Oberhavel Mammutprojekt A 10: Durchgehend sechs Spuren

Im Frühjahr 2018 sollen die ersten Bauarbeiten auf dem nördlichen Berliner Ring beginnen. Am Ende der Bauzeit können Autofahrer die A10 zwischen dem Dreieck Pankow und dem Dreieck Havelland durchgehend sechsspurig befahren. Das gesamte Bauprojekt zieht sich gar hoch bis zur Anschlussstelle Neuruppin an der A24.

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Auch bei Vehlefanz finden an der A 10 gegenwärtig bauvorbereitende Maßnahmen für den geplanten sechsspurigen Ausbau der Bundesautobahn statt.

Quelle: Robert Roeske

Oberhavel. Seit einigen Wochen wird es am nördlichen Berliner Ring zunehmend kahler. „Bauvorbereitende Maßnahmen“ werden die flächendeckenden Baumfällungen entlang der A 10 im Fachjargon genannt. Die Auswirkungen der damit verbundenen phasenweisen Verkehrseinschränkungen und Sperrungen rauben den Autofahrern jetzt schon den letzten Nerv. Ein Zustand, der sich im Jahr 2018 zum Dauerzustand entwickeln dürfte.

Dann nämlich wird die A 10 auf dem nördlichen Berliner Ring (Autobahndreieck Pankow bis Dreieck Havelland) sowie ein Teilstück der A 24 bis zur Anschlussstelle Neurppin auf eine sechsspurige Strecke ausgebaut. Wenn alles nach Plan läuft, sollen die Bauarbeiten im März 2018 beginnen, berichtet Michael Zarth von der DEGES. Um diesen Zeitplan umzusetzen, finden bereits seit geraumer Zeit verschiedene Vorarbeiten im Naturschutzbereich oder wie die aktuell laufenden Baumfällarbeiten statt. „Wir schaffen gegenwärtig Baufreiheit.“

Die DEGES nimmt als Projektmanagementgesellschaft im Auftrag von Land und Bund die Bauherrenfunktion für das Großprojekt wahr, welches als öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP) realisiert wird. Konkret heißt dies: Einem privaten Unternehmen wird die Konzession erteilt, den 64,2 Kilometer langen Streckenabschnitt auf einer Länge von 58,8 Kilometern auszubauen und über einen Zeitraum von 30 Jahren privat zu betreiben. Während im Bereich der A 10 auf einer Strecke von 29,6 Kilometern der durchgehende Ausbau auf sechs Spuren vorgenommen wird, findet auf der A 24 eine grundhafte Erneuerung, also eine komplette Erneuerung, der Fahrbahn auf einer Länge von 29,2 Kilometern statt. Gleichzeitig wird ein besonders breiter Seitenstreifen samt entsprechenden technischen Installationen wie Kameras und Beschilderung installiert, der im Bedarfsfall als dritte Spur aktiviert werden kann.

Über diesen Streckenabschnitt auf A24 und A10 erstreckt sich das Bauprojekt

Über diesen Streckenabschnitt auf A24 und A10 erstreckt sich das Bauprojekt.

Quelle: DEGES

Aktuell befinde man sich in den letzten Zügen des Ausschreibungsverfahrens, berichtet Michael Zarth. Im zweiten Halbjahr 2016 gingen die Projekt-Unterlagen an alle Bieter, die sich für das Verfahren beworben und qualifiziert hatten. Zwei seien übrig geblieben, mit denen stehe man jetzt in den letzten Verhandlungen, so Zarth: „Bis zum Jahresende wollen wir den Auftragnehmer gefunden haben“.

Der wiederum ist dann zuständig für die Organisation der geplanten Bauarbeiten. „Zwischen Januar und März erwarten wir die Informationen zum Bauablauf, die dann im Frühjahr beginnen sollen“, blickt Zarth voraus. Einige Vorarbeiten sind bis dahin noch umzusetzen. So schließen sich an aktuell getätigten Baumfälligen Tätigkeiten im Vogelschutzbereich an.

„Während der Bauzeit ist es unser Ziel, die vorhandene Zahl der Fahrstreifen aufrecht zu erhalten. Die Baustrecke soll in kleinere Teilbereiche aufgeteilt werden“, erklärt Zarth. Er weiß um die strapazierten Nerven der Autofahrer. Doch sei es unmöglich, solch ein Großpojekt „auszubauen, ohne dass es jemand merkt. Die Bedingungen werden für die Bauzeit erstmal schlimmer, doch danach werden sie deutlich besser sein.“

Trotz ÖPP – die Autobahn bleibt durchgehend Eigentum des Staates, betont Michael Zarth. Der Betreiber finanziert seine Leistungen unter anderem über ein sogenanntes Verfügbarkeitsentgelt, welches er über die Laufzeit der 30 Jahre vom Staat erhält.

 

Von Nadine Bieneck

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