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„Man erkennt einen Förster“

Sonderschau in Zehdenick „Man erkennt einen Förster“

Mit Wieland Förster und Rolf Lindemann stellen zwei der bedeutendsten Künstler des Landes in der Klosterscheune Zehdenick aus. Ministerpräsident Dietmar Woidke beglückwünscht die Stadt in seinem Grußwort zu dieser einmaligen Exposition.

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Bildhauer Wieland Förster stellt in Zehdenick aus. Foto:

Quelle: Gartenschläger

Zehdenick. Mit Wieland Förster und Rolf Lindemann stellen in der Klosterscheune Zehdenick ab kommenden Sonntag zwei der bedeutendsten Künstler des Landes aus. Beide zählen zu den wichtigsten Vertretern ihrer Generation und Gesamtdeutschlands, betont Klostergalerist Jörg Zieprig, der am Dienstag mit dem Aufbau der Werke begonnen hat. Anlass der Doppelschau ist der 85.Geburtstag des Bildhauers, Zeichners und Autors Wieland Förster im Februar.

Unsicher ist, ob die Künstler selbst an der Vernissage am Sonntag teilnehmen werden. „Man kann es nicht versprechen“, sagt Zieprig und verweist auf den Gesundheitszustand beider Männer. In Vorbereitung dieser einzigen repräsentativen Schau in Brandenburg und Berlin besuchte Zieprig beide Künstler vorab, Förster in Wensickendorf, Lindemann in Berlin. „Wir haben über Kunst gesprochen und über das Leben“, sagt Zieprig. Wieland Förster habe mehr als 800 Skulpturen geschaffen und dabei eine beeindruckende Ausdrucksform gefunden, schwärmt der Kunstkenner. „Er hat sich stets für Benachteiligte und für Geknechtete eingesetzt, was sich aus seiner Biografie erklärt. Seine Arbeiten sind prägnant und manchmal radikal. Man erkennt einen Förster“, so Zieprig über den mehrfach ausgezeichneten Künstler, der auch Träger des Verdienstordens des Landes Brandenburgs ist.

In einem Grußwort zu der Zehdenicker Ausstellung würdigt Ministerpräsident Dietmar Woidke die „innere Unabhängigkeit“, die Förster und Lindemann gegen Widerstände in der DDR und in der Zeit danach verteidigt hätten. Die Klosterscheune beweise mit der Schau, dass sie seit Jahren zu den wichtigen kulturellen Einrichtungen des Landes gehöre. Die Staatskanzlei und das Kulturministerium unterstützen die Ausstellung finanziell.

Auch der Maler Rolf Lindemann hat laut Zieprig ein „riesiges Werk“ geschaffen, mit mehr als 2000 Bildern. Einige davon sind in der Nationalgalerie zu sehen, andere gehören zum Bestand des Kupferstichkabinetts in Berlin. Lindemann ist von einer Krankheit schwer gezeichnet, arbeite aber weiter an seinem Oeuvre.

Von Cindy Lüderitz

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