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Manfred Ende gibt Gedichtband heraus

Bötzow Manfred Ende gibt Gedichtband heraus

„Als der Bleistift spöttisch die Miene verzog“ heißt das neue Buch von Manfred Ende. Der 79-Jährige aus Bötzow hat darin viele kleine und längere Gedichte und dazu passende Zeichnungen veröffentlicht. Ein Buch mit humorigen Versen, wie der Autor selbst sagt.

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Eine von Manfred Endes Zeichnungen im Buch – passend zu Ostern.

Quelle: Verlag

Bötzow. Für das Osterfest an diesem Wochenende hat der Bötzower Autor Manfred Ende ein passendes, kleines Gedicht: „Ein Huhn beschloss, von Alters wegen, keine Eier mehr zu legen. Nicht mehr zum Gelege hetzen, endlich sich zur Ruhe setzen. Doch was in früher Zeit begann, im Alter man nicht lassen kann. Es hat im Sitzen unentwegt noch viele Setz-Eier gelegt.“

Das Gedicht heißt schlicht und einfach „Gelege“ und ist im Original ein Achtzeiler. Erschienen ist es in einem neuen Buch, das Manfred Ende kürzlich herausgegeben hat. Es heißt „Als der Bleistift spöttisch die Miene verzog“.

Autor Manfred Ende mit dem Buch „Die Kicker von Lindchendorf“, das er 2016 veröffentlichte

Autor Manfred Ende mit dem Buch „Die Kicker von Lindchendorf“, das er 2016 veröffentlichte.

Quelle: Robert Tiesler

„Das ist ein Buch mit humorigen Versen“, erklärt Manfred Ende. „Das sind Dinge, die sich angesammelt haben, aber teilweise sind sie für das Buch auch ganz neu entstanden.“ Insgesamt sind in diesem gut 100-seitigen Werk, erschienen im Araki-Verlag, etwa 80 solcher Gedichte und Sprüche enthalten. Ganz kurze mit nur vier Zeilen, „aber dann gibt es auch längere Gedichte mit sechs Strophen“, sagt der Bötzower, der erst Ende des vergangenen Jahres seine Geschichte über „Die Kinder von Lindchendorf“ veröffentlicht hatte.

Aber wann schreibt er eigentlich alle diese kleinen Gedichte? „Ich bin einer von denen, die nicht so lange schlafen können“, erzählt er. „Ich liege dann morgens wach, und die Gedanken kreisen, dann kommen die Ideen.“ Manchmal entstehen in dieser Zeit tatsächlich kleine Texte. „Ich habe einen Bleistift und ein Stück Papier neben mir am Bett zu liegen. Manchmal schreibe ich dann im Dunkeln gleich was auf“, so Manfred Ende weiter.

Zum Beispiel dies: „Er sah in der Suppe nicht Linsen genug, obgleich er doch ständig Kontaktlinsen trug.“ Er möchte damit die Lust zum Lachen entfachen, wie es auch im Begleittext zu seinem Buch heißt. Zu vielen der kleinen Gedichte gibt es Bilder und Comics, die Manfred Ende ebenfalls selbst zeichnete.

„Als der Bleistift spöttisch die Miene verzog“ ist die fünfte Veröffentlichung des 79-jährigen Bötzowers. Für Lesungen hat er nicht viel Zeit, denn er arbeitet unter anderem für die Seniorenarbeit der IG Metall – in Hennigsdorf ist er immer noch regelmäßig im Büro, wo die Fäden zusammenlaufen.

Dennoch: Der Autor, der erst 1978 im „Zirkel schreibender Arbeiter“ in der DDR mit dem Verfassen von Literatur begann und später als Hörfunkautor für den Berliner Rundfunk arbeitete, liest gern vor: „Ich saß in einem Weinlokal, klitschnass waren die Klamotten. Socken, Hase, Hemd und Schal, allein der Wein war trocken.“

Manfred Ende: Als der Bleistift spöttisch die Miene verzog“, Araki-Verlag, 12 Euro.

Von Robert Tiesler

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