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Mann (39) mit Masturbationsvideo erpresst

„Sexting“ bei Facebook Mann (39) mit Masturbationsvideo erpresst

Mit einer ganz miesen Masche hat eine unbekannte Frau versucht, von einem jungen geistig-behinderten Mann eine Menge Geld zu erpressen. Der 39-Jährige ging glücklicherweise nicht auf die Erpressung ein. „Sexting“ ist aber auch in Brandenburg kein Einzelfall – und macht vor den Jüngsten nicht Halt.

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„Sexting“ – kein Einzelfall in Brandenburg.

Quelle: dpa

Oberhavel. Am Sonntag bekam ein 39-jähriger Mann über Facebook eine Freundschaftsanfrage einer ihm unbekannten Frau. Erfreut nahm er das Angebot an. Man chattete – und dann kam ein vermeintliches verführerisches Angebot. Die Frau forderte den jungen Mann auf, seine E-Mail-Adresse bekannt zu geben und so einen Videochat zu starten. Dann, so ihr Angebot, würde sie ihm sexy Bilder von sich schicken.

Der Mann kam der Aufforderung nach und der Videochat begann. Die Unbekannte zog sich vor der Kamera aus, während der geistig-behinderte 39-Jährige dabei masturbierte. Doch ein Freundschaftsdienst war dies keineswegs. Im Anschluss forderte die Frau ihn auf, 1.500 € auf ein Konto zu überweisen. Falls er dies nicht veranlasse, würde sie das aufgezeichnete Video im Internet veröffentlichen und an seine Freundesliste versenden.

Der junge Mann kam der Zahlungsaufforderung jedoch nicht nach. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei wegen Erpressung

Zwei Fälle in der Prignitz

Ähnlich erging es einer 15-Jährigen aus der in der vergangenen Woche. Ein unbekannter Mann hatte sie über Facebook kontaktiert und sie dazu überredet, ihm ein Foto von ihrem nackten Oberkörper zu übersenden. Später drohte er ihr, die Bilder zu veröffentlichen, wenn sie ihm keine weiteren Nacktfotos übersenden würde. Auch in diesem Fall ermittelt nun die Kriminalpolizei.

Eine unschöne Begegnung im Netz, auf die auch ein 15-Jähriger, ebenfalls aus de Prignitz, gerne verzichtet hätte. Im Dezember 2015 hatte eine 23-Jährige mit dieser dreisten Verführungsmasche versucht, den Teenager zu erpressen. Erst verleitete sie den Jugendlichen zu intimen Handlungen im Videochat. Dann drohte sie ihm damit, das Bildmaterial zu veröffentlichen – und versuchte viel Geld damit zu erpressen.

Wie die Polizei mitteilte, gibt es seit Jahren immer wieder Fälle, in denen vornehmlich Jugendliche und Kinder von Unbekannten über soziale Netzwerke wie Facebook, WhatsApp, ‎Skype und Co. aufgefordert werden, Nacktfotos zu verschicken oder sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen, um sie später für Drohungen zu verwenden. Bewusst wird beim sogenannten „ Sexting“ das Schamgefühl der Betroffenen ausgenutzt. Schon ganz junge Kinder sind davon betroffen, wie der Fall einer Neujährigen in Neuruppin im Jahr 2014 zeigte.

Hinweise der Polizei – für Eltern und Betroffenen

• Klären Sie Ihre Kinder auf und sprechen Sie mit Ihnen über die Gefahren in sozialen Netzwerken!

• Nehmen Sie keine Freundschaftsanfragen von Fremden an! Auch hinter niedlich klingenden Namen wie z.B. „Knuddel“ können sich Kriminelle oder Pädophile verstecken.

• Gehen Sie nicht auf Forderungen ein!

• Erstatten Sie Anzeige, wenn Sie Opfer geworden sind!

Von MAZonline

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