Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 0 ° Regenschauer

Navigation:
Mann von Dachboden erschlagen

Arbeitsunfall bei Bauarbeiten in einem Wohnhaus in Hennigsdorf Mann von Dachboden erschlagen

Ein Mann erlitt am Sonnabend tödliche Verletzungen, als er bei Sanierungsarbeiten in einem Wohngebäude an der Berliner Straße3 in Hennigsdorf vom einstürzenden Dachboden verschüttet wurde.

Voriger Artikel
Hennigsdorfs besonderer Schatz
Nächster Artikel
Dem Strauchwerk die Zähne gezeigt

Sanitäter, Notarzt und Feuerwehr holen das Unfallopfer mit Hilfe einer Drehleiter aus der obersten Etage des Wohnhause

Quelle: Andre Braune

Hennigsdorf. Der 50-Jährige war umgehend von Helfern befreit und von Rettungskräften mit einer Drehleiter aus dem Altbau gerettet worden. Er erlag jedoch am Sonnabendabend in der Klinik seinen schweren Verletzungen.

Das Gebäude an der Berliner Straße ist derzeit eine Baustelle. Es wird innen und außen vom Bewohner saniert und ausgebaut. Bei den privaten Arbeiten war gegen 16Uhr aus bislang ungeklärter Ursache ein rund sieben Quadratmeter großer Teil der Zimmerdecke des Obergeschosses eingestürzt und hatte den Mann aus Berlin unter den Trümmerteilen verschüttet. Die an dem Bau beteiligten Helfer und Zeugen zogen den bewusstlosen Schwerverletzten unter dem Schutt hervor und wählten den Notruf. Die eingetroffenen Rettungssanitäter und der Notarzt leiteten Reanimationsmaßnahmen ein. Außerdem wurde die Freiwillige Feuerwehr Hennigsdorf alarmiert, um den Verunglückten in Begleitung des Notarztes aus dem Gebäude zu transportieren. Dafür wurde eine Drehleiter genutzt, nachdem der Patient stabilisiert war. Er wurde mit einem Rettungswagen zum Sportplatz gebracht, wo ein Rettungshubschrauber landete. Auf dem Luftweg wurde der 50-Jährige dann in eine Berliner Rettungsklinik gebracht. Alle intensiven Bemühungen der Notärzte führten jedoch nicht zum Erfolg, sodass der Mann am Abend in der Klinik an seinen lebensbedrohlichen Verletzungen starb.

Beamte der Kriminalpolizei der Polizeidirektion Nord übernahmen inzwischen die Unfallermittlungen. Ein Polizeisprecher schloss gestern nicht aus, dass auch das Amt für Arbeitsschutz in Neuruppin eine Untersuchung einleitet.

Nach Auskunft eines Zeugen soll der Verunglückte in Berlin-Schöneberg wohnen und zwei Kinder hinterlassen.

Von Helge Treichel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Sechs tödliche Arbeitsunfälle 2013 in Brandenburg

Ein unaufmerksamer Moment und schon ist es passiert: Arbeitsunfälle geschehen im Land Brandenburg täglich. Die Zahl der tödlichen Unglücke hält sich aber auf einem Tiefststand: 2013 starben sechs Menschen bei Unfällen an ihrem Arbeitsplatz. Besonders gefährdet sind Bauarbeiter.

mehr
Mehr aus Oberhavel


MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg