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Mara & David musizieren in Eichstädt

Konzert in der Kultur- und Kinderkirche Mara & David musizieren in Eichstädt

„Das Konzert war ein großes Geschenk mit Musik voller Seele, virtuosen Gitarrenklänge die nicht von dieser Welt waren“, begeistert sich Erdmut Schulze über den Auftritt des Duos „Mara & David“ in der Kultur- und Kinderkirche Eichstädt.

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Er klammert, sie haut ihm auf die Nase

Sängerin Mara von Ferne und Gitarrist David Sick.

Quelle: Ulrike Gawande

Eichstädt. Gänzlich ohne Verstärker und Mikrofon präsentierte das Duo Mara & David am Freitagabend ihre Zugabe „Silently“ (schweigend) als Gute-Nacht-Lied für die Kinder. Denn auch wenn das Konzert in der Eichstädter Kultur- und Kinderkirche nicht überaus gut besucht war, gehörten mehrere Kinder zum Publikum. Außerdem hatte den anwesenden Zuhörern das Programm des Berlin-Leipziger Singer- und Songwriter-Duos so gut gefallen, dass es drei Zugaben geben musste.

Die Kultur- und Kinderkirche in Eichstädt hat eine ganz eigene Atmosphäre

Die Kultur- und Kinderkirche in Eichstädt hat eine ganz eigene Atmosphäre. Fast familiär.

Quelle: Ulrike Gawande

Während ihres Jazz-, Rock- und Popgesangstudiums in Dresden lernte die 33-jährige Mara von Ferne den klassisch ausgebildeten Gitarristen David Sick kennen. Seit 2005 stehen sie als Duo mit meist selbst geschriebenen Songs auf der Bühne. Drei Studioalben wurden produziert. Ein viertes ist für 2016 in Arbeit. „Auch wenn wir noch anderweitig Musik machen und unterrichten, ist Mara & David unser Hauptprojekt, das uns beiden sehr am Herzen liegt“, erzählt Mara von Ferne, aus deren Feder die Texte des Duos stammen – komponiert wird gemeinsam.

Sie bevorzugt dabei das Englische, weil die deutsche Sprache ihrer Meinung nach zu viele Ecken und Kanten besäße, die den Rhythmus der Lieder zu stark vorgegeben würde. Die Inhalte der Songs sind mal kritisch und politisch wie in „Call it freedom“ (so auch der Titel der letzten CD) oder „Seagull“, (Möwe). Dann wieder innerlich wie in „Januarydreams“ (Januarträume). Aus der Seele heraus. Mara von Ferne:„Wir wollen mit unserer Musik die Herzen und die Köpfe erreichen.“ Bei Konzerten in Sachsen seien sie jedoch für die Sprachwahl kritisiert worden, erzählt die junge Frau, die in ihrer Musik, im Gesang vollkommen aufzugehen scheint.

Sängerin Mara von Ferne

Sängerin Mara von Ferne

Quelle: Urlike Gawande

Bei vielen Stücken schließt sie die Augen und gibt sich ganz der Musik hin. In „Glory Box“ von Portishead zeigt sie ihre rockige Seite und bei der Cover-Version des Beatlestitels „Dear Prudence“, von John Lennon 1968 in Indien geschrieben, lacht sie mit gewinnendem Blick ins Publikum. Und schon fühlt man sich in die positive, aufmunternde Stimmung des Liedes hineingezogen. Sieht den Sonnenschein, hört die Vögel und muss mitlachen. „Eigentlich war ich wochenendmüde, aber die Musik war überaus belebend“, urteilt Kerstin Hetmann aus Hennigsdorf.

Gitarrist David Sick

Gitarrist David Sick

Quelle: Ulrike Gawande

Doch nicht nur Maras Gesang beeindruckt, sondern besonders auch das virtuose Gitarrenspiel von David Sick. Mit lockerer Leichtigkeit entlockt er seiner akustischen Gitarre atemberaubende Töne. Bass, Percussion und Harmonien auf nur einer Gitarre mit faszinierender Fingertechnik.

„Das Konzert war ein großes Geschenk mit Musik voller Seele, virtuosen Gitarrenklänge die nicht von dieser Welt waren“, begeistert sich Erdmut Schulze aus Bärenklau. Und ergänzt: „Das war kein Duo, sondern ein Klangkörper.“

Von Ulrike Gawande

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