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Marc im Glück

Glienicke Marc im Glück

Der Glienicker Marc Glücks, der am Hohen Neuendorfer Marie-Curie-Gymnasium sein Abitur gemacht hatte, ist als 24-Jähriger bereits ein erfolgreicher Musikproduzent. Er will hoch hinaus und sich international mit Popmusik vor allen Dingen in den USA einen Namen machen.

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Marc Glücks hat Musik im Ohr und ist schon mit 24 Jahren erfolgreicher Musikproduzent.

Quelle: Robert Roeske

Glienicke/Hohen Neuendorf. Irgendwann machte es klick und er wusste, dass er Musik komponieren will. So ungefähr sei es gewesen, lacht der 24-jährige Marc Glücks aus Glienicke. In Hamburg geboren, mit acht Jahren nach Glienicke gezogen, machte Marc sein Abitur am Marie-Curie-Gymnasium in Hohen Neuendorf. Marc Glücks komponiert Hip-Hop-Titel. Seine Veröffentlichungen sind millionenfach im Internet angeklickt worden, seine Songs auf dem Album „Imperator“ des Künstlers Kollegah zu finden. Sein mit Kollegah produzierter Song „Nero“ war im Dezember 2016 auf Platz eins der deutschen Charts sowie in Österreich und in der Schweiz. Als Produzent bekam der 24-Jährige schon die Goldene Schallplatte.

Und das berichtet jemand, der in der 10. Klasse Musik abgewählt und nach eigener Darstellung kein Rhythmusgefühl hatte. Die Eltern schenkten ihm mal ein Ipod, ein Abspielgerät, mit dem er viel Musik hörte. Dann schaute er auf dem Videoportal YouTube ein Interview, in dem ein Künstler berichtete, wie er mit einem Internet-Programm Musik produziert. Marc googelte das Programm und probierte es selbst aus. So ging es los. „Es war mir sofort klar, dass ich das mal beruflich machen wollte“, erzählt Marc, der zu diesem Zeitpunkt 16 Jahre alt war. Er ist froh, dass seine Eltern seine Musiklaufbahn von Anfang an akzeptiert hatten. Er musste keine Sprüche von brotloser Kunst hören. „Doch sie wollten immer, dass ich ein Zertifikat habe.“ Also studierte er Audio Engineering an einer Privatuni. „Den kreativen Prozess kann man nicht lernen. Entweder man fühlt Musik oder nicht. Aber ich lernte, wie ich mit Mischpulten umgehe sowie Marketing und Urheberrecht.“ Außerdem, wie man Musik zum Beispiel bei der Gema anmeldet, der Gesellschaft für Aufführungs- und Vervielfältigungsrechte. Er sei sehr zufrieden, dass er das studiert hat sagt Marc und fügt hinzu: „Es gibt sehr viele Talente als Musiker. Aber sie haben keine Ahnung von Selbstvermarktung.“

Marc Glücks hatte schnell Erfolg und mit seinen Kompositionen auf YouTube und schon zu Schulzeiten 1600 Abonnenten. Er tauschte sich mit anderen Komponisten aus und bewies, dass er „konstant liefern“ konnte. Jetzt fange er so langsam an, davon leben zu können, sagt er. Mit einem Studienkollegen gründete er im November des vergangenen Jahres seine eigene Musikproduktionsfirma Above Zero GmbH im Keller eines Hauses in Berlin-Kreuzberg. Er selbst komponiert, sein Kollege ist mit Mixing und Mastering beschäftigt. Was übersetzt heißt, er mischt in zu dumpf klingende Klaviermusik mehr Höhen hinein und komprimiert das Ganze zum Schluss, liefert quasi das Make up vom Song. Ein Vertrag mit einem bekannten Musikverlag wird demnächst wahrscheinlich unterschrieben. Marc Glücks schwebt im Glück, denn er „lebt sein Hobby“.

Auch sein Ziel formuliert er klar: „Ich möchte in die internationale Musikproduktion rein und Popmusik in den USA machen. Ich würde gerne Künstler unter Vertrag nehmen und sie aufbauen.“

Von Marion Bergsdorf

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