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Oberhavel Marina Fürstenberg mit neuen Stellplätzen
Lokales Oberhavel Marina Fürstenberg mit neuen Stellplätzen
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07:35 20.05.2016
Hafenmeister Angelika und Heribert Erz mit Hund Dasko. Quelle: Marco Winkler
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Fürstenberg

Dasko ist immer mit dabei. Beschnuppert Gäste, schleicht um Beine, hält ein Schläfchen im Schatten der Wohnmobile. Auf der Internetseite der Marina Fürstenberg wird er deshalb „vierbeiniger Hafenmeister“ genannt. Den Job teilt er sich mit seinen Besitzern Angelika und Heribert Erz.

Seit 2000 heißt das ehemalige Bootscenter, das zuvor ein Stahl- und Metallbauunternehmen beherbergte, Marina Fürstenberg. Alles in Handarbeit und Eigenregie entstanden. „Wir sind damals ins kalte Wasser gesprungen“, so der gebürtige Ruhrgebietler Heribert Erz. 1993 übernahmen sie die Anlage, bauten Steganlage, Hafen, Gasthaus, Stellplätze.

Idyllisch: Hunderte von Geranien pflanzt die Hafenmeisterin jedes Jahr. Quelle: Marco Winkler

Neu im Sortiment: 16 Wohnmobilstellplätze mit Seeblick. „Wir heißen schließlich Marina“, so der Hafenmeister, „da muss Wasser und das Hafenleben zu sehen sein.“ Seine Frau ergänzt: „Wir wollen damit den Platz attraktiver gestalten.“ Deshalb sind die Stellplätze direkt am Ufer des Schwedtsees sieben Meter breit. „Normal sind fünf bis sechs Meter“, so Angelika Erz. „Bei uns können Gäste ihre Markisen komplett ausfahren.“ Schon über die Pfingsttage sei der Platz das erste Mal ausgebucht gewesen.

Ihre Gäste reisen aus den Niederlanden, Italien, Frankreich, vor allem aber aus den skandinavischen Ländern an. „80 Prozent kommen über Stellplatzführer“, berichten die beiden unisono. Ein bekannter ist „TopPlatz“, in den es Familie Erz in diesem Jahr geschafft hat. „Nur besondere Plätze kommen ins Magazin.“ 100 aus ganz Deutschland sind vertreten. Zwei davon aus Oberhavel, Oranienburg und Fürstenberg.

Es grünt so grün – trotz Verkehrschaos dieser Tage. Quelle: Marco Winkler

Mitte Mai begann die Saison. Die aktuelle Vollsperrung der B 96 macht den beiden zu schaffen. „Gerade, wo wir in diesem Jahr so viel investiert haben“, sagt Angelika Erz. Doch es nützt nichts. „Wir müssen da durch.“ Ihr Mann: „Es ist eine Generalprobe, sollte die weiträumige Ortsumfahrung Fürstenbergs wirklich kommen.“ Aus ihrer Heimat kennen sie da Geschichten – von einst lebendigen kleinen, touristisch erschlossenen Städten, die dank einer Ortsumfahrung jetzt wie ausgestorben wirken, leblos, alle Läden dicht. Sie hoffen, dass Fürstenberg nicht das gleiche Schicksal ereilt.

Von Marco Winkler

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