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Marode Brücke verschwindet

Acht Millionen für Infrastruktur Marode Brücke verschwindet

Das morde Brückenbauwerk bei Dannenwalde wird abgerissen. Am 6. Juli Spatentisch für den Ersatzneubau über der Bahnstrecke Berlin – Stralsund. Vollsperrungen soll es während der zweijährigen Bauzeit nicht geben. Der Neubau ist überfällig. Seit vier Jahren ist die stark frequentierte Brücke nur einspurig befahrbar.

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Marodes Nadelöhr: Die alte Brücke über der Bahnstrecke Berlin-Stralsund wird abgerissen.

Quelle: Foto: Uwe Halling

Dannenwalde. Das Warten hat bald ein Ende: Zwei Jahre muss die marode Eisenbahnbrücke in Dannenwalde noch durchhalten. Dann soll der Ersatzneubau stehen und das Nadelöhr an der Nordtrasse verschwinden. Nach mehreren Jahren der Planung steht jetzt der Termin für den Spatenstich fest: Am 6. Juli beginnen die Arbeiten. Das hat der Landesbetrieb für Straßenwesen gestern mitgeteilt.

Eine fast acht Millionen Euro teure Stabbogenbrücke wird das 40 Jahre alte Bauwerk über der Bahnlinie Berlin-Stralsund ersetzen. Die etwa 60 Meter lange und 14 Meter breite Brücke wird westlich der bisherigen Trasse errichtet. Dafür wurde auf einer Fläche von 56 000 Quadratmetern bereits Wald gerodet und Platz geschafft. Die selbsttragende Brückenkons­truktion wird die Bahngleise in einer Höhe von rund sechs Metern überspannen. Dazu wird ein neuer Straßendamm mit einer Höhe von bis zu acht Metern aufgeschüttet. Die Baulänge misst insgesamt 1,3 Kilometer. Rund 120 000 Kubikmeter Boden werden bewegt.

Der Neubau ist überfällig. Seit 2011 ist die hoch frequentierte B 96-Brücke nur einspurig befahrbar. Nach Verkehrszählungen warten im Schnitt täglich mehr als 6500 Fahrzeuge an der roten Ampel. Mit der Tonnage-Begrenzung reagierte der Landesbetrieb auf irreparable Schäden an den Widerlagern im Spannbeton der alten Brücke (MAZ berichtete). Das Provisorium hält seit vier Jahren. „Wir hoffen, dass das jetzt bis 2017 so bleibt. Es gibt Sonderprüfungen an dieser Brücke“, sagte Dirk Noack, beim Landesbetrieb für die Brückenplanung zuständig.

Vollsperrungen soll es während der zweijährigen Bauzeit für die neue Brücke nicht geben. Zumindest nicht auf der Straße. Im Bahnverkehr ließen sich Unterbrechungen nicht verhindern, allerdings würden die Sperrzeiten in die Nachtstunden gelegt, so dass der Personenverkehr davon nicht betroffen wäre. Bevor mit dem eigentlichen Brückenbau begonnen werden könne, müssten laut Noack Bahnanlagen verlegt werden: Oberleitungen, Signalanlagen, Kabel. Die Kosten von insgesamt rund acht Millionen Euro teilen sich Bund und Bahn. Den Zuschlag erhielt die Bietergemeinschaft Matthäi/Stahl- und Brückenbau Niesky GmbH.

Von Cindy Lüderitz

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