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Oberhavel Marwitzer trauern um Bruchweide
Lokales Oberhavel Marwitzer trauern um Bruchweide
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02:16 07.08.2015
Auf dem Baumstumpf haben einige Anwohner Grabkerzen und einen Spruch hinterlassen. Quelle: privat
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Marwitz

Sie schien wie ein Fels in der Brandung zu stehen. Aber nun war der Fels eben doch zu brüchig geworden.

Eine gefällte Bruchweide in der Marwitzer Straße An der Tonbahn sorgt bei einigen Bewohnern des Dorfes für Unmut. „Das war ein wunderschönes Teil“, sagte Martina Schürmann-Moll am Dienstag am MAZ-Sorgentelefon. Am Freitag ist der stattliche Baum, der am Wegesrand stand, gefällt worden. „Nach dem Sturm war er wohl beschädigt“, so die Marwitzerin. Sie versteht jedoch nicht, warum er gleich komplett entfernt werden musste. „Hier stehen so wenig Bäume, und gerade bei den Temperaturen bot er Schutz vor der Sonne. Jetzt haben wir wieder einen Baum weniger.“ Sie vermutet, dass die Fällaktion mit dem geplanten Bau des neues Belages für die Straße An der Tonbahn zusammenhängt. „Wir sind über die Aktion sehr erbost“, so Martina Schürmann-Moll. Nur noch ein Stumpf ist übrig. Darauf haben einige Marwitzer Trauerbekundungen abgelegt. Neben Grabkerzen steht der Spruch „Wir werden dich vermissen.“

Auch Dirk Eger, der Leiter des Bauamtes in Oberkrämer, ist traurig, dass der Baum weg musste. Es sei jedoch, wie er am Dienstag sagte, dringend notwendig gewesen. Tatsächlich hat der geplante Straßenbau mit der Fällaktion gar nichts zu tun, wie er betont. Tatsächlich ist die Bruchweide Opfer der jüngsten Stürme geworden. „Es gab Torsionsrisse am Stamm“, so Dirk Eger. „Windspitzen haben die Krone erfasst.“ Er sei dringend nach Marwitz gerufen worden, um sich den Baum anzusehen – unter anderem seien es besorgte Anwohner gewesen, die ihn benachrichtigt hätten.

Die Bruchweide nach dem Sturm. Quelle: Verwaltung

Es sei außer Frage gewesen, dass es kurz davor stand, dass riesige Stämme auf die Straße gefallen wären. Die Krone sei zu drei Vierteln gebrochen gewesen. „Es war Gefahr in Verzug“, so Dirk Eger. Als örtliche Ordnungsbehörde habe das Amt handeln müssen. Der Baum sei nicht mehr zu retten gewesen. An die Untere Naturschutzbehörde seien entsprechende Unterlagen gegangen.

Dem studierten Förster und Naturschützer Dirk Eger ist bewusst, was der Baum für die Marwitzer bedeutete. „Er war ein Anlaufpunkt für Spaziergänger, und er gehörte auch zu meinen Lieblingsbäumen.“

Die Weide war schwer beschädigt und musste gefällt werden. Quelle: Verwaltung

Im Bauamt von Oberkrämer muss nun an den Plänen für die neue Straße gearbeitet werden, denn laut Dirk Eger war der Baum dort eingeplant. „Wir hatten mit ihm kein Problem, dort sollte es eine Verschwenkung geben.“ An dieser Stelle soll bald ein neuer Baum gepflanzt werden. „Das haben wir auf jeden Fall geplant“, sagte Dirk Eger am Dienstag.

Von Robert Tiesler

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