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Mathe-Ausfall stresst Schüler des Oberstufenzentrums

Oranienburg Mathe-Ausfall stresst Schüler des Oberstufenzentrums

Die 12. Klasse des Fachabitur-Jahrgangs „Wirtschaft und Verwaltung“ beklagt den enormen Ausfall des Mathe-Unterrichts im aktuellen Schulhalbjahr. Nun haben die Schüler Angst, ihre Fachabiturprüfungen im Mai nicht zu bestehen.

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Für die Schüler des Oberstufenzentrums in Oranienburg fielen bis Ende Dezember 29 Unterrichtsstunden aus.   

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Die Zwölftklässler des Oranienburger Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums (OSZ) sitzen im Klassenraum und schauen der Mathelehrerin zu, wie sie Formeln an die Tafel schreibt. Dieser Anblick ist im letzten Schulhalbjahr zur Seltenheit geworden, da viele Mathestunden ausgefallen sind.

Angst vor der Mathe-Prüfung im Fachabitur

Darüber beschwerten sich in den letzten Wochen Schüler und Eltern vehement. Die überkochenden Emotionen begründen sich durch die bevorstehenden Fachabitur-Prüfungen im Mai. Die Schüler fühlen sich nicht vorbereitet und haben Angst, die Mathe-Prüfungen nur mit schlechten Noten zu bestehen oder durchzufallen, was die Wiederholung des letzten Schuljahres zur Folge hätte. „Und mit einer Vier in Mathe auf dem Abschlusszeugnis braucht man sich gar nicht erst zu bewerben“, sagte eine der Schülerinnen. Sie möchte anonym bleiben, da sie andernfalls Konsequenzen am OSZ befürchtet.

29 Unterrichtsstunden fielen von Oktober bis Dezember aus

Zustande gekommen waren die vielen Ausfallstunden durch die Erkrankung einer Mathelehrerin und die darauffolgende Schwangerschaft ihrer Vertretung. Laut Klassenbuch, in dem jeder Lehrer die stattgefundenen Stunden abzeichnet, fielen demnach bis zum Dezember 29 von 52 planmäßigen Unterrichtsstunden aus.

Noch mehr Ärger über kurzzeitig vorgezogene Klausur

Nach den Weihnachtsferien schrieben die Schüler dann eine Klausur. Sie fand zehn Tage früher statt als ursprünglich angekündigt, was die Schüler nach Eigenaussage erst am Tag vor den Ferien erfuhren. Auf ihre Befürchtungen, schlechte Noten zu erhalten, hieß es, sie könnten im Selbststudium ihre Kenntnisse vertiefen. Doch selbst Schulleiter Dieter Starke, der bemerkte, nichts von diesem Aufruhr mitbekommen zu haben, sieht das als zu schwere Aufgabe an: „Mathe kann sich niemand selbst beibringen. Und das ist ja auch nicht der Sinn einer Schule.“ Erschwerend hinzu kommt der Umstand, dass die Schüler bis zum Jahreswechsel kein Mathebuch besaßen.

Abteilungsleiter sieht Problem erfolgreich gelöst

Die Aufregung empfindet der Abteilungsleiter der Berufsschule, Rüdiger Hille, als übertrieben: „Wir bekamen teilweise beleidigende E-Mails von den Eltern. Das ist nicht in Ordnung“, sagte Hille. Er sieht die Herausforderung vielmehr als gekonnt gemeistert: „Das waren natürlich zwei starke Einschnitte für uns. Aber dass wir so schnell Ersatz finden konnten, grenzt an ein Wunder“, sagte er. Dem stimmte auch Schulleiter Dieter Starke zu: „Neueinstellungen sind für uns ein enormer Kraftakt. Das Schulamt legt uns sehr viele Bewerbungen vor, die wir alle einzeln prüfen müssen.“

Ab Januar gibt es zwei neue Mathelehrer

Mittlerweile arbeiten zwei neue Mathelehrer am OSZ. In der ersten Januarwoche hatten die Schüler dadurch insgesamt fünf Mathestunden. „Wir versuchen, die ausgefallenen Stunden nachzuholen und eventuell zusätzlich benötigte Stunden mit Hilfe der beiden neuen Lehrer anzubieten“, sagte Hille.

Von Josefine Kühnel

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