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Max Moor besucht Künstlerpaar in Dagow

Dreharbeiten Max Moor besucht Künstlerpaar in Dagow

Wenn Moderator Max Moor im ländlichen Raum auftaucht, ist in der Regel eine Fernsehkamera dabei. Das war auch am Montag so, als ein Beitrag über das Künstlerpaar Graetz gedreht wurde. Das Paar aus Dagow (Oberhavel) war für die Sendung "Bauer sucht Kultur" interviewt worden.

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Max Moor (Mitte) im Gespräch mit Jürgen (links) und Elli Graetz – vor laufenden Kameras.
 

Quelle: Stefan Blumberg

Dagow.  Erst kommt ein Ruderboot um die Waldecke geschlichen. Zwei Kameramänner und Techniker sitzen darin. Und Sekunden später müht sich der zweite Kahn durch das Wasser. Fernsehmann Max Moor und der Dagower Fotograf Jürgen Graetz schippern hinterher. Auf dem Weg über den idyllisch gelegenen Dagowsee bis zum Grundstück des Künstlerehepaares Graetz läuft immer wieder einmal eine der Kameras, um die Unterhaltung der beiden Herren festzuhalten. „Bauer sucht Kultur“ machte am Montag Station in Dagow.

„Ich bin ganz aufgeregt“, sagte Elli Graetz, noch bevor die Boote ihr Grundstück erreicht haben. „Für mich ist es das erste Mal, dass ich bei Dreharbeiten dabei bin, für Jürgen nicht.“ Das Ehepaar Elli und Jürgen Graetz passt hervorragend ins Profil der Sendung, die im rbb-Fernsehen läuft und in der sich vor allem Künstler den Fragen des Autors, Reporters, Produzenten, Schauspielers und Sängers stellen.

 Die Grafikerin hat viele Felder, auf denen sie sich tummelt: Radierungen, Siebdruck, Collagen, Holzschnitt, Aquarellmalerei, Installationen, Lithographie, Linoldruck. Sie macht auch Fotos von besonderen Motiven; zum Beispiel eigenwillige Risse auf Straßen. „Ich laufe dann manchmal wirklich mit dem Kopf nach unten durch die Gegend“, sagt sie. In ihrem Atelier in Dagow ist ihre Arbeit kompakt zu sehen. Sie hat sie Max Moor und den Kameraleuten präsentiert. „Das ist der Hammer“, schwärmt Moor. Auch Jürgen Graetz öffnete die Türen in sein Reich, das sich im Wohnhaus befindet und bis in den Keller führt, wo er seine Filme auf herkömmliche Art entwickelt und die Bilder genauso abzieht. „Den Geruch vom Fixierer brauche ich.“ Trotzdem sieht er die digitale Technik nicht als Teufelszeug an. „Damit fotografiere ich mitunter auch.“ Sein Markenzeichen aber ist die Schwarz-Weiß-Fotografie. Auf einem der wohl bekanntesten Bilder von Jürgen Graetz – er schoss seine ersten Bilder mit einer Pouva Start – ist ein durch Dagow fahrender Panzer. „Das sind zwei wirkliche Künstler“, sagt Max Moor. „Ich hatte mich auf diesen Besuch wirklich gefreut.“

Die Chronologie der Filmaufnahmen in Dagow – von Autor Tim Evers aufgeschrieben – sah vor, dass der Tag am Montag mit Bildern von einer Ausstellung in der Kirche begann, dann folgte die Bootsüberfahrt von Neuglobsow nach Dagow und schließlich der Hausbesuch des Paares. „Mit dem Boot über den See – das ist doch die beste Art, einen Ort kennenzulernen; sich Dinge von jemanden erzählen zu lassen, der sich hier auskennt“, sagte Max Moor.  Er ist nicht derjenige, der knallharte Fragen stellt. Vielmehr verwickelt der redegewandte Schweizer, der im Barnim lebt und dort Landwirtschaft betreibt, seine Partner in ein Gespräch, in dem er seine Neugier jedoch nicht verbergen kann. „Der Reiz ist für mich, das ich fast keine Vorabinformationen über die Gesprächspartner habe und ich sie entdecken darf“, so Max Moor. Das gelang ihm gleichermaßen vor der Kamera als auch bei Kaffee und Kuchen in der Drehpause.

Von Stefan Blumberg

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