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Medaillen und Freibier für Hochwasser-Helfer

Oranienburg (Oberhavel) Medaillen und Freibier für Hochwasser-Helfer

Der Landrat von Oberhavel hatte sie alle eingeladen - die Frauen und Männer von Feuerwehren, DRK und Technischem Hilfswerk, die nach dem Starkregen vom 29. Juni nach Oranienburg und Leegebruch geeilt waren. Am Donnerstagabend gab es im Zelt Bier, Gebrutzeltes, Dankesworte und Medaillen.

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Gegessen und gefeiert wurde am Donnerstagabend im und ums Zelt auf der Wiese am Bollwerk nahe des Landratsamtes

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Landrat Ludger Weskamp hatte die Frauen und Männer von Feuerwehren, DRK und Technischem Hilfswerk, die nach dem Starkregen vom 29. Juni nach Oranienburg und Leegebruch geeilt waren. Am Donnerstagabend gab es im Zelt Bier, Gebrutzeltes, Dankesworte und Medaillen.

Dirk Stolpe, Stadtbrandmeister Fürstenberg: Am 29. Juni sind wir um 20.30 Uhr zum Einsatz raus. Erst zum Landratsamt und von da aus ging es direkt nach Leegebruch. Wir haben dort vor allem Keller ausgepumpt. Irgendwie war es schon gruselig, diese Wassermassen. Live zu sehen, was man bisher nur aus dem Fernsehen und dem Süden kannte. Von Einsätzen an Oder und Elbe – nun auch bei uns. Wir waren dann am Sonnabend nach dem Starkregen noch mal im Einsatz – mit insgesamt 26 Frauen und Männern.

André Schröder, Gruppenführer, Feuerwehr Liebenwalde: Wir haben ab Donnerstagabend die ganze Nacht bis morgens um 3 Uhr Keller in Oranienburg ausgepumpt, vor allem auf Grundstücken in Süd. Wir waren schon bei Hochwassern an Oder und Elbe dabei, aber dass das Wasser im Keller bis zur Decke steht, das haben wir noch nicht erlebt. Ab Freitag und Sonnabend sind wir dann mit acht Mann in Leegebruch gewesen, um das Wasser von der Birkenallee weg zu bekommen. Wir hatten bis Montag zu tun.

Nadine Reinicke, DRK Gransee : Der Einsatzbefehl kam am Freitag um 11 Uhr. Wir haben mit 17 Leuten Notunterkünfte für 20 Leute aufgebaut und die Verpflegung für alle Einsatzkräfte vom Frühstück bis zum Abendbrot übernommen. Da waren 400 Leute zu versorgen, drei Tage lang. Zum Schluss haben wir das Essen zu den Einsatzorten direkt gefahren und auch viele Hochwasseropfer versorgt, die ohne Strom und Wasser waren. Ähnliches haben wir schon an Elbe und Oder erlebt, aber es war schon anstrengend.

Frank Schewe, Zugführer Feuerwehr Wensickendorf: Wir sind schon Donnerstagnachmittag alarmiert worden, haben Wasser am Landratsamt weggepumpt, dort stand es einen halben Meter hoch vor der Tür, dahinter die gesamte Rechnertechnik, die wir so vor Schäden retten konnten. Auch am Haus mit dem Kreistagssaal stand das Wasser vor den Fenstern und drohte einzudringen. Auch dort haben wir gepumpt. Und bei Leuten in den Kellern, da stand das Wasser bis 1,50 Meter und kurz unter den Steckdosen.

Bastian Wilczek, Zugführer THW Berlin-Tempelhof-Schöneberg: Wir haben die Oranienburger Feuerwehr unterstützt, dann in Leegebruch gepumpt, beim dritten Einsatz in Velten. Es gab eine Top-Zusammenarbeit mit dem Kreisbrandmeister, das lief sehr gut. Wir helfen ab und zu in Brandenburg, haben schon einiges erlebt, aber so viel Wasser auf einen begrenzten Raum, das ist schon ungewöhnlich. Nicht unerwähnt lassen möchte ich die herausragende Verpflegung, da gab es nichts zu meckern.

Von Heike Bergt

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