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Mehr Geld für Gedenkstättenarbeit

Oranienburg Mehr Geld für Gedenkstättenarbeit

SPD und Linke wollen die Erinnerungskultur in Brandenburg stärken. Mit dem Antrag „Gedenkstätten als wichtige Orte in der Auseinandersetzung mit Geschichte besser fördern“ betonen sie die Bedeutung brandenburgischer Gedenkorte und fordern mehr Geld vom Bund.

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700000 Besucher zählt die Gedenkstätte Sachsenhausen im Jahr.

Quelle: Marco Winkler

Oberhavel. Die Regierungsfraktionen von SPD und Linke wollen die Erinnerungskultur in Brandenburg stärken. Mit dem Antrag „Gedenkstätten als wichtige Orte in der Auseinandersetzung mit Geschichte besser fördern“ betonen sie die Bedeutung brandenburgischer Gedenkorte und fordern mehr Geld für die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten vom Bund. In der Landtagssitzung im Mai wird über den Antrag abgestimmt.

Mit dem Antrag soll unter anderem die Bildungsarbeit der Stiftung unterstützt werden. Brandenburg erhöhte die Zuschüsse für die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten um mehrere hunderttausend Euro. Betrug die Förderung 2016 noch 2,5 Millionen Euro, so erhält die Stiftung 2017 2,7 Millionen Euro und 2018 gar 2,84 Millionen Euro.

Um den Erhalt von Gedenkstätten mit hoher nationaler Bedeutung, wie das ehemalige Konzentrationslager Sachsenhausen, langfristig zu sichern, soll zusätzlich eine stärkere finanzielle Förderung durch den Bund erreicht werden, unter anderem für notwendige Baumaßnahmen wie die Wäscherei in Sachsenhausen oder den Zellenbau in Ravensbrück.

„Gedenkstätten und Erinnerungsorte sind unentbehrlich für die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte“, findet der Oranienburger SPD-Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann. „Sie zählen zum Kulturgut, sind Teil der regionalen Identität und ziehen wie in Oranienburg, Touristen aus aller Welt an“, so Lüttmann. Für ihn ist die gesellschaftliche und historische Bedeutung von Gedenkorten unbestritten.

„Wir müssen alles daran setzen, die Geschichte für nachfolgende Generationen erlebbar zu machen. Dies gilt insbesondere in Zeiten, in denen Rechtsextremisten und Rechtspopulisten, wie zum Beispiel Politiker der AfD, den Stellenwert von Gedenkorten des Nationalsozialismus herabsetzen.“ Nur wenn die Erinnerung an geschichtliche Ereignisse durch vielfältige Angebote wach gehalten werde, könne eine Auseinandersetzung stattfinden. „Nur so kann sichergestellt werden, dass sich die dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte nicht wiederholen.“

Von MAZonline

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