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Oberhavel Mehr Geld für Oberhavels Sportvereine
Lokales Oberhavel Mehr Geld für Oberhavels Sportvereine
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00:18 19.03.2016
Abgeordnete bekennen sich als Antirassisten und zeigen „Herz für Oberhavel“. Quelle: Marion Bergsdorf
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Oranienburg

Starke Polizeipräsenz am gestrigen Abend vor dem Runge-Gymnasium, wo die Kreistagssitzung stattfand. Denn asylfeindliche Abendspaziergänger hatten eine Demo angekündigt und zur Teilnahme an der Sitzung aufgerufen. Auf ihrer Internetseite hatten sie die Abgeordneten als „Scheindemokraten“ bezeichnet. Als Gegenaktion dazu nahmen Mitglieder des Forums gegen Rassismus und rechte Gewalt Oranienburg an der Sitzung teil, zeigten gebastelte Herzen als Zeichen für „Oberhavel zeigt Herz“. Die Abgeordneten schlossen sich ihnen an und stellten sich mit roten Herzen zum Gruppenfoto auf.

Die Sitzung selbst lief bis auf eine Posse am Ende ungestört ab. Herausragender, einstimmig gefasster Beschluss war der zur neuen Sportförderrichtline des Landkreises Oberhavel. Damit „wird fast jede Familie in Oberhavel erreicht“, sagte Katrin Gehring (CDU). Statt bisher 60 000 Euro sollen 200 000 Euro im Jahr aus dem Kreishaushalt als freiwillige Leistung vergeben werden. Es gibt eine Pro-Kopf-Förderung für Kinder und Jugendliche eines Vereins bis zum Alter von 18 Jahren. Dafür berappt der Landkreis pro Jahr 150 000 Euro. Dieses Geld können die Vereine nach eigenem Ermessen verwenden. Gefördert werden zudem Projekte für alle Altersgruppen bis zu 50 Prozent der Kosten bis maximal 1500 Euro. Hierzu zählen die Teilnahme von Sportlern an Wettkämpfen, Meisterschaften und Qualifikationen und Wettkampffahrten in Form der dafür erforderlichen Startgelder, Meldegebühren, Kampf- und Schiedsrichterkosten sowie Transporte. Eine dritte Förderart gilt strukturbildenden Maßnahmen wie einer Trainerausbildung. Das gesamte Förderspektrum, auch die Pro-Kopf-Zuwendung für Kinder und Jugendliche, gibt es nur auf Antrag. Dieser soll recht einfach zu stellen sein.

Die Posse zum Schluss der Sitzung bestand darin, dass in der Einwohnerfragestunde dem Obdachlosen Jörg Preisendörfer kein Rederecht gewährt wurde, weil er laut Aussage der Rechtsexperten der Kreisverwaltung kein Einwohner des Landkreises sei. Was der Mann bestritt und Meldekarten für hiesige Obdachlosenheime zeigte. Selbst ein Beschluss des Kreistages, dem Mann Rederecht zu geben, sei unwirksam, hieß es. Andreas Noack (SPD) mahnte: „Wir sollten nichts sagen, der Mann klagt gegen den Landkreis.“ Besucher meinten nach der Sitzung: „Das ist eine Posse, die hätten den Mann reden lassen sollen.“

Von Marion Bergsdorf

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