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Mehr Platz im Regine-Hildebrandt-Haus

Oranienburg Mehr Platz im Regine-Hildebrandt-Haus

Die Begegnungsstätte der Senioren in der Sachsenhausener Straße 1 ist gut besucht. Viele Sport-, Tanz- und Kreativgruppen fühlen sich wohl. Und die Nachfrage ist steigend. Mehr Platz könnte nicht schaden. Deshalb wird nun das leerstehende Dachgeschoss auch noch für die Senioren hergerichtet.

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An diesem Giebel muss eine Treppe montiert werden, als zweiter Fluchtweg.

Quelle: Robert Roeske

Oranienburg. Ja, es gibt nicht nur immer mehr Kinder in Oranienburg. Auch die Zahl der Senioren bewegt sich im Aufwärtstrend. Und die Senioren sind größtenteils so fit, dass sie gerne öfter etwas unternehmen und sich treffen. Zum Beispiel im Regine-Hildebrandt-Haus an der Sachsenhausener Straße 1. Das Erdgeschoss ist schon seit 2002 fest in der Hand der Senioren, hier ist ihre Begegnungsstätte. Aber die Räumlichkeiten reichen schon lange nicht mehr aus. Gerne würde Steffen Herrmann mehr Platz für Veranstaltungen haben. Denn regelmäßig finden Line Dance, Gedächtnistraining, Trommeln, QiGong, Computerkurse, Malzirkel und Singenachmittage statt. Außerdem treffen sich Spiele-, Handarbeits-, Gymnastik- und Tanzsportgruppen. Der Chor „viva la musica“ probt jeden Mittwoch. Und so weiter. Mit anderen Worten: Das Haus platzt aus allen Nähten. „Es wird wirklich gut angenommen“, sagt Anke Michelczak, Amtsleiterin für Soziales.

Da bietet sich das Dachgeschoss geradezu an. Einst als Büroräume genutzt, steht es schon längere Zeit leer. „Da haben wir eine Art Nutzungsdruck“, sagt Baustadtrat Fank Oltersdorf.

Und so ist Anfang Februar bereits ein Bauantrag gestellt worden, um am Regine-Hildebrandt-Haus etwas zu ändern. Das Dachgeschoss soll so umgebaut werden, dass es als Mehrzweckraum genutzt werden kann. 114 Quadratmeter stünden den Besuchern des Hauses dann zur Verfügung. Zudem entstehen drei neue Lagerräume, die das Problem der fehlenden Abstellflächen lösen könnten.

Allerdings muss mit der Nutzung des Dachgeschosses auch ein zweiter Fluchtweg geschaffen werden. Den soll es in Form einer Stahltreppe am Giebel des Hauses geben.

Allerdings wird das Dachgeschoss nur den Senioren zugänglich sein, die noch gut zu Fuß sind und Treppen steigen können. Denn einen zusätzlichen Aufzug lässt die Stadt nicht in der Begegnungsstätte einbauen, das wäre technisch sicher nicht möglich und würde außerdem den Kostenrahmen sprengen. Das Erdgeschoss hingegen ist komplett barrierefrei und bietet damit viele Möglichkeiten, die auch Rollstuhlfahrer und Rollatorbenutzer in Anspruch nehmen können.

Das Regine-Hildebrandt-Haus

Im Juni 2002 wurde das frisch rekonstruierte und denkmalgeschützte Haus den Oranienburger Senioren als Begegnungsstätte übergeben.

Im November des gleichen Jahres bekam das Haus den Namen der ehemaligen brandenburgischen Sozialministerin, Regine Hildebrandt, verliehen. Anlass war ihr erster Todestag.

Im Jahre 2010 wurden mit Hilfe einer großzügigen Spende die Räume und die Ausstattung des Hauses modernisiert und den Erfordernissen der Zeit angepasst.

Ein großer Saal, der schalldicht und teilbar ist, ein Mehrzweckraum, Toiletten und eine Küche stehen den Besuchern zur Verfügung. Ein Gemeinschaftsbüro wird durch das Seniorenbüro und andere Interessengruppen der Stadt genutzt.

Die Begegnungsstätte ist barrierefrei und behindertengerecht ausgestattet.

Viele unterschiedliche Gruppen nutzen das Haus sportlich, geistig und kreativ. Es finden kulturelle Veranstaltungen und zahlreiche Kurse statt.

Leiter des Hauses ist Steffen Herrmann. Er ist unter 03301/531307 zu erreichen.

Die Öffnungszeiten sind dienstags von 9 bis 11 Uhr, mittwochs von 14 bis 16 Uhr, freitags von 9 bis 11 Uhr sowie nach Vereinbarung.

„Wir freuen uns, den Senioren dann noch mehr Angebote machen zu können“, sagt Anke Michelczak. Und das Gute sei, dass das Gebäude sogar unter laufendem Betrieb umgebaut werden kann. „Das Dachgeschoss können wir dann sehr gut für größere Veranstaltungen nutzen“, sagt Dirk Unger, der für die Raumverteilung im Regine-Hildebrandt-Haus zuständig ist. Die Nachfrage dafür sei da.

Wenn alles nach Plan läuft, sollen die Senioren schon in der Vorweihnachtszeit im Dachgeschoss feiern können. Denn der Umbau ist für Anfang September bis Mitte November vorgesehen. Kosten soll die ganze Sache knapp 82 000 Euro.

Von Andrea Kathert

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