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Mehr aus den Chancen machen

Fürstenberg Mehr aus den Chancen machen

Fazit zur MAZ-Aktion: Fürstenberger fühlen sich nicht abgehängt, aber einiges könnte noch besser werden. Es gibt Lob, Kritiken, Vorschläge und Wünsche für die Region um die Wasserstadt.

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Meinungsaustausch: Beim MAZ-Talk kamen einige Themen, die die Fürstenberger bewegen auf den Tisch.

Quelle: Uwe Halling

Fürstenberg. Sie lobten, sie wetterten, sie machten Vorschläge oder freuten sich einfach nur über ihr Zuhause – so manch ein Fürstenberger packte die Gelegenheit beim Schopfe und füllte den kleinen Umfragezettel der Aktion „MAZ zu Hause in ...“ aus, manche mit Namen und Anschrift, andere anonym. Längst nicht alle Einwohner der Stadt Fürstenberg und ihrer Ortsteile sehen schwarz für ihre Region. Kritische, nachdenkliche Meinungsäußerungen gab es jedoch auch. In dem Auftaktartikel für die Fürstenberger Serie vor vier Wochen hatten wir das (unterschwellige) Gefühl transportiert, dass die Fürstenberger ihre Heimat als „abgehängte Region“ betrachten könnten.

„Der sanfte Tourismus ist unsere einzige Chance“

Die Reaktionen der Leser entsprechen nicht unbedingt diesem Eindruck. „Ich finde, dass der sanfte Tourismus unsere einzige Chance ist, aus Fürstenberg etwas zu machen“, hieß es in einer optimistisch beginnenden Zuschrift. Dass diese Chance augenscheinlich nicht genutzt werde, folgt in der weiteren Äußerung: „Bedauerlicherweise findet sich keine einvernehmliche Lösung für die Bundesstraße 96. Und es mangelt an Radwegen sowie Bussen, die Räder transportieren. Ich finde, wir verschlafen hier unsere Chance gewaltig, besonders vor dem Hintergrund, dass derzeit wieder viel mehr in Deutschland ’geurlaubt’ wird.“ Zum Thema Radwege hatte sich Bürgermeister Robert Philipp in dieser Woche beim „MAZ-Talk“ in Fürstenberg positioniert. Seine Aussage: „Die Radwege-Infrastruktur in Oberhavel ist auf höchstem Niveau. Und wenn ich sehe, dass wir von Fürstenberg auf besten Wegen in die Gemeinde Stechlin, nach Lychen oder Dannenwalde kommen, trifft das auf unsere Wege zu.“

Engagiert in der Region ist Brit Eismann von der Mühle Himmelpfort. Ihr liegt am Herzen, dass der ländliche Raum belebt wird und die Attraktivität für Familien steigt. Dazu zähle eine gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr sowie ein großes Angebot an Kultur, Sport und Kunst. Karin Gohlke hat einen Blick auf die jüngere und ältere Generation. Sie wünscht sich, „dass für die Jugend und die Senioren mehr getan wird“. Petra Sommer bringt die Vorzüge der Region – aus ihrer Sicht – auf den Punkt: „Die Natur. Die Wanderwege. Die Ruhe.“ Ihre Interessenlage beschreibt Beatrice Altfeld – sie weiß offenbar um die Vorzüge der Region – so: „Natur- und Umweltschutz“.

Rückentwicklung bei den Einkaufsmöglichkeiten

Die Bundesstraße 96 und der damit verbundene Lärm und Staub sowie die Jahrhundert-Diskussion zur gewünschten Umfahrung spielte in den Antworten auf den Umfragescheinen eine untergeordnete oder gar keine Rolle. Ein Leser wendet sich an die Personen oder Gruppen, die andere Varianten für eine Ortsumfahrung ins Spiel brachten als die, die bislang auch von politischer Seite gestützt und verfolgt wird. „Die unsachlichen Aktivitäten der sich profilierenden Gruppen müssen endlich aufhören, um die weiteren Planungen nicht zu gefährden.“ Der Verkehr wurde – unabhängig von der Trassendiskussion um die B 96 – trotzdem thematisiert. Die Raserei in der Röblinseesiedlung ist einigen Fürstenbergern ein Dorn im Auge – obwohl dort bereits Tempo 30 vorgeschrieben ist. Aus Zootzen kam – was Wunder – der Hinweis zur katastrophalen Landesstraße 214. Straßenerneuerungen liegen einigen Einsendern am Herzen. Eine Rückentwicklung wird in einer Zuschrift bei den Einkaufsmöglichkeiten ausgemacht. „Wir sind 2012 nach Fürstenberg gezogen. Die Einkaufsmöglichkeiten haben sich seitdem wesentlich verschlechtert.“ Die Bäckerei Marten und das Freizeitgeschäft Maritim habe geschlossen, das Atelier Norden sei auf dem besten Wege zur Aufgabe, die Zahl der „Trödelläden“ hätte dagegen zugenommen.

Brigitta Runge bedauert, dass es auf dem Bahnhof keinen Fahrstuhl gibt. Für die schwerbehinderte Frau gebe es keine Chance, auf die andere Seite zu kommen. Weder an der Treppe noch im Tunnel existiert eine Vorrichtung, um sie mit dem Rollator zu passieren. Zudem hat die Fürstenbergerin bemerkt, dass sich am Bahnhof das Dach senkt. Bemerkungen zur Arbeit der Stadtpolitiker machten einige Umfrageteilnehmer auch. Die gingen zum Teil jedoch unter die Gürtellinie, so dass wir sie an dieser Stelle nicht zitieren. Streitbar sind die Sitzungen in der Wasserstadt meistens.

Von Stefan Blumberg

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