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Oberhavel Meister des Milchschaums und der süßen Verführung
Lokales Oberhavel Meister des Milchschaums und der süßen Verführung
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17:04 26.07.2018
Lebt seit 2013 mit der Familie in Oranienburg: Matthias Runge möchte sich hier mit einem Café selbstständig machen. Quelle: Heike Bergt
Oranienburg

Hamburg bleibt für mich die schönste Stadt der Welt“, gibt Matthias Runge unumwunden zu. Aber gleich dahinter rangiert seine Heimatstadt: „Oranienburg ist wie die Ruhe vor dem Sturm“, für den 31-Jährigen die grüne Oase vor den Toren Berlins.

In der wurde Matthias Runge geboren, er machte am LHG sein Abi und weil ihn schon damals Obstsalat mehr als Technik interessiert habe, lernte er seinen Traumberuf Koch – im „Hilton“ am Gendarmenmarkt. Nach zweieinhalb Jahren in der dortigen Küche arbeitete er drei Jahre im „Hotel Vier Jahreszeiten“ in Hamburg. Daher die Liebe zur Alster. Dort gehörten schon die kleinen süßen Verführer der Patisserie zu seinen Aufgaben, auch das Brotbacken.

2013 konnte er seine Frau, die aus Berlin stammt, von der Schönheit Oranienburgs überzeugen. Seitdem leben sie hier, mit inzwischen zwei Kindern. Weitere Station für Matthias Runge, der aktuell im „Hotel de Rome“ in Berlin Chefpatissier ist, war ein Jahr in der Berliner Kaffeerösterei in der Uhlandstraße. Hier lernte er nicht nur das Rösten der Bohnen und all die Kniffe und Geheimnisse des Milchschaums – hier entstand auch die Idee, ein Café zu eröffnen.

In Oranienburg fehle so etwas. Also hier! Derzeit sucht er passende Räume zwischen Schlossbrücke und Bahnüberführung Stralsunder Straße. „Auch Schlossblick wäre toll.“ Er möchte ein Café mit 40 Plätzen und Terrasse eröffnen, in dem man vor allem exzellent frühstücken kann, aber auch Kaffeespezialitäten genießen, Süßes oder einen Lunch.

ie Röstmaschine stehe mit im Raum, man kann dabei zusehen. „Zehn Kilo pro Charge. Für einen Espresso benötig man sieben bis neu Gramm“, erklärt Runge. Und wer ein bisschen Zeit mitbringt, kann die maximal 20 Minuten gerösteten Bohnen nach dem Abkühlen auch als Kaffee schlürfen.

Auch regionale Produkte möchte er anbieten, hat schon Kontakt zur Biokräuterei. Und „Recup“ heißt die Möglichkeit der Pfand-Kaffeebecher: „Ich setzte auf Nachhaltigkeit.“ Vegan, vegetarisch, To go – alles denkbar.

Sein Businessplan steht. Er hat ein Existenzgründerseminar absolviert, über den „Lotsendienst“ der Winto in Hennigsdorf Berater zur Seite, die seine Idee auf Rentabilität und Umsetzbarkeit gecheckt und für machbar befunden haben. Er setzt auch auf Fördergelder. Und bleibt bei all dem Realist: Im zweiten Quartal 2019 möchte er in die Selbstständigkeit starten, „das wird wohl die größte Aufgabe, die ich bisher zu bewältigen hatte“.

Und er setzt auf die Oranienburger und ihren Kaffeedurst: „Oranienburger stehen Neuem durchaus skeptisch gegenüber, aber wenn sie etwas ausprobiert und für gut befunden haben, sind sie treu.“

Von Heike Bergt

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