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Oberhavel Meisterlich am Dönerspieß
Lokales Oberhavel Meisterlich am Dönerspieß
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00:19 16.11.2017
Iskender (l.) und Osman Polat vor den neuen Räumen von „Ossis Döner“ in Kremmen neben Lidl. Quelle: FOTO: Robert Roeske
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Kremmen

Osman Polat (39) – oder „Ossi“, wie er von allen kurz genannt wird – schnappt sich das lange, silberne Messer, schärft es noch einmal und schneidet dann sorgfältig das Fleisch vom Spieß ab. Währenddessen legt Bruder Iskender (30) das Fladenbrot in den kleinen Ofen und fragt, wie der Döner Kebab sein soll – Scharfe , Knoblauch- oder Kräutersoße. Zwiebeln? Rotkohl? Die Schlange vor dem großen Fenster von „Ossis Döner“ ein paar Meter neben Lidl wird länger. Mittagszeit in Kremmen. Die Brüder haben alle Hände voll zu tun, die Bestellung abzuarbeiten. Doch sie werden nicht hektisch. Jeder einzelne Kunde wird zuvorkommend bedient. „Die beiden sind immer nett. Egal wann man seinen Döner hier kauft“, sagt ein Gast. „Das ist der beste Döner in Oberhavel“, fügt er an und beißt schon wenige Meter weiter in seinen Döner.

Seit Ende 2015 befindet sich nun „Ossis Döner“ im neuen, schicken Gebäude. Zuvor hatte Familie Polat den Laden an der Hauptstraße in Kremmen. Dort, wo heute der Lidl-Parkplatz ist. „Das war 1996, ein Wohnwagen auf zwei Rädern“, erinnert sich Osman. Drei Jahre später zog der Laden, der seinem großen Bruder Devris gehört, weg von der Straße, weiter nach hinten. „In einem kleinen Container haben wir viele Jahre liebevoll unseren Döner zubereitet. Immer mit frischen Zutaten. Immer mit täglich frischer Soße“, erzählt Osman, der seit 1997 in Deutschland lebt und mittlerweile verheiratet ist – und vier Töchter hat. Das Rezept für die Soßen will „Ossi“ nicht verraten. „Das bleibt unser Geheimnis.“ Auch über die Anzahl, wie viele Döner am Tag verkauft werden, will und kann Osman Polat keine Auskunft geben. Nur soviel: „Am beliebtesten sind Döner mit Kräutersoße und ohne Zwiebeln. Unter der Woche“, erklärt Iskender Polat, der vor zehn Jahren nach Deutschland kam und seit fünf Jahren Döner bei „Ossis Döner“ kreiert. „Am Freitag steigt die Anzahl von verkauften Dönern mit Knoblauchsoße an. Das Wochenende steht vor der Tür.“ Neben Döner sind auch Pommes, Cheeseburger, Schnitzel mit Pommes, Hähnchen und Dönerteller gefragt. Osman Polat, der mit acht Geschwistern aufgewachsen ist (fünf Jungs und vier Mädchen) und in der Heimat eine Ausbildung in der Gastronomie abgeschlossen hatte, hat selten schlechte Laune. „Wir arbeiten mit viel Liebe und wollen immer freundlich sein“, sagt der 39-Jährige. „In der Mittagpause kommen nicht nur die Arbeiter. Viele Schülerinnen und Schüler verbringen die Pause bei uns.“

Viel Zeit zum Plaudern bleiben ihm und seinem Bruder nicht. Die nächsten Gäste kommen schon. Osman „Ossi“ Polat schnappt sich wieder das lange, silberne Messer und schneidet das knusprige Fleisch vom Spieß ab.

Von Sebastian Morgner

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