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Huckelpiste wird wieder schick

Menz/Neuglobsow: Spatenstich für neuen Radweg Huckelpiste wird wieder schick

Künftig wird es glatt laufen zwischen Menz und Neuglobsow. Am Montag erfolgte der Spatenstich für den Bau des Radweges zwischen beiden Orten. Im Oktober soll er fertig sein.

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Erster Spatenstich für den Radweg von Menz nach Neuglobsow.

Quelle: Uwe Halling

Menz/Neuglobsow. Der erste Spatenstich für den Radweg zwischen Menz und Neuglobsow gestern Vormittag könnte durchaus als Startschuss für die Großoffensive des Radwegeprojektes im Amt Gransee und Gemeinden sein. Das eh schon stattliche Netz (zirka 20  Kilometer) soll spätestens im nächsten Jahr so weit wachsen, dass es möglich ist, per Rad von Gransee bis zum Stechlinsee zu fahren – immer auf einem Radweg entlang; zu weiten Teilen dort, wo einst die Stechlinseebahn fuhr.

Zwischen Menz und Neuglobsow gibt es einen Radweg. „Aber der ist wie ein Waschbrett. Ich bin darauf nicht mehr gefahren“, sagt der einstige Friedensfahrtteilnehmer Rolf Töpfer, der nach wie vor aktiv mit dem Rad unterwegs ist. Er spielt auf die Baumwurzeln an, die an vielen Stellen den Asphalt hochdrückten und aus ihm eine Huckelpiste machten. Töpfer war einer der Protagonisten, die den ersten Spatenstich vornahmen.

„Wir haben uns Gedanken gemacht, wie wir das Problem beseitigen können“, sagte gestern Frank Stege, Amtsdirektor des Amtes Gransee und Gemeinden. Jahrelang sei für den Radweg gekämpft worden. „Wir wussten nicht, wie wir das Projekt stemmen konnten“, so der Amtsdirektor. Gemeinde Stechlin, Landesbetrieb Straßenwesen, Planer und Verwaltung hätten sich zusammengesetzt und beratschlagt. Ergebnis: Der Weg wird aus- und auf einem Stück neugebaut. „Er besitzt aus touristischer Sicht eine große Bedeutung, aber auch für die Menschen in der Region ist er wichtig“, sagte der Amtsdirektor. Und ein ganz wichtiger Punkt: Die Baukosten von zirka 410 000 Euro werden zu 75 Prozent vom Bund gefördert. Für Frank Stege trägt noch ein weiterer Aspekt zum Gelingen bei: „Es ist nur möglich geworden, weil alle fünf Gemeinden unseres Amtes Geld dazugegeben haben. Ich muss es einmal mehr wiederholen, dass der solidarische Gedanke einmalig ist.“

Der Bundestagsabgeordnete Uwe Feiler, der den ersten Spatenstich in seine Sommertour einbaute, sprach davon, dass der Radtourismus im Oberhavel-Norden „eine Riesennummer“ sei und man deshalb in Sachen Radwegebau nie genug tun könne.

Ralf Tulke, der Vertreter der Bewilligungsbehörde im Landesbetrieb Straßenwesen, erklärte, dass mit dem Projekt erstmals ein Radweg gefördert wird, der wiederhergestellt und nicht neu gebaut wird. Ein Plus sei die kompetente Zusammenarbeit mit dem Amt gewesen. „Das ist in Gransee immer unkompliziert. Und ein Projekt liegt immer in der Schublade.“

In der letzten Oktober-Woche soll der Weg fertig sein. Mit Hilfe von Rolf Töpfer könnte dann sogar der frühere DDR-Radsportstar Täve Schur mit vor Ort sein.

Von Stefan Blumberg

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