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Mietstreit? 75-Jährige in Glienicke getötet

Mordkommission und Staatsanwaltschaft ermitteln Mietstreit? 75-Jährige in Glienicke getötet

Schweres Verbrechen in Glienicke/Nordbahn (Oberhavel): Eine 75 Jahre alte Frau ist am Montag auf dem Hof eines Mehrfamilienhauses getötet worden. Die Polizei hat bereits kurz danach einen Tatverdächtigen festgenommen. Ein Nachbar berichtet von einem seit Jahren schwelenden Mietstreit.

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Polizisten sichern den Tatort in Glienicke ab.

Quelle: Helge Treichel

Glienicke/Nordbahn. Ein offenbar seit Jahren schwelender Mietstreit endete in Glienicke/Nordbahn (Oberhavel) am Montag tödlich: Gegen 11.20 Uhr wurde der Polizei gemeldet, dass eine Frau leblos auf dem Hof eines Mehrfamilienhauses in der Koe­bisstraße liegt.

Ein 82-jähriger Tatverdächtiger konnte wenige Minuten später in Tatortnähe festgenommen werden, sagte vor Ort der Leiter der Neuruppiner Mordkommission, Toralf Liebscher. Die Polizei habe ein Ermittlungsverfahren zum Verdacht eines Tötungsdeliktes eingeleitet. Die Mordkommission ermittle unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Neuruppin, sagte Liebscher. Nähere Angaben wollte er in Absprache mit den Staatsanwälten nicht machen.

Spurensicherung am Tatort

Spurensicherung am Tatort.

Quelle: Julian Stähle

Nach aus diesem Grund noch nicht bestätigten Informationen ist die 75-jährige Frau erstochen worden. Unter dringendem Tatverdacht steht ihr Vermieter. Ihr Ehemann soll sie gefunden haben. Ein unmittelbarer Nachbar und Ohrenzeuge schließt nicht aus, dass der Ehemann bei der Auseinandersetzung sogar anwesend war oder zumindest darauf zukam. Er habe plötzlich Hilfeschreie gehört, als er auf seinem Grundstück schräg gegenüber gerade in der Garage arbeitete, berichtet der Nachbar. Als er nachschaute, habe das Fahrzeug des Vermieters ebenso vor dem Grundstück gestanden wie das Auto des Ehemannes.

Tatort Koerbisstraße in Glienicke

Tatort Koerbisstraße in Glienicke.

Quelle: Julian Stähle

Steht ein Mietstreit hinter der Tat?

In der Nachbarschaft haben sich die seit vielen Jahren zwischen Opfer und mutmaßlichem Täter bestehenden Streitigkeiten, die auch gerichtlich ausgefochten worden seien, längst herumgesprochen. Am Montag habe der Vermieter offenbar „Rot gesehen“. Er soll versucht haben, das ältere Ehepaar aus der Wohnung heraus zu klagen.

Die Unterkunft befindet sich in einem rückwärtig gelegenen zweiten und kleineren Wohngebäude, das bereits von dem Paar bewohnt wurde, bevor der Vermieter das Gesamtobjekt erwarb. Zu diesem Zeitpunkt sei eine vergleichsweise sehr geringe Miete festgeschrieben gewesen, die ihm seit langem „ein Dorn im Auge gewesen“ sei, sagte der Nachbar, der seinen Namen nicht öffentlich nennen wollte.

Das Opfer wird als stets adrett gekleidete Frau beschrieben, die noch täglich einer Beschäftigung nachgegangen sei. Sie und ihr Mann, der ebenfalls einem regelmäßigen Tageswerk nachging, hätten allerdings wenig Kontakte in der Nachbarschaft gepflegt. Beide sollen früher selbst in der Immobilienbranche tätig gewesen sein.

Spurensicherung am Tatort

Spurensicherung am Tatort.

Quelle: Helge Treichel

Für Dienstag kündigte Toralf Liebscher ausführliche Informationen von Polizei und Staatsanwaltschaft an.

Von Helge Treichel

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